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Resilienz als Erfolgsfaktor des 21. Jahrhunderts – Teil 2: Wie Unternehmen resiliente Mitarbeiter gewinnen & halten



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Im ersten Teil dieser kleinen Reihe ging es darum, warum Resilienz im 21. Jahrhundert ein so wichtiger Erfolgsfaktor sein wird. Im zweiten Teil werde ich nun die Frage aufgreifen: Warum sind resiliente Mitarbeiter so wichtig für Unternehmen? Und wie können diese ihre Mitarbeiter gewinnen und halten? Resilienz als Erfolgsfaktor des 21. Jahrhunderts - Teil 2: Wie Unternehmen resiliente Mitarbeiter gewinnen & halten


Hier schreibt für Sie:

 

98Dr. Denis Mourlane ist Psychotherapeuth & einer der führenden europäischen Experten für Wirtschaftsresilienz.

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Resilienz als Erfolgsfaktor des 21. Jahrhunderts

Die im ersten Teil beschriebenen Veränderungen verlangen von Unternehmen und, da Unternehmen nun einmal voranging aus Mitarbeitern und Führungskräften bestehen, von diesen eine nie da gewesene Agilität, Resilienz und somit Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Rahmenbedingungen.

Unternehmen wie Nokia, Motorola und vielleicht bald Microsoft sind Beispiele für Organisationen, denen diese Anpassung nicht gelungen ist. Noch vor wenigen Jahren waren sie die Könige in ihrem Markt, um heute ums Überleben zu kämpfen.

Resiliente Mitarbeiter, resiliente Führungskräfte, resiliente Unternehmen

Genau aus diesen Gründen gewinnt der Begriff Psychologische Resilienz derzeit immer mehr an Bedeutung, denn Resilienz wird umgangssprachlich als die menschliche Fähigkeit bezeichnet mit Rückschlägen, Veränderungen und Ungewissheit umzugehen.

Hoch-resiliente Menschen verfügen entsprechend über die Fähigkeit auch während herausfordernden Situationen gelassen und zielorientiert zu bleiben und mit viel Konsequenz, realistischem Optimismus und Selbstvertrauen das zu tun, was es zu tun gilt.

Die Big 5 als Persönlichkeitsprofil

Die Wissenschaft zeigt uns hier, dass hoch-resiliente Menschen über ein, auf den „Big 5“ (Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit & Neurotizismus) basierendes, spezifisches Persönlichkeitsprofil verfügen.

Sie haben eine leichte Tendenz zur Extraversion, sind offen für neue Erfahrungen, erledigen ihre Aufgaben diszipliniert und mit einer hohen Zielorientierung, sind verträglich und empathisch im Umgang mit anderen Menschen.

Sie haben außerdem nur niedrige Werte im Bereich Neurotizimus, sind also weniger anfällig für neurotische und somit psychologische Erkrankungen und sind emotional stabil. Sie wirken auf andere Menschen also vor allem eins: gelassen.

Psychische Erkrankungen sind bei resilienten Menschen seltener

Das eingangs geschilderte Phänomen erhöhter Fehltage und Berufsunfähigkeiten aufgrund psychologischer Erkrankungen tritt bei ihnen somit weniger häufiger auf.

Dies wird auch durch wissenschaftliche Studien bestätigt, die zeigen das hoch-resiliente Menschen über weniger psychosomatische Beschwerden und Burn-Out Symptome berichten, als wenig-resiliente Menschen.

Resilienz kann man messen und entwickeln

Entsprechend darf die Hypothese aufgestellt werden, dass Unternehmen, die über einer Vielzahl von hoch-resilienten Mitarbeitern und Führungskräften verfügen, sich jetzt und in Zukunft dadurch auszeichnen werden, dass sie agiler auf die Veränderungen der WirtschaftsWelt reagieren können.

Da Resilienz gemessen werden kann, bedeutet dies auch, dass Organisationen bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter und Führungskräfte, neben fachlichen Fähigkeiten, deutlich mehr auf die Resilienz der Menschen, die sie einstellen achten müssen.

Was Unternehmen tun müssen

Da die persönliche Resilienz weiter entwickelt werden kann, bedeutet dies aber ebenso, dass Unternehmen, und einige tun dies schon jetzt, ihren Mitarbeitern spezifische Trainings und Coachings anbieten sollten.

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Konsequenz betrifft aber auch die Kultur und hier besonders die Führungskultur von Organisationen. Hoch-resiliente Menschen zeichnen sich nämlich nicht nur dadurch aus, dass sie zielorientiert mit Veränderungen umgehen.

Resilente Mitarbeiter pflegen

Sie sind darüber hinaus auch selbstbewusste und „selbstwirksame“ Menschen, die entsprechende Freiheiten und Gestaltungsspielräume in ihrer Arbeit benötigen. Eine Organisation, die also einen eher autoritären und wenig „empowernden“ Führungsstil pflegt, wird diese Mitarbeiter nicht halten können.

Hoch-resiliente Mitarbeiter und Führungskräfte entsprechen genau dem Profil, das Organisationen aufgrund der sich rapide verändernden WirtschaftsWelt benötigen. Sie gehen Veränderungen optimistisch, zuversichtlich, empathisch und „intelligent“ an. Sie sind entsprechend in der Lage einen enormen Mehrwert für jede Organisation zu bringen. Aber nur, wenn man sie auch lässt.

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