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Selbstcoaching Selbsthilfe & Selbstliebe - 2/3: Räum den Weg frei!



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Manchmal erfüllt ein Ziel, ein Traum, ein Wunsch uns so sehr, dass wir jedes Hindernis auf dem Weg geradezu überfliegen: Begeisterung verleiht Flügel und wir können die höchsten Berge erklimmen. Aber es gibt auch andere Wünsche und Ziele. Ziele, die Sie eben nicht beflügeln, sondern eher belasten.

Hindernisse auf dem Weg


Hier schreibt für Sie: Dr. Cornelia Topf ist zertifizierter Businesscoach & internationale Managementtrainerin. Profil

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Wie überwindet man Hindernisse?

Die meisten Menschen sind so mit Jammern, die Schuld auf andere(s) schieben und sich selber zu beschimpfen beschäftigt, dass sie keine Lösung suchen können.

Dabei ist es besser, das Hindernis konstruktiv anzugehen. Fragen Sie sich:

  • Was verlangt die Situation von mir?
  • Was genau brauche ich?
  • Wo bekomme ich das her?
  • Wen könnte ich (außer mich selbst) fragen?

Behalten Sie den Überblick! Notieren Sie alle Möglichkeiten auf einer Liste. Aktualisieren und erweitern Sie diese Liste.

Die Hürden strukturiert angehen

Eine solche Liste hilft, Hindernisse und Lösungsmöglichkeiten in eine Struktur zu bringen, die ein sinnvolles, schrittweises Handeln ermöglicht.

Sie können keine Hausmauer überspringen! Nicht am Stück. Aber jeden Ziegelstein einzeln, das geht. Also zerlegen Sie die Hausmauer! Wann immer Ihnen etwas schwer fällt:

Es liegt nicht an Ihrem Mut oder Ihren Fähigkeiten! Es liegt an der Aufgabe. Sie ist nicht richtig strukturiert. Atomisieren Sie sie! Schon die Chinesen wussten: Auch eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

Wecke Deine Kraft – mach Dir konstruktive Gedanken

Wie weckt man etwas in sich selbst? Ein wunderbares Instrument dafür sind Einstellungen. Auf gut Deutsch: konstruktive Gedanken. Dazu diese fünf Schritte.

  1. Sie stehen vor einer Aufgabe. Gut.
  2. Was denken Sie darüber?
  3. Und was wäre im Gegensatz dazu eine konstruktive Einstellung? Was wäre eine engagierte Einstellung?
  4. Haben und wissen Sie aber nicht? Sie haben Zweifel, Ängste, Schwächen?
  5. Dann Stehen Sie dazu! Gefühle, die Sie bekämpfen, werden dadurch stärker. Man kann nur ändern, was man akzeptiert.

Also bekämpfen Sie Ihre Zweifel nicht. Machen Sie das Gegenteil:

Zweifel akzeptieren statt bekämpfen

Das ist ein ungewöhnliches Rezept. Für gewöhnlich denken wir bei Selbstzweifeln doch eher: „Stell dich nicht so an! Reiß dich zusammen!“ Dabei fühlen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen inneren Widerstand.

Dieser ist der Grund, warum solche Selbstüberredungsversuche nicht wirklich oft oder gut funktionieren: Sie kosten auf Dauer zu viel Energie, weil sie den Selbstzweifel nicht respektieren, sondern unterbuttern. Unterbuttern kostet Kraft und schwächt gleichzeitig das Selbstwertgefühl.

Beste Behandlung für Selbstzweifel: Pacing (akzeptieren) & Leading (führen). Erst vorbehaltlos akzeptieren und würdigen. Dann behutsam in die richtige Richtung führen.

Wie findet man mit 58 wieder einen Job?

Eine 58-Jährige, die sich nach 24 Jahren Mutterschaft wieder um einen Arbeitsplatz bewarb, konterte den impliziten Vorwurf des Personalchefs mit diesem Rezept: „Stimmt: Ich bin seit einer Ewigkeit raus aus dem Beruf. Und was habe ich in dieser Ewigkeit gemacht?

Ich habe 24 Jahre eine Familie gemanagt und nebenher das halbe Büro meines Mannes. Zeigen Sie mir einen meiner Mitbewerber, der eine ähnliche Qualifikation vorweisen kann!“ Gut gebrüllt, Löwin! Nach dem dritten Vorstellungsgespräch hatte sie einen Job. Kein Wunder, bei dieser Einstellung.

"Das wird nichts!" - "Doch, das wird was!"

Spätestens nach dem dritten gescheiterten Versuch sagen viele: „Das wird nichts! So bin ich halt, ich ändere mich nicht mehr, in meinem Alter, schon meine Eltern hatten damit Probleme, das ist eben eine Frage des Charakters!“

Nach drei gescheiterten Versuchen halten viele das für nackte Fakten. Ich verrate Ihnen etwas: Das sind keine Fakten. Das ist lediglich eine Geschichte, die wir uns erzählen.

Was erzählen wir uns da selbst und was macht es mit uns?

Erzählen Sie über Aufgaben und Probleme niemals Unveränderlichen! Sie chronifizieren damit, d.h. Sie erwarten, dass dieser Zustand so bleiben wird und erreichen damit genau das auch.

Aber natürlich dürfen und sollten Sie Alles Gute, Erfreuliche und Positive als unabänderlich erzählen!

Auch das Positive ist unabänderlich!

Also zum Beispiel nach einem tollen Erfolg: „So bin ich eben! Ich wusste schon immer, dass ich darin gut bin. Das liegt mir im Blut. Das konnte ich schon als Kind.“ Selbst wenn das nicht ganz stimmt: Es macht Sie stark.

Den größten Einfluss auf Wohlbefinden, Zufriedenheit, geistige, seelische und körperliche Gesundheit hat Ihre Fähigkeit, sich selbst zu achten, anzuerkennen, zu loben und freundlich zu behandeln.

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