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Netbook im Langzeit-Test: Arbeiten mit Windows7 für Netbooks



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Offenlegung: Der Mobilfunkprovider o2 Business hat diverse Testgeräte wie das HTC Desire S Smartphone und das Nokia Bookle 3 G unbegrenzt zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt – zusammen mit einer kostenlosen mobilen Internet- bzw. Handyflatrate. Bildrechte bei .

Best of HR - Berufebilder

Jedes Netbook ist nur so gut oder schlecht wie sein Betriebssystem. Deshalb hier ein ausfürhlicher Bericht über die Nutzung des neuen Betriebssystems aus Redmond in der abgespeckten-Starter-Version. Mit einem leider nicht allzu positiven Fazit…

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Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Bevor ich über den Einsatz meines Nokia Booklets 3G im Arbeitsalltag berichte, muss ich leider ein paar Sätze zum Betriebssystem loswerden – denn das tollste Netbook ist leider nur so gut wie sein Betriebssystem, das entscheidend zur Produktivität beiträgt.

Das Nokia Booklet 3G wird ja mit Windows Starter geliefert. Ich muss dazu sagen: Ich arbeite seit gut zwei Jahren mit Ubuntu-Linux. Was mich schließlich von Ubuntu überzeugt hat war neben der einfachen Installation (die notwendigsten Programme sind schon da!) der sehr einfache Aufbau: Ubuntu beschränkt sich einfach nur auf das nötigste und legt seine Dateien logisch nachvollziehbar ab. Was man braucht, kann man schnell nachinstallieren und habe die freie Auswahl. Bei der Grundinstallation von Windows hatte ich hingegen immer das Gefühl, in eine bestimmte Richtung gelenkt zu werden.

Der erste Eindruck von Windows7 Starter

Nun hatte ich sehr viel gutes von Windows7 gehört und war entsprechend neugierig, ob es ähnlich simpel ist wie Ubuntu. Und Anfangs war ich auch sehr begeistert: Es sah wirklich alles sehr easy aus. Dass es nur dass nackte Betriebssystem war, störte mich nicht, im Gegenteil, mich hat die Office-Testversion genervt, die ich sofort deinstalliert und durch OpenOffice ersetzt habe. Selbstredend schwöre ich auch bei Browser und E-Mail auf Mozilla. Und auch die Testversion des Virenprogramms habe ich durch ein anderes, von dem ich noch einen Lizensschlüssel hatte, ersetzt. Schade nur, dass ich erst googeln musste, dass es sich um eine 30-Tage-Tesversion handelt. Das hätte eine schöne Überraschung gegeben! Da stört mich einfach wieder das fehlende Handbuch. Immerhin habe ich mittlerweile festgestellt, dass es zahlreiche YouTube Videos zu dem Nokia Booklet 3G gibt. Offenbar bin ich da einfach zu altmodisch.

Ich fand es auch eigentlich logisch, dass ein leistungsschwaches Netbook mit der abgespeckten Starter-Version daherkommt – wie und warum abgespeckt wurde, zeigt dieser Beitrag.

Allerdings währte dieser Eindruck nur so lange, bis ich zufällig bei chip.de einen Vergleichstest zwischen Windows7 Starter und Windows7 Home Premium las. Demnach verbraucht die abgespeckte Version nur geringfügig weniger speicherintensiv. Windows7 Starter – also ein reiner Sparfaktor. Und das bei dem Preis!

Immerhin: Microsoft ist offenbar wieder davon abgerückt, nur drei Programme gleichzeitig ausführbar zu machen: Das wäre tatsächlich ein Riesenproblem, weil ich ja schon alleine das Virenprogramm, den Browser und das E-Mail-Programm standardmäßig offen haben muss, um vernünftig arbeiten zu können. Über die Notwendigkeit aller anderen Punkte kann man streiten.

Eingeschränktes Interviewequippment

Viel nerviger als die fehlenden Medienfeatures finde ich die Abwesenheit einer Kamera-Software, um mit der mitgelieferten Webcam Videos aufzunehmen – da muss ich mir erstmal was geeignetes suchen. Oder gleich bei YouTube hochladen? Und auch dass das Mikrofon nur über das Headset verfügbar ist, es aber keine eingebaute Buchse für ein externes Mikro gibt, hebelt für mich den Vorteil der Kamera aus:

Da ist das Gerät offenbar für Videotelefonie konzipiert, aber nicht für den professionellen Einsatz als Journalistin um z.B. Webvideos aufzunehmen oder Interviews zu machen. Auch das muss ich mir in Ruhe nochmal anschauen, ich kann es fast kaum glauben: Ein Netbook zu diesem Preis sollte nicht nur ein Fun-Publikum bedienen, sondern auch für den professionellen Einsatz für Journlisten und Blogger geeignet sein.

Schwachpunkt Taskleiste

Aber auch bei der normalen Arbeit zeigen sich die Tücken von Windows 7. Nämlich da, wo Linux viel benutzerfreundlicher ist: Bei der Taskleiste. Denn bei Linux kann man auf dieser virtuelle Arbeitsflächen anlegen und dann zwischen diesen bequem per Mausklick oder Tastenkombination wechseln. Dabei tauchen in der Taskleiste jeweils nur die Symbole der zum aktuell gewählten Desktop gehörenden Programme auf. Und genau das fehlt mir jetzt unter Windows und ich klicke gewohnheitsmäßig gelegentlich ziemlich verzweifelt auf der Taskleiste herum. Immerhin: Hier scheint es Abhilfe zu geben!

Problem Auflösung

Die Auflösung wurde ja begeistert mit 1.280 x 720 Pixel gefeiert. Sicher ein schöne Sache, mehr Übersichtlichkeit. Einerseits. Andererseits wird mir die Schrift dadurch auf dem 10,1-Zoll-Display zu klein. Dann muss man sich das Display nämlich direkt vor die Augen halten, um vernünftig lesen zu können. Klar, man kann auch mal den Kopf vorrecken, aber dann sind Genick-Verrenkungen vorprogrammiert. Zumindest wenn man länger im Internet surft oder einen gar Text lesen will. Vielleicht kommt letzteres bei der gedachten Zielgruppe von Nokia ja nicht vor – bei meiner Arbeit hingegen schon.

Oder man zoomt sich die einzelnen Anwendungen jedes mal größer – dann klickt man sich aber speziell beim Firefox dumm und dämlich.

Die Dritte Lösung: Man stellt nur die Schrift (das ist unter Windows7 möglich, immerhin) oder die ganze Auflösung größer ein. Das führt dann zu dem paradoxen Problem, dass die einzelnen Fenster zu groß für den Bildschirm werden und sich erstaunlicherweise nicht verkleinern lassen – und dass sich die Schaltfläche dann zum Teil außerhalb des Bildschirms befinden und sich nur blind klicken lassen. Etwas Platz gewinnt man dann noch dadurch, dass man die Taskleiste unten nur bei Bedarf ein- und sonst ausblendet. Und es gibt auch eine Bildschirmlupe, mit der man auf Wunsch einzelne Teile des Bildschirms vergrößern kann, die aber offenbar jedes mal wieder neu gestartet werden muss.

Welches Betriebssystem?

Also mal ehrlich: Dieses Herumfuhrwerken mit Genick-Schmerzen kann doch nicht die optimale Lösung für mobiles arbeiten sein? Ich habe ja den Eindruck, dass die speziell für den Verkauf auf Netbooks entwickelte Starter-Version von Windows7 zwar in der Leistungsfähigkeit abgespeckt wurde, um billiger zu sein, aber keinerlei Anpassung an den kleinen Bildschirm enthält – anders als z.B. Smartphones. Wie wäre es mit einer echten Windows-Netbook-Variante? Für Tipps von eingefleischten Netbook- und Windows-Nutzern bin ich derweil dankbar!!! Vielleicht kann man so ein Netbook am besten im Stehen an einer Art Stehpult verwenden?

Ich habe schon mit der Netbook-Version von Ubuntu geliebäugelt. Denn die soll auch optisch an Netbooks angepasst sein. Indes habe ich in der Kürze der Zeit einfach noch nicht kapiert, wie man den USB-Stick zur Installation erstellt.  Leider bin ich mir nicht ganz sicher, ob unter Ubuntu WLAN und UMTS einwandfrei laufen (auf meinem aktuellen HP-NOTEbook klappt das mit WLAN nämlich nicht…). Und Windows soll auf alle Fälle erstmal erhalten bleiben, falls das nicht funktioniert, daher kann man nicht einfach die gesamte Festplatte formatieren – schließlich liegt für solche Extrawünsche ja keine DVD mit dem Betriebssystem bei!

Letztlich ist das Betriebssystem natürlich kein Problem, dass das Netbook gut oder schlecht macht. Und es ist wahrscheinlich auch kein Problem nur dieses Netbooks. Es wäre jedoch schön, wenn Hersteller, die ein Gerät zu dem Preis herausbringen, auch etwas mehr auf die Bedienbarkeit achten würden.

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