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6 Tipps zum gekonnten Kritisieren: Nörgeln für Profis


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Nörgler & Spielverderber mag keiner. Umgekehrt möchte aber jeder von uns manchmal auch einfach seine kritische Meinung vorbringen. Wie gelingt das, ohne das man selbst zum Spielverderber wird? 6 Tipps.

6 Tipps zum gekonnten Kritisieren: Nörgeln für Profis


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Was sind Spielverderber?

Nörgler und Spielverderber kennt jeder - und keiner möchte etwas mit ihnen zu tun haben. Das sind doch die Leute, die durch ständiges Kritisieren und Nörgeln unangenehm auffallen oder doch zumindest ganz schön nerven können, oder?

Ja und Nein. Oft ist man im ersten Moment geneigt, Kollegen oder auch Menschen in der eigenen Facebook-Timeline als Nörgler abzutun. Wenn man sich dann näher mit dem einen oder anderen Problem beschäftigt, stellt man fest: So unberechtigt ist das Nörgeln vielleicht gar nicht.

Dabei muss man allerdings unterscheiden zwischen Nörglern, die aus purer Lust an der Nörgelei (oder aus Frust?) nörgeln und denjenigen die Ihre Meinung nur kundtun, z.B. weil sie glauben, damit etwas im Unternehmen oder in der Gesellschaft bewegen zu können.

Der Ton macht die Musik

Man kann also aus ganz unterschiedlichen zum "Nörgler" werden - und entscheidend ist dabei nicht nur die eigene Motivation sondern auch wie andere Sie wahrnehmen.

Paradoxerweise entsteht unangenehmes Nörgeln nämlich meist dann, wenn man Angst hat, mit seiner Kritik unangenehm aufzufallen.

Kritik richtig anbringen

Gerade wenn es wichtig scheint, was andere Leute denken, neigt man dazu, seine Kritik deutlich verdruckster zum Ausdruck zu bringen oder nur halbherzig "Ja" zu einer Sache zu sagen, obwohl man eigentlich "Nein" meint. Denn der andere könnte ja ein schlechtes Bild haben!

Weit gefehlt! Studien zeigen: Andere Menschen respektieren gerade Leute, die zu ihren Aussagen stehen - wenn diese fair bleiben und eine gute Begründung für ihre Haltung liefern.

Daher: Rechtzeitig und freundlich Kritik üben ist allemahl besser als immer "Ja" zu sagen oder - noch schlimmer - irgendwann die Geduld zu verlieren und plötzlich mit der Kritik herauszuplatzen.

6 Tipps für besseres Nörgeln

Doch manchmal kann Nörgelei auch Perspektiven aufzeigen, Denkanstöße geben und tatsächlich etwas verbessern. Nur sollten Nörgler ein paar Spielregeln beachten - sonst gelten sie ganz schnell als Spielverderber und fliegen raus:

  1. Nörgeln Sie nicht versteckt. Wenn Sie schon etwas zu kritisieren haben, dann sagen Sie das offen und sachlich, aber ohne beleidigend zu sein. Also nicht sowas wie: "Eigentlich könnten Sie..." - das versteht der andere nicht und ärgert sich dann darüber, was Sie eigentlich wirklich gemeint haben..."
  2. Kommen Sie direkt zum Punkt, vermeiden Sie Small-Talk, denn das wirkt zweideutig und unehrlich.
  3. Reden Sie mit der betreffenden Person unbedingt alleine, damit sich diese nicht vor anderen blosgestellt vorkommt.
  4. Lästern Sie nicht bei anderen - das kommt immer raus und gibt nur böses Blut.
  5. Vermeiden Sie Vorwürfe und Verallgemeinerungen wie "Warum müssen Sie immer nur...", sondern bleiben Sie sachlich.
  6. Signalisieren Sie Ihre guten Absichten. Bieten Sie Ansätze zur Lösung des Problems. Das zeigt ehrliches Interesse an der Person/der Sache und dass Sie weiter gedacht haben.

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  2. Thomas Eggert

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  3. BEGIS GmbH

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  4. Jobcollege

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  5. Karrierebibel

    Und ganz wichtig: Achten Sie darauf, dass sich Lob und Kritik im Verhältnis zum Kollegen mindestens die Waage halten. Besser ist: mehr Lob. Sonst macht der oder die andere irgendwann dicht und nichts geht mehr.

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