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Richtig gut & motiviert entscheiden – 6/6: Der logische vs. konservative Entscheider



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Unter logischem Denken ist lässt sich sehr viel verstehen. Die IQ-Tests sind hierbei jedoch kein Maßstab für die Ausprägung. Die Ausprägung liegt mehr in der Art und Weise, wie Fragestellungen und Aufgaben gelöst werden. Denn diese Fähigkeiten determinieren die Entscheidungsfähigkeit.

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Hier schreibt für Sie: Winfried Neun ist Innovationsberater, Betriebswirt & Psychologe. Profil

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Fakten, Fakten, Fakten

Beim Faktencheck zeigt die logische Dominanz einige signifikante Eigenheiten. Denn Zahlen, Daten und Fakten haben eine große Bedeutung für diese Prägung. Dabei werden alle gestellten Aufgaben, Anfragen oder Problemstellungen erst nach präziser Prüfung der Akten-/Sachlage bearbeitet oder entschieden.

Unreflektierte oder gar emotionale Entscheidungen sind dieser Dominanz eher fremd. Die Präzision des Denkens zeigt sich auch in der Präzision der Sprache. Oberflächlichkeit, Ungenauigkeiten oder gar Vermutungen werden nicht akzeptiert.

Typische Sprachsignale des logischen Entscheiders

Dies zeigt sich auch im Sprachgebrauch:

  • Bleiben Sie doch bitte realistisch
  • Fakt ist
  • Kommen wir auf den Punkt
  • auf dem Boden der Tatsachen
  • Bitte geben Sie mir technische Details oder Fakten

Die Probleme können nicht komplex genug sein

Der Logiker will alles genau wissen, analysiert alles exakt und durchdenkt alles bis ins Detail. So sind auch Tätigkeiten, die sich mit Analysen, Formeln oder logischen Fragestellungen beschäftigen, besonders motivierend.

Dabei können die Probleme oder Fragestellungen nicht kompliziert genug und die Herausforderung der Datenanalyse besonders hoch sein. Wissenschaftliches Arbeiten oder Rechtskunde sind daher zwei Beispiele für die bevorzugten Berufsgruppen.

Logische Analyse, aber Gefahr des Detailverlusts

Gerade in Führungspositionen garantiert diese Prägung, dass die notwendigen Fakten detailliert analysiert und bewertet werden. Fehlentscheidungen sind dabei bezüglich der Faktenlage eher unwahrscheinlich.

Zu oft werden jedoch zu viele Zahlen, Daten und Fakten angehäuft, sodass die zu treffende Entscheidung eher in den Hintergrund rückt und der Logiker sich in seiner FaktenWelt zu verlieren droht.

Teamarbeit schafft Abhilfe

Auch hier gilt, wie bei den vorherigen Dominanzen, dass ein intelligentes Einbetten in ein Team Abhilfe schaffen kann.

Wenn nicht die zweite Dominanz selbst bei diesem Menschen für eine Regulierung sorgt, dann sollte in Besetzung von Gremien, Ausschüssen oder Führungsetagen auf einen entsprechenden Ausgleich gesorgt werden.

Im Vergleich: Konservative Entscheider als Garant für erfolgreiche Umsetzungen

Was unterscheidet den Logischen Entscheider nun vom konservativen Entscheider? Alle Tätigkeiten, die sich Details widmen, Planungen benötigen oder eine geordnete Umsetzung darstellen, motivieren so dominierte Menschen sehr.

Damit ist der Wertkonservative ein wichtiger Garant für eine konsequente und erfolgreiche Umsetzung von geplanten Veränderungen. Da er aber sehr strukturiert und oft hinterfragend tätig ist, wird er gerade von zukunftsorientierten Vorgesetzten oder politischen Freunden eher als Bremse empfunden – das ist ein Fehler.

Konservative Entscheider haben eine wichtige Kontrollfunktion

Nur wenn es gelingt, gerade den Wertkonservativen von einer Idee oder Veränderung zu begeistern, dann zeigt sich, dass diese Dominanz sicherstellt, dass wir wirklich das richtige tun und nicht nur darüber reden.

Als Teammitglied oder als Mitglied von Ausschüssen hat somit diese prägende Dominanz eine wichtige Steuerungs- und Umsetzungsfunktion. In Führungsfunktionen neigt der Wertkonservative zum Aussitzen von Entscheidungen.

Zögern & Zaudern führen zu verspäteten Entscheidungen

Das Zögern und Zaudern führt oft dazu, dass Entscheidungen gar nicht oder zu spät getroffen werden. Somit ist es wichtig, dass diese Dominanz in Projekten oder im politischen sowie unternehmerischen Alltag mit Menschen anderer Dominanzen kombiniert wird.

Die Teamarbeit schafft hier den nötigen Ausgleich und sorgt dafür, dass notwendige Entscheidungen an anderer Stelle getroffen werden und die Umsetzung dann sicher und kontinuierlich erfolgt.

Fazit: Unsere Individualität beginnt im Gehirn

„Jeder Mensch hat Denk- und Verhaltensweisen, die für ihn typisch sind und die er bevorzugt. Sie sind Ausdruck seiner Einmaligkeit und Voraussetzung für Autonomie und persönliche Kompetenz“, so Ned Herrmann.

Wir Menschen entwickeln also im Verlauf unserer Entwicklung einzelne Fähigkeiten, die nur uns zueigen sind und ein Ausdruck unserer Individualität. Hierbei haben sich einige Fähigkeiten als besonders nützlich erwiesen. Andere wiederum haben wir verworfen, weil sie uns nicht den Erfolg gebracht haben, den wir uns erhofft hatten.

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