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Selbstbestimmt & motiviert lernen - 3/5: So geht Lern-Motivation!



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Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
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Bisher ging es in dieser Serie darum, wie selbstbestimmtes Lernen nicht funktioniert. Wie könnte es also gehen? Mitarbeiter bekommen einfach Bücher vor die Nase gesetzt und die Anweisung „So, bring dir selbst bei, was du wissen musst“? Nein, so einfach ist es nicht.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Wie funktioniert Motivation im Gehirn?

Zunächst muss der Mensch einmal motiviert werden, überhaupt etwas an seiner bisherigen Situation ändern bzw. etwas lernen zu wollen.

Und das geht, neurologisch gesehen, so: In unserem Gehirn prüft das limbische System bei allem, was wir tun sollen, ob das verlangte Verhalten eine Belohnung verspricht oder zumindest hilft, Unlust zu vermeiden. Das geschieht auf Grundlagen vergangener Erfolgserlebnisse oder Misserfolge.

Unser Belohnungssystem

Sprich: Wer sich weiterbilden soll, dem muss das aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen attraktiv erscheinen, er muss einen Anreiz, einen positiven, leichten Stress verspüren. Nur dann sind wir bereit, überhaupt loszulegen. Daher darf Lernen nicht zu einfach sein!

Denn im Gehirn steuert das neuromodulatorische System durch die Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter wie Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und Acetylcholin unsere Auf- nahmebereitschaft, unsere Motivation und unser Interesse.

Wir brauchen ein Lernziel

Und das geschieht nur, wenn wir beim Lernen ein Ziel vor Augen haben, das uns als Belohnung erscheint.

Mit der Zeit lernen wir auf diese Weise immer mehr, uns selbst zu belohnen – zum Beispiel indem wir uns selbst immer neue Anreize setzen, die zu neuen Belohnungen führen. Auf diese Weise lernen wir selbstmotiviert weiter.

Druck produziert Versagensangst

Zu starker Druck und Stress führen hingegen zu einem Gefühl der Bedrohung und Versagensangst und hemmen so den Lernerfolg. Denn wir haben dann das Gefühl, dass sich trotz aller Anstrengung keine Belohnung einstellt.

Und alle Eindrücke, die wir mit Angst verbinden, werden im sogenannten Mandelkern abgespeichert, dessen Aufgabe es ist, bei Abruf der gespeicherten negativen Eindrücke auf Kampf oder Flucht vorzubereiten.

Wenn kreatives Lernen unmöglich wird

In dieser Situation ist es dann gar nicht mehr möglich, kreativ mit Wissen umzugehen. Im Gegenteil, in Zukunft werden wir alles tun, um ähnlich stressige Situationen zu vermeiden.

Das perfide: Prüfungsergebnisse, Zertifizierungen und Teilnehmerstimmen, von denen in den letzten Beiträgen dieser Serie die Rede war, haben eines gemeinsam: Sie sagen überhaupt nichts über den Lernerfolg aus. Wirklich!

Die praktische Umsetzung im Job?

Sie garantieren nicht, dass die Weiterbildung auch wirklich gut war. Denn über die praktische Umsetzung im Job, und darin besteht ja schließlich der Lernerfolg, sagen sie nichts. Nur: Darauf kommt es an!

Denn sie sagen in der Regel nur etwas über die Weiterbildung selbst aus – die spätere Umsetzung im Berufsalltag und im Unternehmen wird in die Bewertung so gut wie nie mit einbezogen. Genau das wäre aber wichtig, um den Erfolg einer Weiterbildung wirklich beurteilen zu können.

Die Praxis ist das beste Lernumfeld!

Grund: Am besten lernen kann man eigentlich in seinem gewohnten beruflichen Umfeld oder in einem Umfeld, in dem man sich wohl fühlt. Das hat gleich mehrere Gründe, wie die Forschungsergebnisse der Neurobiologen belegen:

Zunächst lernen wir Menschen tatsächlich viel besser am praktischen Modell, statt Wissen einfach nur in der Theorie vorgekaut zu bekommen.

Die perfekte Lernumgebung

Beim Lernen am Modell muss man Handlungen nicht nur beobachten, sondern auch nachvollziehen, ergänzen und im Bedarfsfall sogar korrigieren.

In einem optimalen Lernumfeld fühlen wir uns dazu motiviert, etwas zu versuchen und bei einem Fehler einen neuen Versuch zu starten.

Lernen macht Glücklich!

Natürliche Neugierde wirkt dabei als optimaler Antrieb: Je häufiger wir dabei die Erfahrung machen, ein Problem selbst zu lösen, desto stärker wächst das Selbstvertrauen.

Denn solange wir auf der Suche nach etwas sind, herrscht in unserem Gehirn eine gewisse Unruhe. Wenn das Problem dann gelöst ist, erwächst aus der Erregung Beruhigung und es entsteht ein Gefühl der Zufriedenheit, weil im Gehirn bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet werden, die Glücksgefühle auslösen.

Lernlust statt Lernfrust

Auf diese Weise bekommt man umso größere Lust, wieder etwas Neues auszuprobieren. Und daher lernen Menschen auch besonders gut, wenn sie den Lernstoff aufgrund ihrer bisherigen beruflichen Erfahrungen selbst bestimmen können.

Denn dann können sie selbst entscheiden, welche neuen Erfahrungen sie interessieren, und können die auf diese Weise gemachten Erfahrungen besonders gut an das bereits vorhandene Wissen anknüpfen und so ihre Verhaltensmuster optimal erweitern.

Eigenverantwortliches Lernen, das möglichst auf unseren bisherigen beruflichen Erfahrungen aufbaut, ist also die beste Form der Weiterbildung.

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  1. Sales(Management)Support

    Führung muss Nutzen vermitteln...

    Ich fand Ihren Beitrag interessant, daher habe ich einen Trackback von ihm zu meinem Blog platziert :-)...

  2. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Serie – Selbstbestimmt lernt sich’s besser: So funktioniert Lern-Motivation!

  3. KompetenzPartner

    Serie – Selbstbestimmt lernt sich’s besser: So funktioniert Lern-Motivation!: Bisher ging es in ...

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