Schöne Aktion oder geschickte PR-Kampagne? Der Home-Office-Day in der Schweiz


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Eigentlich eine coole Idee: In der Schweiz fand gestern zum zweiten mal der Home-Office-Day statt. Ziel: Zeigen, dass es Zeit und auch CO2-Emission spart - und damit ein Zeichen setzen gegen Präsentismus und für zufriedenere Mitarbeiter. Gefällt mir persönlich natürlich richtig gut. Nur müsste transparenter sein, wer dahinter steckt!

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Arbeiten von zu Hause - was bringt es?

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Das Arbeiten von zu Hause hat zahlreiche Vorteile: Home Office ermöglicht Mitarbeitenden eine flexible Zeitgestaltung, sie können Zeit sparen und an Lebensqualität gewinnen. Dank weniger Pendlerverkehr wird zudem der CO?-Verbrauch reduziert und die Umwelt geschont. Unternehmen wiederum profitieren von zufriedeneren und produktiveren Mitarbeitenden.

Das kling alles ersteinmal ungemein positiv. Und dennoch muss man wissen: Hinter der an sich coolen Idee steck eine PR-Aktion. Denn dass die Sache gut kling, dasas dachten sich auch Microsoft und Swisscom, die die Sache 2010 Inititiert haben.

Dahinter steckt eine PR-Aktion

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Muss man die Idee daher als coole PR-Aktion verteufeln? Nein. Aber etwas Aufmerksamkeit ist angebracht. Denn auf der offiziellen Website des Home-Office-Day  muss man daher auch leider ein wenig suchen, bis man herausfindet, wer dahinter steckt. Denn das diverse Politiker die Idee unterstützen, lässt die Seite eher wie eine offizielle schweizer Veranstaltung wirken, was sie aber gar nicht ist!

Davon abgesehen ist der Home-Office-Day aber wirklich eine schöne Idee: 40.790 Unternehmen, Mitarbeitende und Selbständigerwerbende haben sich in den letzten Wochen eingetragen und gestern heute zu Hause gearbeitet. Sowohl Arbeitszeit also auch CO2-Reduktion wurde addiert, um ein Zeichen zu setzen. Und das ist dabei herausgekommen:


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908 Tage mehr für die Arbeit im Jahr

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Aufgrund der wegfallenden Pendlerzeiten wurden 908 Tage gewonnen. Diese Zeit wird laut Umfrage hauptsächlich zum Arbeiten eingesetzt, was zu einer deutlichen Stressreduktion beiträgt und gleichzeitig die Lebensqualität erhöht.

Hochgerechnet auf ein Jahr, tragen die Mitarbeitenden, die zu Hause gearbeitet haben, mit einem Tag Home Office pro Woche zu einer CO2-Reduktion von insgesamt 9.198 Tonnen bei. Naja, man kann Sachen natürlich ein wenig schöner aussehen lassen, als sie sind...

Mehrheit arbeitet schon zum Teil im Home Office

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Eine Online-Umfrage zum Thema gab es natürlich auch:  Die Ergebnisse zeigen, dass 67,3% im Durchschnitt einmal pro Woche zu Hause arbeiten. 6,3% nutzen ihr Home Office einmal monatlich und 3,9% zweimal die Woche. 22,5% der befragten Personen hat die Initiative motiviert, zum ersten Mal zu Hause zu arbeiten.

Die Erfahrungen sind durchweg sehr erfreulich. 69,1% der teilnehmenden Personen sind überzeugt, dass sich Home Office positiv auf ihre Lebensqualität auswirke, 30,8% nehmen keine Auswirkungen wahr, und lediglich 0,1% sind der Meinung, dass Home Office mit negativen Auswirkungen verbunden sei.

Gewonnene Zeit sinnvoll für mehr Produktivität nutzen

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Die Zahlen und Fakten sprechen auch durchaus für sich: Die aufgrund der wegfallenden Pendlerwege gewonnene Zeit nutzen 47,2% der Befragten für eine flexiblere Tageseinteilung, 14,3% für Familie, Freunde sowie allgemeine Freizeitaktivitäten und 3,5%, um mehr zu schlafen.

24,9% schätzen, dass sie mehr Zeit für die Arbeit haben, was bei ihnen zu einer Stressreduktion führt, und 10,1% gaben an, die gewonnene Zeit insgesamt für die Arbeit zu nutz.


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Was steckt eigentlich hinter der Initiative?

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Die Initiatoren wollen, so ist der Seite zu entnehmen, vor allem ein Zeichen gegen Präsentismus setzten. Wahrscheinlich steckt dahinter eine Image-Campagne der entsprechenden Unternehme. Oder hofft man auf diese Weise in Zukunft die Kosten für Arbeitsplätze einsparen zu können?

Fragen über Fragen, die sich dann doch zu einer an sich positiven Initiative ergeben. Aber es ist durchaus angebracht, ein wenig kritisch zu sein.

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  1. Robert Kinding

    Was für eine schöne Idee, ich finde Home Office wirklich toll, sollte es viel mehr geben!

  2. Diana Ahle

    Wow, ich würde auch gerne im Home Office arbeiten, aber mein Chef ist dagegen. Wir haben ganz klassische Arbeitszeiten 9 to 5. Blöd!

  3. Tanja Handl

    Auch wenn es sich um eine PR-Aktion handelt, finde ich, dass sie einen wertvollen Beitrag leistet, um der Präsenzkultur das Wasser abzugraben. Schließlich ist für viele Jobs die Anwesenheit im Büro nicht mehr notwendig. Wir befassen uns mit dem Thema Home Office sehr intensiv in unserem Blog und haben u.a. eine Checkliste veröffentlicht, mit der jeder selbst prüfen kann, ob der eigene Job sich auch aus dem Home Office erledigen ließe: http://www.beyond-9to5.de/211/homeoffice-job-home-office-tauglich-arbeit-von-zuhause/

    Tatsächlich lässt sich viel auch von zu Hause aus erledigen - wodurch vor allem Pendler Zeit sparen und die Umwelt schonen können.

  4. Holger Froese

    Sch öne Aktion oder geschickte PR-Kampagne? Der Home-Office-Day in der Schweiz
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