Die Probezeit im neuen Job gut überstehen: 10 Tipps zum Bewerbungserfolg

Von Simone Janson (Mehr) • Zuletzt IT-aktualisiert am • Zuerst veröffentlicht am 04.02.2023 • Bisher 5091 Leser, 4874 Social-Media-Shares Likes & Reviews (5/5) • Kommentare lesen & schreiben • Offenlegung & Urheberrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Glückwunsch, die Jobsuche liegt erfolgreich hinter Ihnen, Sie haben es geschafft. Aber nun gilt es, die Probezeit zu überstehen. 10 Tipps.

Die Probezeit im neuen Job gut überstehen: 10 Tipps zum Bewerbungserfolg

Die ersten Tage im neuen Job

„Nichts ist so sicher wie die Unsicherheit“ heißt es. Und das trifft im besonderen Maße auf einen neuen Job zu. Denn die ersten Monate heißen nicht umsonst Probezeit: Arbeitgeber und Arbeitnehmer prüfen, ob sie zusammenpassen.

Denn einen neuen Job zu finden, ist nicht leicht. Oft muss man etliche Mitbewerber aus dem Feld schlagen und mehrere Bewerbungsrunden überstehen. Doch auch wenn im Vorstellungsgespräch alles gut läuft, die eigentliche Bewährungsprobe folgt dann: die erste Zeit im neuen Job.

Gratwanderung zwischen Anpassung und Profilierung

Die erste Zeit am neuen Arbeitsplatz ist eine Gratwanderung zwischen Anpassung und Profilierung. Sowohl übereifriges Lospreschen als auch zu stilles Abwarten kann negativ ausgelegt werden. Denn jeder im Unternehmen hat eine Rolle. Und es gibt ein unsichtbares Machtgefüge. Das Problem dabei ist: Wer irgendwo neu ist, durchschaut dieses oft nicht gleich. Daher sollte man sich anfangs mit vorschnellen Bemerkungen und Einschätzungen zurückhalten.

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Viel besser ist es, erst einmal zu beobachten, nachzufragen und das Machtgefüge durchschauen: wer kann mit wem, wer nicht? Wer hat das Sagen? Wer ist Meinungsträger? Wer ist immer der Buhmann? Sinnvoll dazu: Mit Kollegen Mittagessen zu gehen und sich nicht isolieren. Aber auf keinen Fall in Klatsch und Tratsch verfallen. Und das Gespräch mit Vorgesetzten suchen. Ideal ist es, sich an die wichtigen Leute zu halten. Das müssen nicht unbedingt die Vorgesetzten sein. Aber: Ohne persönliche Sympathie geht das nicht. Im Idealfall kann ein Mentor helfen, der auch die menschlichen Hintergründe und die Machtstrukturen erklärt.

Probezeit: Chance zum gegenseitigen Kennenlernen

Ein anderes Problem: Gerade für ehemalige Selbständige wie auch Berufsanfänger ist die neue Rolle als Arbeitnehmer, der sich dem Rhythmus und den Maßgaben des Unternehmens unterordnen muss, oft ungewohnt und schwierig. Die Probezeit sollten daher auch Arbeitnehmer als Chance begreifen, festzustellen, ob sie zum Unternehmen und zu den Kollegen passen. Wenn das alles nicht klappt, folgt, das ist arbeitsrechtlich festgelegt, die Kündigung.

Gerade wer frisch aus einer weniger geregelten Situation kommt, muss sich nun mit festen Arbeitszeiten, klaren Regeln und fest gefügten Strukturen abfinden. Auch wenn sich immer mehr Unternehmen von festen Arbeitszeiten verabschieden: Wer damit Probleme hat, sollte rechtzeitig Alternativen überdenken. Vielleicht ist die berufliche Selbstständigkeit doch die bessere Lösung?

10 Tipps: So überleben Sie die Probezeit im neuen Job

In der Probezeit können Sie jederzeit entlassen werden. 10 Tipps, wie Sie den Anfang im neuen Job überleben!

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  1. Nicht gleich die Klappe aufreißen: Erst einmal alles schön aus der sicheren Deckung beobachten. Selbstbewusstsein ist zwar gut, aber seien Sie nicht zu selbstbewusst. Das wird nur alle reizen, es Ihnen mal so richtig zu zeigen.
  2. Nur kein Streber sein! Sie wollen allen zeigen, wie gut Sie sind? Lobenswert, aber wenig hilfreich. Streber und Perfektionisten sind bei Kollegen eher unbeliebt, für Chefs sind sie das perfekte Arbeitstier. Anerkennung und Respekt erwerben Sie so nicht.
  3. Machtgefüge durchschauen: Wer kann mit wem, wer nicht? Wer hat das Sagen? Wer ist Meinungsträger? Wer ist immer der Buhmann? Halten Sie sich an die wichtigen Leute. Das müssen nicht unbedingt die Vorgesetzten sein. Aber: Ohne persönliche Sympathie geht das nicht.
  4. Privates und berufliches Trennen: Sie wollen beliebt sein? Verständlich, aber fallen Sie nicht gleich mit der Tür ins Haus, sondern halten Sie eine gewisse Distanz: Freundschaften sind zwar mit Kollegen möglich, aber brauchen sicher auch eine Zeit.
  5. Frustrierte meiden: Die Fraktion der Frustrierten, die nur Schlechtes über Firma und Chef zu berichten wissen, existiert überall, auch in guten Unternehmen. Meiden Sie diese Meckerfritzen, denn Sie bugsieren sich im Gruppengefüge sonst schnell in eine Randposition.
  6. Hilfe suchen: Suchen Sie sich einen Mentor, der Ihnen auch die menschlichen Hintergründe und die Machtstrukturen erklärt. Auf jeden Fall gilt: Wer, Wie, Was, Wer nicht fragt, bleibt dumm. Also fragen Sie viel!
  7. Fragen Sie, aber nicht zu viel: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Und Unkenntnis wird bei Berufseinsteigern auch gerne toleriert. Allerdings im Maßen, wer ständig blöd fragt, disqualifiziert sich schnell selbst. Also besser einmal richtig fragen, statt zwanzigmal nachzuhaken.
  8. Alles aufschreiben: Um ständiges Nachfragen und das Vergessen von Namen zu vermeiden, schreiben Sie am besten alles auf. Natürlich so, dass es keiner merkt, denn das ist ja auch wieder peinlich.

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