Schlecht Schlafen - was tun um produktiv zu bleiben? 2 Wochen Selbstversuch mit 6 Tipps



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Es gibt berühmte Menschen, die ihre Produktivität dadurch steigern, dass sie wenig schlafen. Aber klappt das überhaupt auf Dauer? Kann man mehr schaffen, wenn man weniger schläft? Ein unfreiwilliger Selbstversuch dank Jetlag.

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Schlafen wie Marissa Mayer?

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Von Ex-Yahoo-Chefin Marissa Mayer und Ex-Google-Mitarbeiterin, heute Mitbegründerin des KI-Unternehmens Lumi Labs, wird erzählt, dass sie nur vier Stunden Schlaf pro Nacht benötigt. Wenn sie aber weniger schläft, wird es durchaus kritisch, einer ihrer früheren Kollegen zitiert wird:

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"I met her once at dinner in New York; she was literally falling asleep in her soup. She said, ‘Normally, I can get by on 4 hours of sleep a night, and I thought I could get by on 3. But I can’t."

4 Stunden Schlaf pro Nacht - reicht das?

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Von diversen deutschen Wissenschaftlern ist überliefert, dass sie nur vier Stunden pro Nacht bzw. nur zwei Stunden pro Woche schliefen und sich mit Tricks wie kaltem Wasser oder einem Holzklotz am Bein gewaltsam wach hielten, um ihr Arbeitspensum zu schaffen.

Ich persönlich halte von solchen Tricks nichts: Wenn ich müde bin, möchte ich schlafen. Das liegt auch daran, dass ich kein guter Schläfer bin: Vor allem wenn ich an einem längerfristigen Projekt sitze, bin ich morgens oft noch vor der Dämmerung wach und habe dann auch den Rest des Tages einen extrem hohen Adrenalinspiegel. Das geht nur für einige Tage gut.

Dauerhaft wenig schlafen im Selbsttest

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Vor einiger Zeit war ich zwei Wochen lang in Westkanada. Das bedeutet 8 Stunden Zeitverschiebung in Alberta bzw. 9 Stunden in British Columbia. Für mich das erste Mal, dass ich einen so langen Zeitraum einer so krassen Zeitverschiebung ausgesetzt war.

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Nach meiner Erfahrung sind für mich 5 oder 6 Stunden gut zu verdauen. Alles, was darüber hinausgeht, wird stressig. Dazu kommt, dass ich nicht zum Urlaub da war; das bedeutet auch tagsüber allerlei Termine. Ergebnis: Ich hatte zwei Wochen lang ein stark reduziertes Schlafpensum von höchstens 4-5 Stunden pro Nacht.

6 Tipps für Produktivität trotz wenig Schlaf

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Was macht das mit dem Körper und der Produktivität? Und wie kann man produktiv sein, obwohl man wenig geschlafen hat? 6 Tipps, die aus meinen Selbst-Beobachtungen hervor gegangen sind.

  1. Probleme mit dem Schlafrhythmus: Es gibt zahlreiche Tipps gegen Schlaflosigkeit. Einer davon: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus. Und genau der wurde mir in Kanada zum Verhängnis. Denn natürlich meldete mein Körper mitten in der Nacht, wenn auch jeden Tag ein wenig später: "Aufstehen".
  2. Bewegung hilft: Sport hilft tatsächlich. Nicht nur vor dem Schlafengehen, sondern auch beim Wieder-Einschlafen. Ich bin also in Banff nachts um 3 Uhr joggen gegangen. Als man mich vor herumstreunenden Pumas warnte, habe ich es allerdings sein lassen.
  3. Schlaflosigkeit macht zunächst produktiver: Was ich anfangs wirklich gut fand, war, dass ich tatsächlich mehr geschafft kriegte. Ich hatte ja nun pro Arbeitstag 4 oder 5 Stunden mehr, in denen ich mich meiner Kommunikation widmen konnte, bevor mein eigentliches Tagewerk in Kanada begann. Nachteil: Es macht natürlich auch deutlich müder.
  4. eMails auf einen Schlag abarbeiten: Wirklich praktisch war, dass ich meine eMails quasi gleich auf einen Schlag durcharbeiten konnte. Wenn ich morgens um 4 oder 5 aufwachte, dann war es ja in Deutschland schon Nachmittag und der erste eMail-Ansturm vorbei. Und alle eMails eines Tages auf einen Schlag zu bekomme, fand ich persönlich deutlich praktischer als tröpfchenweise.
  5. Die Müdigkeit steigt: Trotz erhöhtem Adrenalinspiegel wurde ich logischerweise mit jedem Tag müder. So gegen 4 Uhr nachmittags, also Mitternacht unserer Zeit, fingen mir regelmäßig die Augen an zu tränen. Und es stellte sich eine gewisse Grundmüdigkeit ein.
  6. Stress und Reizbarkeit nehmen zu: Nach einigen Tagen mit Schlafreduzierung fühlte ich mich zudem deutlich reizbarer und anfälliger für Stress. Ich war nervöser als normal. Und ich fing an, mich auf zu Hause und den gewohnten Schlafrhythmus zu freuen.

Wenig Schlafen im Selbsversuch - Fazit:

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So eine radikale Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus ist für mich persönlich der pure Stress. Wenn es sich vermeiden lässt, werde ich das so schnell nicht wieder machen. Natürlich gibt es zahlreiche Tipps gegen einen Jetlag:

Zum Beispiel den, sich umgehend zu zwingen, die Zeit vor Ort mitzuleben. Das hat bei mir leider nur bedingt funktioniert. Frische Luft, Sonne und Bewegung helfen hingegen, den Melatoninspiegel anzupassen. Allerdings: Für die Produktivität hat der Schlafentzug tatsächlich Vorteile. Ob das gesund ist und wie es mit der Produktivität für einen längeren Zeitraum aussieht, steht auf einem anderen Blatt.

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