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Wenn aus Zukunfts-Trends erfolgreiche StartUps werden: Assistent im Shopping-Dschungel


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2009 habe ich in meinem Buch  30 Chancen für Existenzgründer – Geschäftsfelder mit Zukunft und später auch in der Süddeutschen Zeitung und hier im Blog über den Trend des persönlichen Shopping-Assistant geschrieben. Drei Jahre später gibt es in diesem Bereich drei findige StartUps, die auch zeigen: Online-Shopping der Zukunft hat viel mit persönlichem Kontakt zu tun und wenig mit anonymer Herumklickerei.

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Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Schnell & billig, aber der Service bleibt auf der Strecke

Gerade unser Einkaufsverhalten wird durch das Internet maßgeblich verändert: Wir wollen es schnell und billig. Was dabei oft auf der Strecke bleibt, ist die  persönliche Beratung  – und der Überblick.

Denn gespart wird vor allem am Kundenservice, der wird mehr und mehr an den Kunden outgesourct: Während wir z.B. früher ins Reisebüro gingen, um unsere Flug-Tickets zu kaufen, klicken wir uns heute durch ellenlange Online-Formulare. Das spart Geld, kostet aber leider unglaublich viel Zeit.

Mix aus Technik & persönlicher Beratung

Abhilfe schafft da ein persönlicher Assistent, der einem genau diese Sucharbeit abnimmt – und der muss noch nichtmal teuer sein, wenn man es richtig anstellt. Das beweist das Berliner StartUp Outfittery, das im April gegründet wurde und das Einkaufsmüde (oder faule?) Männer adressiert – und über das ich kürzlich im Tagesspiegel las.

Das geniale an dem Konzept ist die Verzahnung von persönlicher Beratung und moderner Technik. Die Damen von Outfittery durchforsten nicht etwa mit den Herren persönlich jede Boutique, sondern nutzen das Internet, um die Daten ihrer Kunden zu sammeln und ihre Vorlieben auszuloten.

Die Idee ist nicht neu…

Dann rufen sie beim Kunden an, um zu klären, was sie genau suchen – und erst dann wird bestellt. Die Kunden zahlen dabei nicht mehr als den Ladenpreis, den das Unternehmen finanziert sich aus der Differenz zwischen Laden- und Großhandelspreis.

Dabei ist die Idee von Outfittery nicht neu: Modomoto und Modemeister haben die Idee bereits erfolgreich vorgemacht und  haben die Idee wiederum aus den USA übernommen, wie die Modemeister-Gründerinnen in einem Interview erklären.

Nicht immer ist der First-Mover der Erfolgreichste

Allerdings Outfittery von allen drei StartUps offenkundig dasjenige, das PR, Online-Marketing und Social-Media am besten beherrscht.  Auch in den großen Wirtschafts-Zeitungen wie FAZ, Wirtschaftswoche oder Manager-Magazin wurde über das StartUp berichtet.

Mit trendigem Design, leicht niedrigeren Preisen als die Konkurrenz und vor allem einer sehr gelungenen, humorigen Blog- und Facebook-Strategie, konnte Outfittery bislang über 3000 Facebook-Fans überzeugen.

Online-Shop der Zukunft: Persönlicher Kontakt statt Klickwüste

Dabei rückt das Unternehmen im Marketing geschickt sein Team in den Vordergrund, stellt auch mal witzige Fotos Online und schafft so eine persönliche Bindung zwischen Kunden und Unternehmen. Das schafft Vertrauen.

Überhaupt kommt es ja immer stark auf die Leute an, und gerade bei einem kleinen Unternehmenssteht und fällt der Erfolg ja in der Regel mit der Persönlichkeit und dem KnowHow von Gründern und auch Mitarbeitern.

Der Kunde will wissen, wer dahinter steckt

Die Outfittery-Gründerinnen Julia Bösch und Anna Alex beispielsweise kommen aus der Online-Shopping & Modebranche, haben zuvor u.a. bei Zalando gearbeitet – und tauchen auf ihrer Website erst nach ihren Stilberaterinnen auf, denn die sind es, mit denen der Kunde zuerst Kontakt hat.

Modemeister hingegen fährt eher eine klassische Strategie, focussiert sehr stark auf die Gründerinnen, die zum Thema Mode einen eher theoretisch-wissenschaftlichen Zugang haben: Kareen Günther etwa wirbt mit ihrem Wissen in Statistik und Data Mining, auch von Tanja Bogumil erfährt man eher den akademischen Hintergrund. Personell bleibt das Unternehmen wenig fassbar. Über die Leute hinter Modomoto erfährt erst im Blog wer dahinter steckt.

Wer hat am Ende die Nase vorn

Es bleibt am Ende abzuwarten, welches der drei StartUps sich durchsetzt oder ob der Markt am Ende sogar groß genug ist für alle drei. Ich glaube jedoch, dass gerade der Webauftritt von Outfittery für eine neue Art von Online-Shopping steht:

Raus aus der anonymen Klickwüste rein in den persönlichen Kontakt zum Dienstleister. Und dass Outfittery auf diese Weise die Möglichkeiten, die das Internet bietet, am besten verstanden hat.

Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht! Bis dahin warte ich darauf, dass jemand so eine Idee für praktische und dennoch gut aussehnde Damenmode hat 😉

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