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Richtig gut & motiviert entscheiden – Teil 6: So laufen Entscheidunsprozesse ab



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Im vorherigen Beitrag ging es um die Entwicklung unseres Gehirns. Aber wie beeinflusst nun unser Gehirn Entscheidungsprozesse? Und wie laufen diese genau ab?fehlentscheidung


Hier schreibt für Sie:

 

94Winfried Neun ist Innovationsberater, Betriebswirt & Psychologe.

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Die Zweiteilung unseres Gehirn

Diese Zweiteilung unseres Gehirns wurde 1978 von Roger Sperry in den USA entdeckt und war der erste Schritt in Richtung einer Zuordnung von Funktionen in unserem Gehirn.

Darüber hinaus wurde dabei auch festgestellt, dass bei einer Trennung des Mittelstegs bei einigen Epilepsiekranken eine spürbare Milderung der Symptome eintrat.

Wie sieht „Operationalisierung“ aus?

Im Rahmen eines Trainings bitte ich hin und wieder die Teilnehmer den Begriff „Operationalisierung“ zu zeichnen, das heißt auf einem Flipchart grafisch darzustellen mit dem Erfolg, dass bis heute nach 20 Jahren kein Teilnehmer dies je geschafft hat.

Anders sieht es bei dem Begriff „Baum“ aus. Hier zeichnen die Teilnehmer sehr schnell ein mehr oder weniger anschauliches Bild auf dem Flipchart.

Es kommt auf den Erfahrungsspeicher an

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen? Der Begriff „Baum“ wird auf der linken Seite unseres Gehirns über das Sprachzentrum aufgenommen und direkt an die rechte Gehirnhälfte über den besagten Mittelsteg gesendet.

Dort findet die rechte Hälfte sehr schnell ein „Erfahrungsbild“ in seinem Erfahrungsspeicher –auch Extensionsspeicher genannt, weil so überdimensional groß.

Wenn das Bild im Kopf fehlt

Im Fall des Begriffes „Operationalisierung“ läuft der Vorgang zwar gleich ab, aber die rechte Gehirnhälfte kann diesen Begriff nicht visualisieren. Es fehlt ein einfaches, klares Bild im Kopf, da es sich bei diesem Wort um einen abstrakten Begriff handelt.

Wie Sie sehen, muss unser Gehirn stets die gehörten Worte in Bilder umsetzen, denn Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte.

Der Mensch ist ein Augentier

Wir sind „Augentiere“, das heißt, wir speichern fast alles in Form von Bildern ab.

Werden uns diese Bilder nicht geliefert, weil zum Beispiel ein Redner zu viele Fremdworte oder abstrakte Begriffe verwendet, dann fühlen wir uns gelangweilt oder gar überfordert.

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