Richtig Entscheiden lernen - Teil 2: Vorsicht vor Blitz-Entscheidungen



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Führungskräfte, die schnelle Entscheidungen treffen, werden häufig als Macher und entscheidungsstark wahrgenommen. Der Preis dafür ist jedoch hoch: Den Entscheidungen fehlt es an Gründlichkeit und das Risiko für Fehlentscheidungen wächst. Richtig Entscheiden lernen - Teil 2: Vorsicht vor Blitz-Entscheidungen schnell-entscheiden


Hier schreibt für Sie: Nadja Raslan ist Geschäftsführerin von RaslanTraining – Systemische Personal Entwicklung. Profil


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Besser überlegen als Blitz-Entscheiden

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Beispiel: Der Macher

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Ludwig Reiser war unwohl zumute, als er seinem Chef unmittelbar zusagte, den neuen Bereich aufzubauen. Schließlich war er mit seiner bestehenden Aufgabe vollauf beschäftigt und Freizeit hatte er auch kaum. Andererseits war er bekannt dafür, zuzupacken und auch schwierige Aufgaben zu lösen. Diesen Ruf wollte er nicht gefährden, indem er dem Chef eine Absage erteilt.

Tatsache ist: Blitz-Entscheidungen mögen tatkräftig wirken. Doch nach einer ruhigen und gründlichen Auseinandersetzung mit dem Problem ergeben sich häufig neue Einsichten und kreative Wege, das Problem zu lösen.

Reine Gefühlsentscheidungen

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TIPP Verwechseln Sie Blitzentscheidungen nicht mit Entscheidungsstärke. Wenn Sie zu schnellen Entscheidungen neigen, dann nehmen Sie sich bewusst zurück. Setzen Sie sich mit der Situation in Ruhe auseinander. Neue Aspekte und weitere Entscheidungsoptionen führen immer zu besseren Entscheidungen. Auch wenn am Ende die erste Impulsentscheidung gewählt wird.

Beispiel: Der Gefühlsmensch

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Das Kundenmeeting beendete er direkt mit einer Zusage der gewünschten IT-Leistungen. Samuel Lehner hatte ein gutes Gefühl: Der Neukunde war zufrieden und seine Kollegen würden das schon hinbekommen, wenn sie sich nur anstrengten. Die Technikkollegen fielen aus allen Wolken, als sie erfuhren, welche Leistungen die Spezifikationen des Kunden umfassten: »Dafür haben wir weder das Know-how noch die nötigen Mitarbeiter.«

Nicht gegen das Gefühl entscheiden

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Gegen unser Gefühl zu entscheiden ist sicher unklug. Als unbewusstes Navigationssystem schützt es uns vor Untiefen und schweren Fehlern. Es ist dabei deutlich schneller als unser Verstand und irrt weit seltener. Andererseits reicht für die richtigen Entscheidungen ein gutes Gefühl alleine nicht aus. Der große Nachteil an gefühlsmäßigen Entscheidungen: Wir können sie nicht überprüfen und verbessern! Oder wie sagte schon Immanuel Kant:

»Die Notwendigkeit zu entscheiden reicht weiter als die Möglichkeit zu erkennen.«

TIPP Achten Sie bei wichtigen Entscheidungen immer auch auf Ihr Gefühl. Es unterstützt Sie, in kritischen Situationen zu schnellen Entscheidungen zu kommen. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Gefühlsentscheidungen analytisch zu prüfen: Welche Argumente sprechen für und gegen die Entscheidung? Welche Risiken und Chancen sind mit der Entscheidung verbunden? Welche Alternativen bleiben unberücksichtigt?


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