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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

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Best of HR – Berufebilder.de®Claudia Simon ist Geschäftsführerin der VISTEM GmbH & Co. KG.Sie Unternehmensberaterin für Strategie- und Organisationsentwicklung in Unternehmen und berät gemeinsam mit einem Expertenteam nationale und internationale Unternehmen in ihrer Wachstumsentwicklung.Simon absolvierte eine Ausbildung zur Industriekauffrau und studierte Betriebswirtschaft an der FH Worms. Nach der Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten und der Tätigkeit als Assistentin der Geschäftsleitung in größeren Anwaltskanzleien, wo sie u.a. bei der Implementierung eines Managementsystems mitwirkte, leitete sie die Abteilung Schulung und Consulting eines Unternehmens für Anwaltssoftware.Neben ihrer Arbeit als Unternehmensberaterin koordiniert Caudia Simon das Netzwerk deutschsprachiger Experten, Anwender und Interessenten zur Theory of Constraints. Mehr Informationen unter www.vistem.eu

{Studie} Multitasking & negative Auswirkungen: 25 % weniger Umsatz, 20 % weniger Leistung

Das vieldiskutierte Thema Multitasking wurde aktuell wissenschaftlich untersucht. Die Studie zeigt: Wo an mehreren Projekten und Aufgaben gleichzeitig gearbeitet wird, gehen 25 % des Umsatzes und 20 % Leistungsfähigkeit verloren.

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Alltag in Unternehmen: Aufgaben werden selten ohne Unterbrechung abgeschlossen

Jeder kennt das: Wenig Unterbrechungen und Störungen ermöglichen ein effizientes und fehlerfreies Arbeiten. Wenn es nur so einfach wäre. Der Alltag in den Unternehmen zeigt etwas anderes:

In der Studie mit knapp 500 Teilnehmern, die das Unternehmen Vistem gemeinsam mit Dr. Ayelt Komus, Professor für Organisation und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Koblenz, durchführte, gaben lediglich 10 % der Befragten an, ununterbrochen an einer Aufgabe bis zur Fertigstellung arbeiten zu können. Für die Mehrheit von 90 % sind sogar mehrfache Störungen die Norm.

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Der Mensch ist kein Computer

Moderne Technologien ermöglichen Rund-um-die-Uhr und 7-Tage-die-Woche eine Kommunikation auf allen Kanälen. Immer mehr Informationen strömen so auf uns ein – und wir wissen eigentlich gar nicht mehr, wie wir diese sortieren und einordnen sollen, um sie im Falle eines Falles auch wiederzufinden.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs bzw, Reihe herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Dies kann sich negativ auf den Arbeitsaufwand, das Ergebnis und eventuell die psychische Gesundheit des Mitarbeiters auswirken. Im Einzelnen leiden die befragten Teilnehmer unter folgenden Aspekten:

  • Möglichst viele Prozesse gleichzeitig steuern.
  • Eine ständig wachsende Anzahl an Aufgaben erledigen.
  • Die Geschwindigkeit immer weiter steigern.

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Weder Wertschätzung noch Wertschöpfung

Unsere Studie zeigt: Das damit verbundene Multitasking ist eine Sackgasse – für jeden einzelnen Betroffenen menschlich betrachtet ebenso wie für Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht.

Wertschätzung sieht anders aus. Nicht viel besser sieht es laut Studie mit der Wertschöpfung aus: Mehr als 60 Prozent der Befragten geben an, dass ein erheblicher Teil des Aufwands (>20%) nicht wertschöpfend eingesetzt wird.

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Die Studie im Detail

Befragt für die Studie “Multitasking im Projektmanagement – Status Quo und Potenziale” wurden übrigens Teilnehmer aus 20 Branchen, darunter ca. 50 % aus Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern sowie 50 % mit einer Zahl zwischen 1.000 und 10.000 Beschäftigen.

7% der Befragten gehören dem Vorstand an, 9% sind Hauptabteilungsleiter/Direktoren, 24% Abteilungsleiter oder vergleichbar. 35% fungieren als Gruppen- oder Teamleiter, 13% als Sachbearbeiter. 12% fallen nicht in die genannten Kategorien und sind daher nicht zuzuordnen. Hier einige aussagekräftige Ergebnisse kurz zusammengefasst:

  • 25 % der Teilnehmer mit hohem Multitasking-Anteil schätzen den Erfolg ihres Unternehmens durchschnittlich schlechter ein: Potenzial zur Verbesserung des Projektdurchlaufs über 25 %.
  • Fast 70 % der Befragten sind der Meinung, dass mindestens 30 % der Projektlaufzeit eingespart werden können.
  • Nur 2 % der Befragten arbeiten nicht parallel an mehreren Aufgaben.
  • Bei fast 80 % gibt es eine erhebliche Anzahl an Spezialisten, die nicht vertreten werden können.
  • Fast 70 % der Gruppenleiter haben mit ständig wechselnden Prioritäten zu kämpfen.
  • In knapp 70 % der Fälle muss auf Managementunterstützung gewartet werden bzw. verzögert sich das Projekt.
  • Mehr als 75 % der Projekte starten unzureichend vorbereitet und verursachen damit Mehraufwand.
  • Wo an mehreren Projekten und Aufgaben gleichzeitig gearbeitet wird, werden 20 % Kapazitäten verschleudert, es gehen als 20 % Leistungsfähigkeit in Unternehmen verloren.
  • Das bedeutet, dass das Unternehmen 25% mehr Umsatz machen könnte und zwar mit den gleichen Ressourcen.

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Deutliches Einsparpotenzial

Zusammenfassend hat die Studie gezeigt: In Unternehmen, in denen die Indikatoren für Multitasking besonders ausgeprägt waren, wurde auch ein mögliches Einsparpotenzial als besonders hoch eingestuft.

Um dieses Potenzial zu heben, ist laut Studie sowohl ein hoher Reifegrad im Projektmanagement als auch bei agilen Methoden notwendig. Eine nur lokale oder teilweise Einführung ist weitgehend wirkungslos. Die besten Ergebnisse werden mit einem Hybrid aus Critical Chain Projektmanagement und agilen Methoden erreicht.

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Kostenloser Schnelltest zeigt eigenen Multitasking-Score

Für alle, die sich mit den Teilnehmern der Studie vergleichen wollen, gibt es einen Schnelltest, der Auskunft gibt, wie stark das Multitasking im eigenen Unternehmen oder Umfeld ausgeprägt ist und wie viel Potenzial dadurch verschenkt wird. Neun Fragen aus dem alltäglichen Arbeitsleben werden dazu anonym und möglichst spontan beantwortet.

Die Antworten werden mit Punkten von 0 “paradiesischer Zustand” bis 10 “hier ist negatives Multitasking maximal vorhanden” versehen und bilden den Negativen Multitasking-Score.

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Bücher zum Thema

6 Antworten zu “{Studie} Multitasking & negative Auswirkungen: 25 % weniger Umsatz, 20 % weniger Leistung”

  1. Nebojsa Jovanovic sagt:

    Multitasking-Studie zeigt negative Auswirkungen in Unternehmen #HR #PM #Produktivität – Empfehlenswerter Beitrag k5hFtiiHCD

  2. IFM GmbH sagt:

    Multitasking-Studie zeigt negative Auswirkungen in Unternehmen: weniger Umsatz, weniger Leistung – Empfehlenswerter Beitrag NReJvmq0yW via @berufebilder

  3. PM leicht gemacht sagt:

    Multitasking-Studie zeigt negative Auswirkungen in Unternehmen: 25 % weniger Umsatz, 20 % weniger Leistung – Empfehlenswerter Beitrag zAf9XJJaJE

  4. ÖPWZ sagt:

    RT @lombego_ms: Multitasking ist eine Sackgasse – Und hier kann jetzt die #Digitalisierung helfen? – Empfehlenswerter Beitrag 2GkLEtkB4c via @Berufebilder

  5. Marlis Schorcht sagt:

    Multitasking ist eine Sackgasse – Und hier kann jetzt die #Digitalisierung helfen? – Empfehlenswerter Beitrag 2GkLEtkB4c via @Berufebilder

  6. KompetenzPartner sagt:

    Multitasking-Studie zeigt negative Auswirkungen in Unternehmen: 25 % weniger Umsatz, 20 % weniger Leistung von… – Empfehlenswerter Beitrag i0jAFYg4Gr

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