Reslienz fördern durch gesund Essen: 12 Tipps zur Basischen Ernährung gegen Stress


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Resilienz und Anti-Stress-Programme und gesunder Schlaf sind in aller Munde, doch die Rolle der  Ernährung wird dabei oft vernachlässigt. Dabei kann die richtige Ernährung viel helfen.

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Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

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Basische Ernährung – Sinn und Unsinn

Vor einiger Zeit begann ich mich aus gesundheitlichen Gründen mit basischer Ernährung zu beschäftigen und konnte so das eine oder andere gesundheitliche Problem lösen. Seitdem mir die positive Wirkung so deutlich bewusst geworden ist, interessiere ich mich stark für das Thema.

Die richtige Ernährung  ist ja immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen. Da wird auch sicher viel falsches Versprochen, z.B. Essen das besonders intelligent macht, was man so pauschal und populistisch gar nicht sagen kann. Allerdings kann man zwei Dinge feststellen: Unsere Ernährung bestimmt zu einem guten Teil, wie fit und wie produktiv wir arbeiten. Und: Jeder Mensch ist anders und reagiert anders auf bestimmte Lebensmittel. Es kommt also immer auch auf die Umstände an.

Gesunde Ernährung bei der Büroarbeit

Traditionell gilt bei einem Bürojob: Regelmäßig und täglich, aber jeweils nicht zu viel essen. Zu viel und zu deftiges Essen macht schläfrig. Ärzte empfehlen höchstens zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag – eine vollwertige Hauptmahlzeit und zwei kleinere Mahlzeiten. Als gesunder Snack zwischendurch eignen sich Früchte und Gemüse mit viel Vitamin B.

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Soweit, so gut, aber leider wird das Thema Ernährung auch oft auf Abnehmen und Kalorienverbrauch reduziert. Klar, wer nicht zunehmen will, muss die Energiebilanz beachten: Und um dieses Ziel zu erreichen, muss man aber den persönlichen, täglichen Energiebedarf kennen. Und die Differenz zwischen dem eigenen Energiezufuhr und Energieverbrauch. Für eine gute, gesunde Ernährung ist eine ausgeglichene Energiebilanz von entscheidender Bedeutung. Aber das Thema Ernährung ist leider komplexer.

Die Tücke mit den Gesundheitsmythen

Beispiel Olivenöl: Es gilt traditionell als Satt- und Schönmacher. In der Regel werden statt tierischer Fette vermehrt pflanzliche Fette empfohlen. Die Ölsäure im Olivenöl wird von den Zellen des Dünndarms zu Oleyl Ethanolamid (OEA) verarbeitet, einem Hormon, das ein Sättigungsgefühl erzeugt. Auf diese Weise wird der Appetit gezügelt und mögliche Heisshungerattacken erfolgreich abgewendet.

Daher gibt es Empfehlungen wie jeden Tag einen Löffel Olivenöl zu sich nehmen. Das große Aber folgt sogleich: Wir sprechen bei solchen Empfehlungen in der Regel von kaltgepresstem Olivenöl “nativ extra”, weil dieses die meisten Vitalstoffe enthält. Preiswerte Olivenöle aus dem Supermarkt sind damit nicht gemeint, das zeigen auch Tests der Stiftung Warentest.

Gesunde Ernährung: Es kommt immer auf die Qualität an

Wie beim Olivenöl ist es auch mit anderen Lebensmitteln: Es kommt immer auf die Qualität und die Verarbeitung an. Die Dosis mach sozusagen das Gift. Mir hat es z.B. geholfen, den Säure-Basen-Haushalt bei der Ernährunung stärker zu berücksichtigen. Denn es gibt basische Lebensmittel und Säurebildner. Säurebildner sind all jene Nahrungsmittel, die während des Verdauungsprozesses vom Stoffwechsel zu Säuren umgebaut werden.

Diese Säuren werden im Normalfall wieder ausgeschieden. Wenn die tägliche Säurezufuhr dauerhaft zu hoch ist, dann entsteht eine Säurelast – Säuren werden im Körper, meist im Bindegewebe zwischengelagert und können zu gesundheitlichen Störungen führen: Von Verdauungsbeschwerden über Allergien und Infektanfälligkeit bis hin zu hormonellen Störungen und sogar Gelenkproblemen – das zeigen auch meine ganz persönlichen Erfahrungen. Kein Wunder also, dass die Reduktion von Säuren nicht nur körperliche Probleme verringert, sondern auch für einen klaren Kopf sorgt und ausgeglichener, stressfreier und somit resilienter macht.

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Gut und gesund Essen unterwegs

Es gibt bei der Sache jedoch ein Problem: Was zu Hause gut geht, kann auf Reisen durchaus sehr problematisch werden: Es gibt kaum Restaurants, in denen man einfach nur gekochtes Gemüse ohne Fleisch bestellen kann, von ausgefallenere Kreationen z.B. mit Buchzweizen oder gekochtem Dinkel ganz zu schweigen.

Umso überraschter war ich, dass das Hotel Sommer in Füssen nicht nur Basenfasten anbietet, sondern fest als Bestandteil in seinen Speiseplan integriert hat. Hotelchef Wolfgang Sommer begann sich mit der Methode ursprünglich zu beschäftigen, weil er als begeisterter Sportler an Gewicht verlieren wollte. Und war von den langfristigen gesundheitlichen Folgen mehr als begeistert:

“Obwohl ich mehr gegessen habe als empfohlen, habe ich durch Basenfasten 3 Kg Körpergewicht abgenommen und dannach dieses Gewicht auch gehalten. Mein Ernährungsbewusstsein hat sich nachhaltig verändert.”

Basenfasten nach einer speziellen Methode

Dabei folgt Sommer in seinem Hotel der von Sabine Wacker entwickelte Methode des Basenfastens mit Obst und Gemüse. Man darf essen, bis man satt wird, aber eben nur Obst und Gemüse. Während der basenfasten Kur kommen nur Basen bildende Lebensmittel – im wesentlichen frisches Obst, Salate, frische Kräuter, Keimlinge und Gemüsegerichte auf den Tisch. Die den Stoffwechsel – und auch die Hüften – belastenden Säurebildner wie Fleisch, Wurstwaren, Milchprodukte, Brot, Nudeln, Reis, Süßigkeiten, Limos und Alkohol sind während basenfasten tabu. Da sind wir wieder beim Abnehmen, das beim Basenfasten ganz automatisch passieren soll.

Basenfasten ist auch für Vegetarier oder Veganer sinnvoll, denn auch diese können übersäuert sein, schließlich sind nicht nur die tierischen Produkte Säurebildner. Wichtig ist, allerdings, dass basenfasten immer nur für eine begrenzte Zeit – einige Tage, eine oder auch mehr Wochen durchgeführt wird. Eine Darmreinigung hilft außerdem bei der Entsäurung des Körpers und verringert so die Säurelast der Niere.

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Gesund Essen mit Genuss

Aber: Basenfasten bedeutet, nicht zu verzichten. Man soll und darf genießen! Allerdings erfordert die Menge an herkömmlichen Lebensmitteln, die weggelassen werden müssen, einiges an Kreativität und Umstellung, um wieder genussvoll zu kochen. Nach der basenfasten Kur sollte die Ernährung auf „basenreich“ umgestellt werden: täglich Obst UND Salat UND Gemüse, während Säurebildner nur sparsam eingesetzt werden. Auch Kaffee sollte nur noch sparsam eingesetzt werden.

Stattdessen empfiehlt es sich, viel Wasser zu trinken,  täglich etwa zwei bis drei Liter Wasser trinken. Wasser ist nicht nur gesund, es fördert auch die Konzentration. Experten empfehlen jede Stunde ein Glas Wasser zu trinken. Das hält Körper und Geist frisch und reduziert nebenbei Hungergefühle. Schon 2-3 Liter Wasser, über den Tag verteilt getrunken, regulieren den Stoffwechsel und sorgen für eine optimale Fettverbrennung. Mit dem Wasser werden zusätzlich Stoffwechselgifte aus dem Körper gespült, die eine Gewichtsreduktion behindern.

12 Tipps: Wie funktioniert Basenfasten?

Das Prinzip von Basenfasten ist ganz einfach, erfordert jedoch ein kreatives Umdenken beim Kochen. Auch die Beschaffung der richtigen Lebensmittel kann eine Herausforderung sein. Worauf sollten Sie dabei achten?

  1. Sie nehmen täglich 3 bis 5 Mahlzeiten zu sich, 3 Hauptmahlzeiten und, falls unbedingt nötig, 2 Zwischenmahlzeiten.
  2. Zum Frühstück gibt es ein bis zwei Obstsorten oder ein frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft oder ein basisches Müsli nach Wacker mit gekeimten Haferflocken.
  3. Das Mittagessen bietet Rohkostcarpaccio oder Salat oder Gemüsegericht.
  4. Zum Abendessen kommen Gemüsesuppen oder leichte Gemüsegerichte auf den Tisch.
  5. Grundsätzlich sollte man nur so viel essen wie man wirklich hungrig ist, um so Völlegefühl zu vermeiden.
  6. Daher empfiehlt es sich, langsam zu Essen, gut zu kauen und genau auf das eigene Hungergefühl zu achten.
  7. Man sollte beim Essen regelmäßig in seinen Körper hineinspüren, welche Lebensmittel gut tun und welche nicht.
  8. Wichtig ist es, nach 14 Uhr keine Rohkost mehr zu sich zu nehmen und nach 19 Uhr abends nichts mehr zu essen.
  9. Der Anteil an Obst während des Basenfastens sollte 20% nicht überschreiten, da es sonst leicht zu Unwohlsein durch vermehrte Blähungen kommen kann.
  10. Auf Kohlenhydrate sollte beim Basenfasten nach Möglichkeit verzichtet werden.
  11. Trinken sollte man entweder reines Quellwasser, verdünnten Kräutertee oder z.B. Ingwerwasser mit Zitrone, natürlich ohne Zucker.
  12. Zur Unterstützung kann man basische Fußbäder machen, die am Abend auch das Einschlafen erleichtern.

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