Zum Text

Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine nachhaltige Arbeitswelt. Mit unserem einzigartigen on-Demand Verlags-Konzept bieten wir Bücher, Magazine, eKurse und haben über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – Kunden u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen, Partner Bundesbildungsministerium. Verlegerin Simone Janson ist eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 
Redaktionelle Bearbeitung: Dieser Beitrag wurde zur Veröffentlichung auf Best of HR – Berufebilder.de® überarbeitet und inhaltlich für das Format angepasst von Simone Janson. Alle Beiträge von Simone Janson

Text stammt weitestgehend aus dem Buch: “Der Abschied von der Sachlichkeit: Wie Sie mit Emotionen tatsächlich für Bewegung sorgen” (2015), erschienen bei BusinessVillage Verlag, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.


HornungHier schreibt für Sie: Markus Hornung ist Berater und Redner zum Thema Emotionale Intelligenz.Als studierter Mathematiker und Physiker verbindet er gekonnt Erkenntnisse aus Philosophie, Psychologie und den Neurowissenschaften mit praktischen Anleitungen zum Einsatz von und zum Umgang mit Emotionen. Seit 2003 ist Hornung Mitbegründer und Mitgeschäftsführer des Beratungshauses EQ Dynamics in München. Zu seinen bisherigen Kunden gehören unter anderem MAN, verschiedene deutsche Bildungsträger und Verbände, die LBS Bayern sowie etliche Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Mehr Informationen unter www.eqdynamics.de Alle Texte von Markus Hornung.

  • Positive Energie {+AddOn nach Wunsch}
  • Recruitingwissen für Jobsucher {+AddOn nach Wunsch}
  • Nie mehr sprachlos! Nutze Schlagfertigkeit & die Macht der Rhetorik {+AddOn nach Wunsch}
  • Erstmals Chef! {+AddOn nach Wunsch}
  • Denk dir die Welt schön & gib die Schuld den andern {+AddOn nach Wunsch}
  • Selbstliebe lernen {+AddOn nach Wunsch}
  • Umgang mit Kontrollverlust {+AddOn nach Wunsch}
  • Prioritäten setzen & Erfolg planen {+AddOn nach Wunsch}
  • Karriere im Umbruch {+AddOn nach Wunsch}
  • Nie mehr arbeiten. Gewinnen durch passives Einkommen {+AddOn nach Wunsch}
  • GO DO! Projekte & Ideen gegen Widerstand umsetzen Ziele erreichen {+AddOn nach Wunsch}
  • Meetings mit Erfolg planen & moderieren {+AddOn nach Wunsch}
  • Erfolg per Empfehlung {+AddOn nach Wunsch}
  • Die Bewerbung des Drachen {+AddOn nach Wunsch}
  • Flow finden {+AddOn nach Wunsch}
  • Sorge dich nicht mache {+AddOn nach Wunsch}
  • Erfolgreich Verkaufen Lernen {+AddOn nach Wunsch}
  • Mehr Geld verdienen weniger arbeiten besser leben {+AddOn nach Wunsch}
  • Weg mit dem Stress {+AddOn nach Wunsch}
  • Faul sein trotzdem reich werden & bleiben {+AddOn nach Wunsch}

Umgang mit negativen Emotionen in der Kommunikation: Chef-Killer & andere Filme

Bisher 5182 Leser, 1192 Social-Media-Shares Likes & Reviews (5/5) • Kommentare lesen & schreiben

Lassen Sie uns gedanklich ins Kino gehen, in einen Film, in dem Ihr Chef ermordet wird: Das erzeugt Emotionen. Diese mit “Das ist doch nur ein Film” abzuwürgen, wäre grundfalsch. Das gleiche gilt für Emotionen in der Kommunikation.

Cinema-Film-Emotionen

Umgang mit den Kommunikationen anderer

Im Laufe unseres Lebens haben wir die wichtigsten To-dos im Umgang mit den Emotionen anderer entwickelt und damit eine gute Basis dafür geschaffen, dass diese Emotionen unserer Gesprächspartner ihren Zweck als Kommunikationssignale erfüllen können.

Worum also geht es dabei? Wir sind es im Allgemeinen nicht gewohnt, mit den Emotionen anderer, wenn wir ihnen begegnen, anerkennend oder würdigend umzugehen. Und die Emotionen passen nicht jedem. Und deshalb greifen wir häufig zu Killerphrasen.

Die Fettnäpfchen der emotionalen Kommunikation

Diese Betrachtung wäre aber nicht vollständig, wenn wir uns nicht auch gefährlichen Fettnäpfchen der emotionalen Kommunikation zuwenden würden. Denn es gibt tatsächlich typische Floskeln, die sie besser nie verwenden sollten und die noch viel problematischer sind, als das gerne falsch verwendete Wort “aber”.

Es geht um eine bestimmte Sorte von Killerphrasen, die besonders gerne in Situationen benutzt werden, in denen jemand anderes emotional wird. Da diese Ihnen alles zunichtemachen können, was Sie bis jetzt zum Umgang mit Emotionen anderer gelernt haben, werden wir sie emotionale Killerphrasen nennen.

Achtung, Killerphrase

Was eine Killerphrase ist, wissen Sie. Es handelt sich dabei um jene Sätze, die von in ihrem Metier angeblich erfahrenen Menschen – ich nenne sie bisweilen auch Klugscheißer – immer dann aus dem Ärmel gezaubert werden, wenn es darum geht, Ihnen eine Lektion zu erteilen.


Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Einige Beispiele sind “Dafür bist Du noch zu jung!”, “Dafür sind Sie zu alt!” oder ein absoluter Klassiker, der bei mir sämtliche somatischen Marker in Wallung versetzt: “Das haben wir schon immer so gemacht!”

Emotionale Killerphrasen sind tödlich

Eine allgemeine Killerphrase zeichnet sich also dadurch aus, dass sie einen bestimmten Umstand als unumstößlich, unveränderbar oder auch vollkommen abwegig zementieren soll und dem Empfänger kaum die Möglichkeit eines Austauschs oder einer Verhandlung eröffnet. Emotionale Killerphrasen versuchen das gleiche bei Emotionen anderer und sind daher für den Umgang mit deren Emotionen absolut tödlich!

Je nach Naturell, Stimmungslage oder augenblicklicher Toleranzschwelle benutzen wir früher oder später Sprachmuster, die unterschwellig – oder besser gesagt auf einer Metaebene – folgende Botschaft vermitteln: “Ich sehe dich. Ich nehme wahr, dass Du emotional bist. Ich komme damit nicht zurecht und darum möchte ich, dass Du bitte sofort aufhörst, diese Emotion zu haben oder zu zeigen!”

Was fürs Herz

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Es läuft etwas fürs Herz! Titanic! Es kommt, wie es kommen muss. Der Dampfer bricht auseinander, Tausende finden den Tod, unter ihnen auch unser Held Jack, der von Leonardo di Caprio gespielt wird und mit dem Jack in unserem Gehirn weder verwandt noch verschwägert ist.

Wir blicken an dieser Stelle auf die letzte Stuhlreihe im Kinosaal: Ein klassisch rollenverteiltes Paar sitzt dort. Er ist ein Macho alter Schule und seine Begleiterin ist so etwas wie der Schrecken aller männlichen Fans von Actionfilmen, nämlich eine nahe am Wasser gebaute Heulsuse. Folgendes spielt sich ab:

“Ist doch nur ein Film”

Er (denkt sich): “Sensationelle Special Effects! Wahnsinn, wie haben die das bloß gemacht? Der Cameron hat den halben Dampfer nachbauen lassen. Und als das Ding vorhin auseinandergebrochen ist, da ist einer vom Heck abgestürzt und an der Schiffsschraube abgeprallt, bevor er ins Meer fiel! Irre, was man mit Computern heute alles machen kann!”

Sie (schluchzend): “Mein Gott, ist das furchtbar! Und soooo traurig!”

Er (mit einem missbilligenden Seitenblick):

“Komm Schatz, stell dich nicht so an! Ist doch nur ein Film!”

Meine Damen, haben Sie das schon einmal gehört? Kennen Sie das? Meine Herren, haben Sie das schon einmal gesagt? Und eine andere Frage: Haben Sie es schon jemals erlebt, dass die Gnädigste auf diesen Spruch folgendermaßen reagiert hat:

Sie (mit plötzlicher Erkenntnis und euphorischer Stimme): “Ha! Richtig!! Du hast recht! Hurra, schon geht’s mir besser!!”

Der Klassiker: Mann-Frau-Kommunikation

Niemals! Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass sie sich fragt, mit was für einem abgebrühten Kerl sie im Kino gelandet ist. Genau hier steigen wir in die genauere Betrachtung von emotionalen Killerphrasen etwas tiefer ein. Sie verzeihen mir übrigens, dass ich eine sehr stereotype Situation aus dem Gebiet Mann-Frau-Kommunikation gewählt habe. Alles, was folgt, trifft natürlich auf beide Geschlechter zu.

Wenn Sie sich als Frau einmal einer emotionalen Killerphrase bedienen möchten, dann müssen Sie nur mit ihrem Partner in einen klassischen Männerfilm, zum Beispiel ein Weltuntergangsszenario à la Terminator II gehen und wenn sich dann die Maschinen und die letzten auf der Erde verbliebenen Menschen bekämpfen, fragen Sie Ihren Begleiter ganz selbstbewusst und trocken, ob der ganze Film nicht doch “ein wenig unrealistisch” sei.

Wir können mit den Emotionen anderer nicht umgehen

Wie schon gesagt: Wir sind es im Allgemeinen nicht gewohnt, mit den Emotionen anderer, wenn wir ihnen begegnen, anerkennend oder würdigend umzugehen.

Je nach Naturell, Stimmungslage oder augenblicklicher Toleranzschwelle benutzen wir früher oder später Sprachmuster, die unterschwellig – oder besser gesagt auf einer Metaebene – folgende Botschaft vermitteln: “Ich sehe dich. Ich nehme wahr, dass Du emotional bist. Ich komme damit nicht zurecht und darum möchte ich, dass Du bitte sofort aufhörst, diese Emotion zu haben oder zu zeigen!”

Machen wir uns klar: Nichts anderes steckt auch hinter der Formulierung “Ist doch nur ein Film!”

Warum emotionale Killerphrasen?

Aus diesem Grund nennen wir Sprachmuster dieser Art auch emotionale Killerphrasen. Abgesehen davon, dass die Filmindustrie pro Jahr etliche Milliarden von Dollar umsetzt, eben weil sie Emotionen erzeugt – was dem Satz “Ist doch nur ein Film!” an sich bereits eine gewisse Absurdität verleiht – erreicht der Sender solcher Worte sein Ziel nicht.

Niemand hört aufgrund einer derartigen Aufforderung auf, Emotionen zu haben! Und zwar schlicht und einfach, weil die Emotion, in dem Augenblick, in dem sie gezeigt wird, ein körperlicher Zustand, eine physiologische und neurologische Tatsache ist, ein Cocktail von Neurotransmittern im limbischen System. Diesem Cocktail ist es ziemlich egal, ob jemand seinem Besitzer zugesteht, diese Emotion haben zu dürfen!


Text als PDF kaufen

Diesen Text als PDF erwerben (nur zur eigenen Nutzung ohne Weitergabe gemäß AGB): Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu. Sie können auch Text-Reihen erwerben.

3,99Jetzt buchen

Mehr erfahren – unsere Bücher zum Thema

Oder für wenig mehr direkt ganzes Buch oder eKurs zu diesem Thema kaufen, dazu weiterlesen. Hier finden Sie eine passende Auswahl.

eKurs on Demand kaufen

Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns eine eMail mit gewünschten Titel an support [at] berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!

19,99Jetzt buchen

  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
  • buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review
    buch-review

2 Antworten zu „Umgang mit negativen Emotionen in der Kommunikation: Chef-Killer & andere Filme“

  1. kanzlei-job

    Emotionale Killerphrasen in der Kommunikation – Teil 2: Nur ein Film?: Lassen Sie uns gedanklich ins Kino gehe… – Spannender BeitragdvBu5VGVSU

  2. KompetenzPartner

    Emotionale Killerphrasen in der Kommunikation – Teil 2: Nur ein Film?: Lassen Sie uns gedankli… – Spannender BeitragI8KnisxaMg #Beruf #Bildung

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.

EnglishDeutsch