{Replik} Personalmarketing – wenn Unternehmen gezielt Frauen ansprechen (wollen): Salatschüsseln, Schuhe & wahre Emanzipation auf der Toilette
Frauen, die Karriere machen – das ist seit der Diskussion um die Frauenquote wohl irgendwie „in“. Dachten sich diverse Unternehmen und werben nun gezielt um Frauen. Doch das wie ist verräterisch.

- Employer Branding für Frauen?
- Klischees statt Fachkompetenzen
- Wahre Emanzipation zeigt sich bei Finanzdienstleistern auf der Toilette!
- Frauen: Immer noch bei Schuhen und Salatschüsseln?
- Was trauen Arbeitgeber Frauen zu?
- Top Bücher zum Thema
- Text als PDF lesen
- eKurs on Demand buchen
- Individuelles eBook nach Wunsch
- Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Employer Branding für Frauen?
Die Art, wie Unternehmen um die Gunst von Frauen werben, zeigt allerdings eines: Die alten Klischees und damit die Barrieren in den Köpfen haben noch längst nicht ausgedient. Wie es um die Emanzipation dann wirklich bestellt ist, zeigt sich am Ende auf der Toilette!
Dank Anke Domscheit-Berg, die die Fotos getwittert hat, bin ich auf zwei Personalmarketing-Aktionen von Bosch und Accenture aufmerksam geworden. Die beiden Unternehmen wollen gezielt gerade auch für weibliche Bewerber attraktiv erscheinen – und nicht nur mit den Schuh-Absätzen sondern auch so:
Klischees statt Fachkompetenzen
Von der Grundidee ist das ja sicherlich gut gemeint, Frauen anzusprechen. Liebe Unternehmen, als Frauen danken wir Euch schonmal dafür! Schade nur, dass die nicht mit ihren Fachkompetenzen geworben werden, sondern mit dämlichen weiblichen Klischees.
Wissen, das wirkt!
Laden Sie das PDF zum Text bzw. den eKurs herunter oder bestellen Sie das Buch zum Thema im Shop oder per Klick auf das Cover: [*Anzeige]
Man muss den Unternehmen leider unterstellen, dass sie nur vordergründig um Frauen werben, weil das so schön politisch korrekt aussieht, eben gut fürs Employer Branding ist.
Wahre Emanzipation zeigt sich bei Finanzdienstleistern auf der Toilette!
Die Wirklichkeit dahinter schaut dann wahrscheinlich so aus wie in der Führungsetage, im 49. Stock der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main: Die Herrentoilette offeriert einen grandiosen Blick über Frankfurt, für den die Commerzbank berühmt-berüchtigt ist. Die Damentoilette hingen bietet den gleichen Ausblick nicht, auch wenn das baulich möglich gewesen wäre (und bevor jemand fragt: ja ich war selbst da… aber das ist eine andere Geschichte…)
Am 21. Dezember 2012 sollte nach dem Maya-Kalender übrigens nicht nur die Welt untergehen, sondern auch, zumindest nach dem Willen des Europäischen Gerichtshofs und und zumindest bei Versicherungen, die absolute Gleichberechtigung eintreten. Demnach wurden nach Unisex-Toiletten nun auch Unisex-Toiletten eingeführt. Ob das Datum Zufall war? Achtung Ironie! Allerdings: Von dass fairen, geschlechtsneutralen Versicherungstarifen sind wir weiterhin weit entfernt.
Frauen: Immer noch bei Schuhen und Salatschüsseln?
Sicherlich ist gerade auch der Spruch von Bosch, die Frauen suchen, die höher als 7 cm hinaus wollen, ironisch-witzig, das will ich gar nicht bestreiten. Nur die Denke dahinter gefällt mir nicht: Offenbar sollen hier die Frauen da abgeholt werden, wo man(n) sie vermutet – nämlich bei Salatschüsseln und Schuhen.
Reisen. Menschen. Erfolge.
Inspirierende Orte erleben und Erfolge gestalten dank unserem Shop, Rabatte dazu per Newsletter, mehr auf unseren Fokus-Seiten: [*Anzeige]Ich übertreibe übrigens bewußt: Natürlich ist das zweite Objekt nur eine Glasschüssel, an der stilvoll ein rosa Kärtchen prangt. Die Assoziation mit einer Salatschüssel, auch aufgrund den grünen Inhalts, könnte aber nicht unglücklicher sein und erinnert irgendwie an „Küche“ und „Design“ aber nicht an Karriere.
Was trauen Arbeitgeber Frauen zu?
Die beiden Frage, die sich mir daraufhin stellen:
- Was traut man den Frauen dann zu?
- Und meine Frage an Euch: Wie seht ihr das?
Spiegel Online titelt übrigens am 06. Juni 2011 passend zu meiner Überschrift: „Karrieren werden beim Pinkeln gemacht“. Na dann wissen wir ja jetzt bescheid.
Mehr Wissen über Menschen und Orte
Für Ihren persönlichen Erfolg in der Post-KI-Welt bieten wir außerdem individuelle Beratung und viele, frei verfügbare Informationen, die Menschen und Orte wirkungsvoll verbinden: Unter Berufebilder.de, staatlich geförderter Partner des früheren Bundesbildungsministeriums, finden Sie alles über Business, Beruf und Erfolg, während Travel2s.de, vorgestellt im Rahmen eines EU-geförderten Projekts, touristische Themen behandelt. Viel Erfolg! [*Anzeige]
Top Bücher zum Thema
Text als PDF lesen
Diesen Text als PDF erwerben (nur zur eigenen Nutzung ohne Weitergabe gemäß AGB): Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu. Sie können auch Text-Reihen erwerben.
7,99€Bezahlen
eKurs on Demand buchen
Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!
29,99€Bezahlen
Individuelles eBook nach Wunsch
Falls unser Shop Ihnen nicht Ihr Wunschthema bietet: Wir stellen gerne ein Buch nach Ihren Wünschen zusammen und liefern in einem Format Ihrer Wahl. Bitte schreiben Sie uns nach dem Kauf unter support@berufebilder.de
79,99€Bezahlen
Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Egal ob es um das Erreichen von Zielen, die persönliche Entwicklung oder berufliche Fragen geht: Wir beraten Sie individuell rund um Ihren Erfolg in einer sich schnell wandelnden Post-KI-Welt.
199,99€Bezahlen
Hier schreibt für Sie
Simone Janson ist Verlegerin, Beraterin und eine der wichtigsten deutschen Erfolgs-Bloggerinnen laut ZEIT und Blogger-Relevanz-Index. Sie initiierte die eingetragene Marke Best of HR – Berufebilder.de® und die Reise-Marke Travel2s.de sowie das Institut Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.
Ihr Post-KI-Kompass
Menschen und Orte verbinden: Als staatlich geförderter Verlag, beteiligt an EU-Programmen, kuratieren wir Wissen entitätsbasiert für die Post-KI Welt in Print- wie Digital-Medien mit weltweitem Vertrieb, u.a. direkt an führende Unternehmen (Liste). Das bedeutet Wirkung seit über 20 Jahren, mit Kunden wie Samsung, DELL, Telekom oder Hochschulen, Partnern wie dem früheren Bundesbildungsministerium, engagiert für Klimaschutz und nachhaltige Innovation, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia. Gegründet von Simone Janson.
17 Antworten zu „{Replik} Personalmarketing – wenn Unternehmen gezielt Frauen ansprechen (wollen): Salatschüsseln, Schuhe & wahre Emanzipation auf der Toilette“
-
Spannende Diskussion zu #Diversity & EB – wenn Unternehmen gezielt Frauen ansprechen (wollen): RT @SimoneJanson
-
RT @SimoneJanson: Wahre Emanzipation RT @KEAL_Berlin: "#Karrieren werden beim Pinkeln gemacht"
-
Sag ich ja,wahre Emanzipation auf d.Klo ;) RT @KEAL_Berlin: "Karrieren werden beim Pinkeln gemacht"
-
RT @CorneliaTopf: Diese Ansprache wird auf die Dauer nicht zielführend sein .. … – Sehr interessant!4VWw9
-
Also, für mich sind High Heels kein Teil meiner Lebensfreude… Ich muss Frau Janson zustimmen – aus diesen Sujets spricht das Klischee. Wie oft wird denn z.B. in pflegenden Berufen für Männer geworben – mit einem Porsche oder einer leichtbekleideten Frau? Gar nicht? Ja, weil’s daneben wäre. Und genau das sind High Heels und pinke Hängerchen leider auch…
-
Liebe Frau Topf,
natürlich dient die Zuspitzung auf Salatschüsseln, Schuhe und die Toilette auch dem Marketing des Beitrags. Aber Sie haben recht: Man kann sich natürlich auch entspannt zurücklehnen und die Sache, auch mit der Toilette, süffisant-souverän betrachten. Danke für diesen Hinweis! -
Schuhe sind wichtig, aber nicht an dieser Stelle. – Sehr interessant!4VWUs
-
Der Ausblick von der Herrentoilette der Commerzbank in Frankfurt – in der Tat gigantisch. Dass der von der Damentoilette – den ich übrigens nicht persönlich kenne – anders ist, kann ich beim besten Willen nicht als Diskriminierung oder Frauenfeindlichkeit erkennen, das greift zu kurz.
Opferrolle einmal anders.
Spannender ist doch die Frage nach dem eigentlichen Hintergrund dieses Unterschiedes. Dann kann frau sich 1. amüsieren und 2. auch was dabei lernen.
Wenn die Herren vor dem Urinal stehen, pinkelten sie auf ihren ehemaligen Konkurrenten, die Dresdner Bank runter – hat sich ja nun erledigt.
Und darauf waren sie so stolz, dass sie es weiblichen Besuchern vorgeführt haben. So funktioniert das! Ist das nicht nett?
Aus diesem Blickwinkel hab ich auch kein Problem mit High Heels und Salatschüssel. Das ist 1. bei vielen Frauen Teil ihrer Identität und Lebensfreude, das gönnen wir uns neben unserer inzwischen unbestritten vorhanden Kompetenz locker nebenbei und 2. ist da mit der Quote genauso: Nicht: „Kannst Du was oder bist Du Quote“ oder sondern sowohl als auch.Dr. Cornelia Topf
-
RT @CorneliaTopf: Diese Ansprache wird auf die Dauer nicht zielführend sein .. … – Sehr interessant!4VWw9
-
Diese Ansprache wird auf die Dauer nicht zielführend sein .. … – Sehr interessant!4VWw9
-
Wahre Emanzipation zeigt sich auf der Toilette..? RT @SimoneJanson Wenn Unternehmen gezielt Frauen ansprechen (wollen):
-
RT @SimoneJanson: Personalmarketing – wenn Unternehmen gezielt Frauen ansprechen (wollen):
-
Personalmarketing – wenn Unternehmen gezielt Frauen ansprechen (wollen): Salatschüsseln, Schuhe & wahre Emanzi #Business
Kommentiert auf Twitter -
RT @KEAL_Berlin: liebes bosch unternehmen – ich sag mal nichts dazu (spricht ja für sich ;)
-
liebes bosch unternehmen – ich sag mal nichts dazu (spricht ja für sich ;)
-
@N_newcruiting @war_for_talents @JobAgentin das schlimme ist: Bisher finden das nur Frauen zum Weinen
-
Personalmarketing – wenn Unternehmen gezielt Frauen ansprechen (wollen): Salatschüsseln, Schuhe …











Schreiben Sie einen Kommentar