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Samsung Galaxy im Langzeit-Test -6/6: Mobiles Büro - Fazit nach drei Monaten Test



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Offenlegung & Bildrechte:  Der Mobilfunkprovider o2 Business hat diverse Testgeräte wie das HTC Desire S Smartphone und das Nokia Bookle 3 G unbegrenzt zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt – zusammen mit einer kostenlosen mobilen Internet- bzw. Handyflatrate. Bildrechte bei .

Das Samsung Galaxy i7500 hatte ich drei Monate im Test, zusammen mit einer Daten- und Telefonflatrate von oEs kann alles, was ein Smartphone können soll, mit kleinen baulichen Mängeln. Und lässt sich, entgegen landläufiger Meinung auch offline, ohne Datenflatrate, verwenden.

Samsung Galaxy im Langzeit-Test -6/6: Mobiles Büro - Fazit nach drei Monaten Test mobildes-buero


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil


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Was braucht ein Handy wirklich?

Der Nachteil an Android als Betriebssystem: Es kommt ziemlich nackt daher und man muss für eine performante Benutzung alles nachinstallieren.

Nur die Basics sind bereits vorhanden. Aber eigentlich ist das nicht schlecht so – denn schließlich ist jeder Jeck anders und jedes Smartphone ist in der Benutzungen den Bedürfnissen seines Benutzers angepasst.

Die Office Funktion im Überblick

Daher nun endlich zur für mich wichtigsten Funktion des ganzen Smartphones: Der Nutzung als mobiles Büro. Klar, Kalenderfunktion, Kontakte, E-Mails. Aber ich brauch den kleinen Kerl für mehr: Z.B. zum Lesen von PDFs und zum schreiben von Notizen - Passwortverwaltung & Datentransfer inklusive.

Mein Handy sollte vor allem eines können: Kalender und Kontakte verwalten. Fahr- und Stadtpläne anzeigen, Office Dokumente lesen und bearbeiten, PDFs und Ebooks lesen, Mails abrufen und vielleicht noch ein paar Social Media Anwendungen – und zwar in der Reihenfolge! Das sage ich deshalb so ausdrücklich, weil mich die zahlreichen Social-Media-Anwendungen, wie sie in viele Smartphones schon quasi zwangsweise implementiert sind, kaum interessieren.

Kontakt, Kalender & E-Mails mit Google abgleichen

Die Google-Funktionen sind kein Problem, man muss einfach seinen Benutzernamen und sein Passwort eingeben und schon sind die Kontakte, E-Mails und Termine aus Google auf dem Handy. Der Nachteil: Wer seine sensiblen Daten nicht der Datenkrake anvertrauen will, ist vermutlich aufgeschmissen. Sicherlich gibt es auch irgendeine andere Lösung, um google zu umgehen – die habe ich nur nicht getestet und sie funktioniert vermutlich auch nicht so einfach.

Ich gleiche bereits seit über einem Jahr meine Handy-Daten von Linux und Thunderbird mit Google ab. Denn schon mit meinem alten Windows-Mobile-Handy hatte ich als Linux-User genau hier immer die größten Probleme. Beim Google-Kalender nutze ich das Thunderbird-Addon Lightening und dazu ein spezielle Google-Kalender-Plugin – die Kalendereinträge von meinem Desktop gelangen so automatisch zu Google und in mein Handy. Für das Adressbuch kommt das Thunderbird-Addon Zindus zum Einsatz – und damit lässt sich Thunderbird mit dem Google-Adressbuch ebenso einfach abgleichen. Für die E-Mals nutze ich Imap. Lediglich für die Aufgaben habe ich bislang nichts gefunden, aber die kann man auch gleich in den Kalender eintragen.

Passwörter

Es gibt übrigens noch ein geniales Programm, das mir sehr viel Aufwand spart: Keepass. Das ist mein Passwortsafe, der sowohl auf Linux als auch unter Windows und dem Nokia-Netbook und auch unter Android auf dem Handy funktionert. Das mag der eine oder andere unsicher finden, aber für die Arbeit an unterschiedlichen Geräten ist es für mich unerlässlich, meine Passwörter immer verschlüsselt dabei zu haben – sonst werde ich erfahrungsgemäß wahnsinnig.

Datentransfer Galaxy-PC via FTP

Ich habe ja schon berichtet, wie ich Kontakt- und Kalenderdaten zwischen Handy und PC abgleiche. Doch wie komen die restlichen Daten (Musik, Ebooks usw.) eigentlich aufs Handy? Und, als Journalistin nicht ganz unwichtig: Kann ich mit dem teil Texte schreiben?

Den Datentransfer hinzubekommen, war zugegeben nicht ganz einfach: ich habe ziemlich lange daran herumgeknobelt, wie ich Dateien – Photos, Musik, aber auch Ebooks oder einfach .doc-Dateien mit dem Handy austauschen kann. Die mitgelieferte PC-Software von Samsung ist ja, wie hier schon beschrieben, eine glatte Katastrophe – egal mit welchem der von mir getestetenl Betriebssysteme. Da es mit dem Kabel nicht klappte musste eine andere Lösung her: Übers Internet. Z.B. via FTP.

Wenn man dann weiß, wonach man suchen muss, findet man auch schnell die Lösung: Die kostenlose App SwiFTP macht aus dem Handy einen (auf Wunsch passwortverschlüsselten) FTP-Server. Man überträgt dann einfach die Daten aus dem wirklich einfach zu bediendenen Programm in ein FTP-Programm – und dann kann man ganz einfach Daten rauf- und runterspielen. Allerdings nur mit WLAN-Verbindung fürs Handy – aber die hat ja eigentlich jeder.

PDFs und E-Books lesen

Auf diese Weise kann ich z.B. meine ganze Musiksammlung aufspielen oder auch meine E-Book-Bibliothek. Während ein praktischer MP3-Player bereits integriert ist, brauche ich für letzeres ein extra-Programm. Zwar hat Documents-to-go, das m.E. Beste Office-Programm für Android, mit dem man alle Typen von Office-Dateien (Word, Excel, Powerpoint) lesen und bearbeiten kann; auch ein PDF-Reader ist integriert. Der macht aber mit den PDF-Dateien genau das, was ich schon auf meinem alten Handy gehasst habe: Die PDF-Dateien werden einfach angezeigt, man kann sie zwar auf eine anständige Schriftgröße zoomen, aber dann muss man zum lesen von links nacht rechst scrollen. Zwar gibt es Möglichkeiten, PDF-Dateien am PC in andere, leserliche Formate umzuwandeln – aber machen Sie das mal bei 3 GB an E-Books.

Das App BeamReader löst dieses Problem: Mit der Option TextView kann man sich einfach nur das Schriftbild der Datei anzeigen lassen – und das PDF wird zum praktischen E-Book, die Zeilen werden egal bei welcher Schriftgröße auf der rechten Seite umgebrochen und man kann das PDF lesen wie ein E-Book. Danach habe ich ziemlich lange gesucht.

Schreiben auf dem Galaxy

Was ich anfangs sehr schwierig finde, ist das Tippen auf dem Handy: Auch im Querformat mit drehbarem Display finde ich die Tasten zu klein, ich tippe immer die falschen Buchstaben und bin längst nicht so flott wie auf meinem alten Qtek 9090 mit größerem Bildschirm. Daran ändern auch die Software BetterKeyboard und alle echte Tastaturen simulierenden Druckpunkte nichts.

Nervig auch, dass man häufig benötigte Sonderzeichen erst langwierig durch längeren Druck bestimmter Tasten erzeugen muss. Meiner Meinung nach wäre auf der Sonderzeichentastur auch Platz dafür gewesen: schließlich braucht man Umlaute und vor allem ß ziemlich oft, Zeichen wie ¢ aber eher selten. Praktisch hingegen die Autovervollständigigung: Die Wörter werden zwischen Tastatur und Textfeld angezeigt und nicht etwa automatisch im Textfeld selbst. Dabei werden mehrere Auswahloptionen angeboten.

Word auf Android: Leicht nervig!

Ausgesprochen merkwürdig finde ich den Umstand, dass der Mauszeiger in Word-Dokumenten wieder zum Beginn des Dokuments springt, wenn ich das Gerät drehe. Das mag an Officetogo liegen, nervig ist es allemal. Wenn man also wie ich unterwegs an längeren Blogbeiträgen schreibt, tut man gut daran, die Ausrichtung nicht während des Schreibens zu ändern. Das ist allerdings dann unpraktisch, wenn man zwischendurch mal seinen Sitzplatz ändert - z.B. beim Umsteigen von einem Bus in den anderen. Dann muss man jedes mal die Stelle im Text neu suchen.

Das Keyboard, an das ich mich nur langsam mit einem guten Tag an Übung gewöhne (beim Zugfahren, wann sonst hat man so viel Zeit), ist auch der Grund, warum ich das Handy bislang noch längst nicht so als Kommunikationsmittel benutzt habe, wie es eigentlich gedacht ist: Zwar sind Facebook Touch und AndTweet (es gibt auch reihenweise andere Programme für Social-Media-Anwendungen) schön gemacht, aber selbst kurze Nachrichten zu tippen ist für mich nach wie vor ein ziemlicher Murcks. Kürzlich erhielt ich eine E-Mail: Ich habe glatt eine halbe Stunde gebraucht, einige Zeilen zurückzuformulieren und diese dann zurückzuschicken, was schließlich auch an der mal wieder fehlenden Internet-Verbindung scheiterte.

Fazit Office-Funktionen

Für die Grundfunktionen ist das SamsungGalaxy ein wirklich nettes, gut zu bediendes Handy mit leichten Baufehlern. Die Schreib- und Kommunikationsfunktionen könnten für meinen Geschmack noch etwas praktikabler sein, vermutlich ist das aber auch nur eine Frage der Gewöhnung an das kleine Display neuerer Smartphones.

Bei der Textverarbeitung fällt negativ auf, dass der Cursor bei Drehen des Displays (und das passiert schneller als einem lieb sein kann) auf den Anfang des Textes zurückspringt, das erschwert das schnelle Tippen von Texten unterwegs ungemein.

Fazit Bauweise

Das Gerät ist immerhin stabil, es hat mehrere Stürze überlebt. Ein Nachteil ist, dass der Akkudeckel bei zwei Testhandys von Anfang an nicht saß – ein Handy, das mit Tesafilm fixiert werden muss, sieht einfach weniger stylisch aus.

Fazit Betriebssystem

Begeistert bin ich vom Betriebsystem Android, dem einfachen Datenabgleich mit Google und den vielen schnell zu bediendenen Apps. Vor allem MapDroid könnte eine geniale, kostenlose Offline-Navigationslösung sein – wenn es nur eine Suchfunktion gäbe.

Sieht man davon ab, dass Android 1.5 mittlerweile ein etwas veraltetes System ist, was mich bislang aber nicht gestört hat, stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis des SamsungGalaxy wirklich.

Fazit Datenverbindung

Geschmälert wird das ganze Vergnügen durch die UMTS-Verbindung von o2, die bei mir in entscheidenden Momenten einfach nicht funktioniert hat.

Zuletzt übrigens auch nicht, als ich mich während der Webinale im Maritim-Hotel in Berlin-Mitte aufhielt: Nur mit Mühe und Not kam eine Internet-Verbindung zustande.

Fazit Speicher

Genial ist die Größe des Speicher: Bei Arbeitsspeicher kann man Problemlos und ohne zu Haken auch mehrseitige Texte schreiben und dabei Musik hören. Alles andere als normal ist die 8GB große interne SD-Karte: Das fast doppelt so teurere Palmpre hat keinen so komfortabelen mitgelieferten Speicher an Board.

Nur rausnehmen kann man die interne SD-Karte nicht, was den Datenaustausch via FTP erforderlich macht. Wer Lust hat, kann noch eine eigene SD-Karte bis 32 GB nachrüsten.

Gesamt-Fazit

Trotz Mängel aufgrund es Preis-Leistungs-Verhältnisses ein empfehlenswertes Handy!

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  1. Simone Janson

    Schön ist auch, wenn man z.B. in Flensburg ist - und hopp ist man ganz schnell in Dänemark... mit dem Handy...
    Wobei ich in Frankfurt z.B. letzten Winter keine Probleme mit o2 hatte, mein Kollege mit dem Iphone hingegen schon... Alles nicht das Wahre...

    Und dabei hatte ich mal gelesen, die wollten Berlin Flächendeckend mit Wlan ausstatten, scheint aber wohl nicht zu klappen, wie mir kürzlich wer erzählte... seufz... Mehr Hotspots wären einfach geil...

  2. Jens Twiehaus

    Ja, O2 und die mobile Internetverbindung... Ich habe mich auch schon einige Male geaergert. Da sitzt man in Berlin-Mitte und sobald man in einem geschlossenen Raum ist geht nix mehr. Und der Nachbar mit T-Mobile hat keine Probleme. Hab aber leider noch 1,5 Jahre Vertrag...

  3. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Samsung Galaxy im Langzeit-Test: Mein Fazit nach drei Monaten Test

  4. KompetenzPartner

    Samsung Galaxy im Langzeit-Test: Mein Fazit nach drei Monaten Test: Das Samsung Galaxy i7500 hatte ...

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