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Das perfekte Bewerbungsanschreiben – 8 Tipps: Klasse statt Masse!


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Das Anschreiben ist neben einem überzeugenden Lebenslauf das Herzstück einer gelungenen Bewerbung und womöglich die Eintrittskarte für den Traumjob. Es gibt zwar nicht das eine, richtige Anschreiben. Die folgenden 8 Tipps sind jedoch grundsätzlich zu beachten.


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univativ-Olaf-KempinOlaf Kempin ist Gründer und Mitinhaber von univativ.

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8 Tipps für das perfekte Bewerbungsanschreiben

Einiges mag Geschmacksache sein, anderes unterscheidet sich je nach Branche.  Dennoch: Es gibt ein paar Grundregeln, die für alle Bewerbungen gelten und die man unbedingt beachten sollte. Die wichtigsten Tricks und Kniffe für ein überzeugendes Anschreiben:

1. Die Basics

Ein gutes Anschreiben ist kurz, prägnant und präzise. Außerdem ist es gut strukturiert, damit der Leser problemlos folgen kann. Die Königsdisziplin ist es, innerhalb eines vorgegebenen Rahmens Persönlichkeit zu zeigen und so dem Personaler im Gedächtnis zu bleiben. Überzeugend wird der Text weniger durch wahllose Details, sondern durch gezielt eingebaute Einzelheiten, die sich wie ein roter Faden durch die Bewerbung ziehen. Diese Einzelheiten können mit der persönlichen Motivation oder auch besonderen Fähigkeiten zu tun haben, konkrete Vorgaben gibt es hierzu allerdings nicht.

Wichtig: Klasse statt Masse. Um mit einem Anschreiben Erfolg zu haben, sollte man es für jede einzelne Bewerbung neu anfertigen. Wer Details zum Unternehmen, der ausgeschriebenen Stelle oder dem Tätigkeitsfeld im Text unterbringt, zeigt, dass er sich mit seinem Wunsch-Arbeitgeber und der zukünftigen eigenen Rolle auseinandergesetzt hat. Mit Copy & Paste wird man hingegen kein individuelles, erfolgreiches Bewerbungsanschreiben hinbekommen.

Rechtschreibung und Grammatik sollten zwingend korrekt angewendet werden. Egal wie überzeugend der Lebenslauf ist, Nachlässigkeitsfehler in der Form disqualifizieren selbst das größte Talent. Der Grund ist ebenso einfach wie nachvollziehbar. Personaler übertragen formelle Nachlässigkeiten auf den Bewerber: Wer schludrige Bewerbungen verschickt, arbeitet nicht sorgfältig.

2. Format, Vorlagen und Muster

Inklusive Unterschrift und Aufzählung der Anlagen sollte das Anschreiben nicht länger als eine DIN A4-Seite sein und im PDF-Format vorliegen. Für die Struktur und das Layout kann eine Vorlage genutzt werden. Gute Vorlagen finden sich im Netz unter anderem bei Staufenbiel.

Formale Standards für das Anschreiben: Schriftgröße 12 in einer gut leserlichen Schrift wie Arial oder Calibri, 1,5-facher Zeilenabstand, 2,5cm breiter Rand links. Alle Anlagen sollten im PDF-Format vorliegen und eindeutig benannt werden, etwa Bewerbung_Position_Vorname_Nachname.pdf.

Grundsätzlich ist es immer möglich, dem Layout der Bewerbung eine persönliche Note zu verleihen. Allerdings sind besonders kreative und ungewöhnliche Bewerbungen nicht in jeder Branche erwünscht. Wer sich beim Stil der Bewerbung und des Anschreibens am Unternehmen orientiert, geht auf Nummer sicher. Im kreativen Branchen ist auffallen Pflicht, stimmig und fehlerfrei sollte die Bewerbung dennoch sein.

3. Der Aufbau: Betreffzeile und Briefkopf

Die eigenen Kontaktdaten stehen in der Kopfzeile. Immer dazu gehören Vor- und Nachname, E-Mailadresse und Telefonnummer. Im Anschluss folgen die Kontaktdaten des Unternehmens im Adressfeld.

Bevor es dann mit dem eigentlichen Anschreiben losgeht, findet am rechten Rand das Datum Platz. Der Betreff wird immer gefettet, das Wort „Betreff“ taucht aber nicht auf.

4. Die Einleitung im Bewerbungsanschreiben

In der Einleitung verrät der Bewerber, wie er auf die Stelle oder das Unternehmen aufmerksam wurde. Neben einer Stellenausschreibung kann das eine Empfehlung oder ein vorangegangenes Praktikum sein. Hatte man bereits telefonisch Kontakt mit dem Unternehmen, ist die Einleitung der richtige Platz, daran anzuknüpfen.

5. Der Hauptteil: Motivation und Fähigkeiten

Die zentrale Rolle sollten die persönliche Motivation und die Qualifikationen des Bewerbers spielen. Eine Nacherzählung des Lebenslaufs will niemand lesen. Fähigkeiten und Fachkenntnisse, die auf das Stellenprofil passen, sollten herausgearbeitet werden – nur so gewinnt der Leser einen Eindruck, ob der Bewerber der richtige Kandidat für eine offene Stelle sein könnte. Dabei ist eine bloße Auflistung der eigenen Qualitäten nicht das Mittel der Wahl. Stattdessen sollten die Fähigkeiten mit Erfahrungen oder harten Fakten belegt werden. Erfahrung mit agiler Softwareentwicklung? Dann sollte das entsprechende Projekt dazu genannt werden. Details, die zu einzelnen Stationen im Lebenslauf Bezug nehmen, vermitteln ein aussagekräftigeres Bild von den Fachkenntnissen des Bewerbers und steigern die Glaubwürdigkeit. Auch Referenzen von ehemaligen Vorgesetzten können hierfür eingesetzt werden.

Wichtig ist, dass Personaler die persönliche Motivation für die Bewerbung im Unternehmen klar aus dem Bewerbungsanschreiben herauslesen können. Warum ist die konkrete Stelle eine Weiterentwicklung für den Kandidaten? Wenn man sich neu orientierten möchte, was ist das Ziel? Nur wer das eigene Interesse an der Rolle und dem Unternehmen deutlich macht, kommt als Kandidat für eine offene Stelle in Frage.

6. Gehaltsvorstellung und Verfügbarkeit

Wenn Gehaltsvorstellungen explizit nachgefragt werden, sollten diese im Schlussteil des Anschreibens untergebracht werden. Oft vergessen, aber sehr wichtig: Angaben zur Verfügbarkeit. Was ist der frühestmögliche Termin für den ersten Tag im neuen Job? Ohne diese verbindlichen Angaben weiß die Personalabteilung nicht, mit welchem Zeitrahmen sie im Zweifel kalkulieren müssen.

7. Digitale Unterschrift

Auch wenn die Bewerbung digital verschickt wird, sollte das Anschreiben unterschrieben werden. Eine digitale Unterschrift lässt sich mit verschiedenen Tools (auch Freeware) erstellen. Behelfen kann man sich im Zweifel auch mit Papier und Stift: auf einem weißen Blatt unterschrieben, fotografieren und hochauflösend (300dpi) in das Dokument einfügen, dann als PDF speichern. Achtung: Größer als 5 MB sollte die E-Mail inklusive der Bewerbungsunterlagen auf keinen Fall sein.

8. Bewerbung per Online-Portal

Bei einer Bewerbung über ein Bewerbungsportal gelten oft ganz eigene Regeln. Je nach Portal werden explizite Vorgaben gemacht, in welcher Form die Bewerberinformationen einzureichen sind. Auf eine digitale Unterschrift wird hier oft verzichtet. Wird ein Anschreiben gefordert, gelten ansonsten aber die gleichen Spielregeln und Grundsätze wie bei der Bewerbung per E-Mail.

Ob eine Bewerbung erfolgreich ist, hängt natürlich in erster Linie von Qualifikation und persönlicher Eignung ab. Wer die oben genannten Tipps beherzigt, steigert aber in jedem Fall die Wahrscheinlichkeit, unter zahlreichen Bewerbungen hervorzustechen und zum Gespräch eingeladen zu werden. Viel Erfolg!

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