Versicherung gegen Berufsunfähigkeit: Die Grundlagen



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Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
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Immer wieder weisen Verbraucherverbände, Versicherungen und Experten daraufhin, dass eine private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt zählt. Daher stelle ich hier eine ausführliche Artikelserie zum Thema online.

Versicherung gegen Berufsunfähigkeit: Die Grundlagen Versicherung gegen Berufsunfähigkeit: Die Grundlagen

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin & Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Wichtiger Hinweis

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.


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Jeder fünfte Angestellte wird Berufsunfähig

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Tatsache ist: Jeder fünfte Angestellte und jeder dritte Arbeiter scheidet vor Erreichen des Rentenalters wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit aus dem Berufsleben aus. Die Hauptursachen dabei sind Herz- und Kreislauferkrankungen, orthopädische Beeinträchtigungen, Krankheiten der Nerven oder Psyche, Tumore und innere Krankheiten.

Die Ursachen sind je nach Berufsgruppe, Alter und Geschlecht unterschiedlich: Bei den unter 39-Jährigen und den Angestellten sind psychische Gründe der häufigste Auslöser. Bei Arbeitern und in Pflegeberufen spielt die körperliche Belastung auf der Arbeit für die Krankheitsartenstatistik eine große Rolle. Sie sind häufig von Skelett-, Muskel- oder Bindegewebserkrankungen betroffen, die zu einer Berufsunfähigkeit führen.

Anders als viele vermuten spielen Unfälle dabei nur eine untergeordnete Rolle. Eine reine Unfallversicherung ist zwar wesentlich billiger als eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, bietet aber keine ausreichende Absicherung gegen die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit.

Die Verteilung der Ursachen prozentual nach Geschlecht
MännerFrauen
Krankheiten von Skelett/Muskeln/Bindegewebe18,4%17,8%
Krankheiten des Kreislaufsystems14,7%6,3%
Krankheiten des Verdauungssystems/Stoffwechselkrankheiten5,1%3,4%
Krankheiten der Atmungsorgane3,0%2,0%
Neubildungen13,5%15,6%
Krankheiten des Urogenitalsystems1,0%0,9%
psychische Erkrankungen27,6%38,4%
Krankheiten des Nervensystems5,9%6,9%
sonstige Krankheiten10,8%8,7%

Abgesichert durch den Staat?

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Vielleicht möchten Sie einwenden: „Ich bin ja abgesichert durch den Staat“. Das ist nur teilweise richtig, denn der Staat hat seine Leistungen für Berufsunfähigkeit erheblich reduziert.


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Gerade Selbständige, die in der Regel weder durch einen Arbeitgeber noch durch die staatliche Rentenversicherung abgesichert sind, kann ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung lohnen. Damit diese im Falle eines Falles auch wirklich das leistet, was Sie soll, müssen Sie bei Vertragsabschluss allerdings einige Punkte beachten.

  • Definition Berufsunfähigkeit: Berufsunfähig sind Sie, wenn Sie in Ihrem eigentlichen Beruf nicht mehr arbeiten können.
  • Definition Erwerbsunfähigkeit: Erwerbsunfähig sind Sie, wenn Sie gar nicht mehr arbeiten können.

Bitte beachten Sie, dass die gesetzliche Rentenversicherung und die privaten Versicherungsunternehmen unterschiedliche Kriterien zur Feststellung der Berufsunfähigkeit anlegen, die im weiteren Verlauf dieser Artikelserie beschrieben werden.

Ist Burnout ein Fall für die Berufsunfähigkeitsversicherung?

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Das Landgericht München hat am 22. März 2006 nach einem dreijährigen Rechtsstreit ein Musterurteil zum Thema Burnout und psychische Erkrankung gefällt: Demnach wurde das Burnout-Syndrom klar als Versicherungsfall eingestuft. Versicherung gegen Berufsunfähigkeit: Die Grundlagen Versicherung gegen Berufsunfähigkeit: Die Grundlagen

Das Urteil

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Ein Manager hatte geklagt, nachdem ihm eine Arzt zwar die Berufsunfähigkeit bestätigt, die Versicherung sich aber geweigert hatte, zu zahlen. Ende 2001 war er aufgrund nervlicher Überlastung zusammengebrochen und hatte auf ärztlichen Rat hin seinen Beruf aufgegeben.

Bei Mitfugundrecht steht als Kommentar zum Urteil zu lesen:

Das Landgericht München I hatte darüber zu entscheiden, ob das Burn-Out-Syndrom Grund für die Berufsunfähigkeit war und verurteilte nach Einholung eines medizinischen Gutachtens die Versicherung, rückwirkend etwa 148.000 Euro Berufsunfähigkeitsrente auszubezahlen, sowie zirka 65.000 Euro an Versicherungsbeiträgen zu erstatten. Erst in der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgerichts München gab die Versicherung auf.


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Warum Burnout?

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Klar ist einmal mehr, das psychische Störungen und nervliche Probleme immer häufiger ein Fall für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind. Eine Untersuchung von Morgen & Morgen zeigt sogar, dass es sich dabei um die zweithäufigste Ursache für Berufsunfähigkeit handelt.

Das Burnout als Ursache für Berufsunfähigkeit anerkannt wird, ist einerseits positiv, andererseits aber auch negativ, denn nun werden viele Versicherungen bei psychischen Vorerkrankungen vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung noch genauer hinschauen.

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  1. Simone Janson

    Hallo exakter Leser,
    danke für Ihre Hilfe. Ich würde es dennoch vorziehen, wenn Sie Ihren Namen nennen würden.
    Ihr Kommentar wäre in einer ausufernden Diskussion zu einem anderen Thema auf dem Blog fast untergegangen... ich habe das verbessert, danke fürs exakte Lesen.
    Simone Janson

  2. exakter Leser

    "Eine reine Unfallversicherung ist zwar wesentlich billiger als eine Berufsunfähigkeit, bietet..."

    Und ich dachte, wenn man schon berufsunfähig wird, muß man für die Berufsunfähigkeit nicht noch Geld ausgeben. ;)

  3. Michael Both

    Neue Reihe: Versicherung gegen Berufsunfähigkeit | Simone Janson ...: Immer wieder weisen Verbraucherverbände, ..

  4. Sven Hennig

    Hallo Frau Janson,

    zu beachten gibt es jedoch noch viel mehr.

    Zunächst muss unterschieden werden ob der oder die Interessentin vor oder nach 1961 geboren ist, denn bei den älteren gibt es serwohl noch einen BU Schutz aus der GRV.

    Bei allen anderen bleibt nur der Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente. Daher stellt sich hier- wie Sie schon sagen- die Frage ob überhaupt noch Arbeit möglich ist.

    Jedoch ist auch nicht für alle und jeden eine BU interessant. Wichtig ist die Absicherung generell schon, für die Menschen die sie am meisten brauchen aber oft nicht bezahlbar.

    Alternativen in bestimmten Segmenten sind unter anderem die Absicherung gegen Grundfähigkeiten oder die Schweren Krankheiten (Dread D.)

    Entscheidend ist aber- egal bei welchem Produkt- nur das Bedingungswerk und entsprechende dort geregelte Punkte- nur das was da steht ist nutzbar/ einklagbar.

    Ergo: Manchmal ist es besser keine zu haben, als eine die nur Geld kostet und im Fall der Fälle eine falsche Sicherheit vorspielt da keine Leistung erbracht wird.

    Wichtig ist auch- eine angemessene Rente. Was nützen 500 EUR wenn ich davon noch nicht einmal die laufenden Kosten zahlen kann.

    Gern mehr Infos direkt- falls Sie mal wieder einen Artikel schreiben.

    Gruß

    Sven Hennig

  5. Simone Janson

    Danke Herr Henning für Ihre Ausführungen. Wie oben drüber steht: Es handelt sich um den ersten Teil einer Artikelserie. Was Sie hier schon vorweggenommen haben, wird sukzessive in den weiteren Teilen erklärt - bis hin zu den Alternativen.
    Dennoch Danke.
    Simone Janson

  6. Simone Janson

    Neue Reihe zur #Berufsunfähigkeit (s) #Versicherung:

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