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Richtig Scheitern zur Bundestagswahl: 5 Tipps was Manager von Politikern lernen können


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Am Sonntag ist wieder Bundestagswahl. Und wie bei jedem Mal wird es Sieger und Verlierer geben, die ihre Koffer packen müssen. Als Politiker ist man eben nur eine begrenzte Zeit im Amt. Genau deswegen können Manager viel von Ihnen lernen. koffer


Hier schreibt für Sie:

 

HupprichClaudia Hupprich ist Managementberaterin für DAX-Unternehmen & mittelständische Unternehmen.

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5 Tipps was Manager von Politikern lernen können

Man hört nach einer Wahl oft „nach der Wahl ist vor der Wahl“ oder „wir blicken jetzt nach vorne“. Klar gibt es bei jeder Wahl Gewinner, vielleicht sogar mehr, als man das als Wähler glauben mag. Schließlich haben wir alle schon genug „Elefantenrunden“ am Wahlabend gesehen, an denen die Politiker verschiedenster Parteien sich als Gewinner bezeichneten und man am Bildschirm erstaunt dachte: „Wie bitte?“

Irgendwann stellt sich dann aber doch Ernüchterung ein. Denn bei einer Wahl gibt es eben nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer. Der Große Verlierer hieß bei der letzten Bundestagswahl FDP, die leider ihre Koffer packen und aus dem Bundestag ausziehen muss. Das ist schließlich der Grundgedanke einer Wahl. Schön für den Gewinner und Pech für den Verlierer.

1. Niederlage als Hinnehmbares Risiko

Der unterlegene Kandidat könnte jetzt stillschweigend die politische Bühne verlassen, aus der persönlichen Niederlage Konsequenzen ziehen und der Politik den Rücken kehren.

Das machen jedoch die wenigsten, denn die jeweiligen Kandidaten haben eine Vision, ein Ziel, einen Plan und diese verfolgen Sie mit Überzeugung. So kommt es, dass Politiker oft nach dem Motto „hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen“ agieren. Eine mögliche Niederlage wird damit zu einem hinnehmbaren Risiko.

2. Management: Nicht alles ist planbar

Und hier kommt der Brückenschlag zum Management, denn auch dort ist nicht jede Vision, jedes Ziel, jeder Plan in der Umsetzung später erfolgreich. Manchmal sind die Risiken des jeweiligen Handelns gar nicht vollständig absehbar.

Dann zählt der Mut in die eigenen Fähigkeiten und in den konstruktiven Umgang mit einem möglichen Scheitern. Dann gehören Fehler, Irrtümer und Niederlagen sowie der jeweilige Umgang mit den Konsequenzen dazu.

3. Die Welt außerhalb der eigenen Komfortzone entdecken

Wer umgekehrt jedoch Niederlagen und die damit verbundene Möglichkeit des eigenen Scheiterns konsequent ausschließt, bremst sich selbst aus und etabliert eine Fehlervermeidungsstrategie, die das Betreten von Neuland nahezu unmöglich macht.

Nur wer die Möglichkeit des eigenen Scheiterns realistisch in Betracht zieht, kann auf zu neuen Ufern aufbrechen und die Welt außerhalb der eigenen Komfortzone entdecken. Und das geht manchmal gut und manchmal eben nicht. Die Frage ist daher nicht, ob ein mögliches Scheitern vermieden werden sollte indem man erst gar nicht beginnt, sondern vielmehr wie man mit einem möglichen Scheitern umgeht.

4. Scheitern muss nicht negativ sein

Denn Scheitern wird von den meisten Menschen als sehr negativ erlebt. Der Schlüssel zu einem sinnvollen Umgang mit einer persönlichen Niederlage liegt darin, sich der eigenen, negativen Emotionen bewusst zu werden. Dies bedingt einen Blick zurück, das bewusste Wahrnehmen und Ausbalancieren der aktuellen Situation sowie ein offener Blick für die Zukunft.

  • Was gibt es aus der Niederlage zu lernen, welche Aspekte führten zum Scheitern?
  • Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um wieder zu einer inneren Stabilität zu gelangen?
  • Was sind sinnvolle nächste Ziele und Schritte?

5. Was Manager sich besser nicht abschauen sollten

Die Möglichkeit des Scheiterns anzunehmen sowie mit einem tatsächlichen Scheitern sinnvoll umzugehen, bedeutet seinen persönlichen Handlungsspielraum auch einmal jenseits der eigenen Komfortzone zu erweitern. Und dies gilt für die Politik wie für das Management gleichermaßen.

Wie ein Beitrag, den wir kommende Woche bringen werden, zeigen wird, ist diese Fähigkeit bei vielen Politikern leider nicht unbedingt gegeben. In diesem Fall können Manager leider nichts von Politkern lernen. Schade um die verschenkt Chance.

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Meistdiskutiert letzter Monat:

  1. Denis Mourlane

    Hallo! Vielen Dank für den Hinweis auf meinen Beitrag. Mir ist dazu ein Zitat des besten Basketballers aller Zeiten (Jordan) eingefallen:

    „I’ve missed more than 9000 shots in my career. I’ve lost almost 300 games. 26 times, I’ve been trusted to take the game winning shot and missed. I’ve failed over and over and over again in my life. And that is why I succeed.“

    Steckt viel Wahrheit drin. Allerdings glaube ich auch, dass es immer einfacher ist so etwas rückblickend zu schreiben, wenn man also bereits erfolgreich ist. Wenn jemand z.B. seit 2 Jahren arbeitslos ist obwohl er 200 Bewerbungen geschrieben hat, ist es deutlich schwieriger dies so wie Jordan zu sehen ;-)!

    Ja, man sollte seine Komfortzone verlassen und das Scheitern auch ganz bewusst in Kauf nehmen und als „Quelle des Lernens“ sehen. Manchmal muss man aber auch auf der Basis einer guten Analyse aufgeben. Sonst verschwendet man seine Ressourcen. Zum Beispiel, wenn wir erkennen, dass wir für etwas einfach kein Talent haben (z.B. Basketball spielen ;-), unsere wirklichen Stärken also woanders liegen. Dies können wir aber häufig nicht durch „denken“ ergründen. Wir müssen es ausprobieren und eben ggf. Scheitern. Also: seid mutig :-)!

    • Simone Janson

      Danke für den tollen Kommentar. Das Thema scheitern finde ich auch sehr wichtig. Allerdings ist die Kultur des Scheiterns in Deutschland einfach sehr schlecht ausgeprägt. Beispiel Existenzgründung: Viele lassen es lieber gleich, weil Sie Angst vor dem Scheitern haben. Siehe hierzu meine immer noch gültige Artikelserie „Besser Scheitern“:

      • Denis Mourlane

        Liebe Frau Janson,

        ja, da haben Sie wohl Recht. Vielleicht liegt es aber auch zum Teil daran, dass sich der Gescheiterte nicht gut verkauft. Statt irgendeine Geschichte zu erfinden, um möglichst gut weg zu kommen, könnte dieser ja auch, z.B. in einem Vorstellungsgespräch, (sich seiner) selbst bewusst erläutern, was sein Anteil am Scheitern war, was er über und für sich daraus gelernt hat und welche Fehler er nicht noch einmal machen würde. Dies beeindruckt mich immer am meisten, wenn ich Bewerber interviewe. Ich habe dies auch einmal selbst als Bewerber gemacht, die Stelle bekommen und damit einen der wichtigsten Grundsteine für meine spätere berufliche Laufbahn gelegt :-)!

        Beste Grüße!

        Denis Mourlane

        • Simone Janson

          Hallo Herr Mourlane,
          das ist eine tolle Geschichte, das würde ich glatt mal als Bewerbungstipp aufnehmen. Oder haben Sie dazu noch mehr, das Sie erzählen können?

          Was die Angst vor dem Scheitern angeht: Bei Existenzgründern ist die auch im Deutschen Insolvenzrecht und der damit verbundenen Stigmatisierung verbunden. Es gibt sogar einen Verein der anonymen Insolvenzler.

  2. Jobcollege

    Richtig Scheitern zur Bundestagswahl: 5 Tipps was Manager von Politikern lernen können von Claudia Hupprich… (Beitrag via Twitter) PKam39slt5

  3. Thomas Eggert
    Thomas Eggert

    Richtig Scheitern zur Bundestagswahl: 5 Tipps was Manager von Politikern lernen können von
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    (Beitrag via Twitter) AwcO61XM0x

  4. BEGIS GmbH

    Richtig Scheitern zur Bundestagswahl: 5 Tipps was Manager von Politikern lernen können von
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  5. Adzuna Deutschland (adzunaDE)

    Was #Manager von Politikern lernen können – oder nicht: Gekonnt scheitern

  6. Katharina Daniels

    Reinhold Messner hat mal gesagt, ganz frei zitiert: „Nicht aus meinen Erfolgen habe ich gelernt sondern aus meinen Misserfolgen“

  7. Simone Janson (SimoneJanson)

    Was Manager von Politkern lernen können – oder nicht: Gekonnt scheitern

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