In vielen Berufen ist Verkaufstalent gefragt. Doch der Beruf des Verkäufers hat ein Imageproblem. Daher verhelen nicht wenige Menschen, was sie eigentlich tun. Das ist schade, denn nur wer mit seinem Beruf zufrieden ist, verkauft auch gut.

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Verkäufer – ein Traumberuf?

In meinen Trainings erlebe ich immer wieder, dass Verkäufer so gar nicht gerne zugeben, was sie eigentlich tagein und tagaus tun. Sie bezeichnen sich als Kundenberater, Key Account Manager, beschreiben ausführlich die Branche oder nennen lieber das Unternehmen, für das sie “tätig sind”.

Lehrer, Ärzte oder Ingenieure führen seit Jahren die Beliebtheitsskala der Topberufe in Deutschland an, so das Ergebnis regelmäßiger Marktforschungen zum Thema Wunschberufe. Dies bestätigte auch vor kurzem wieder das
Ergebnis einer internationalen Studie des GfK-Vereins, für die 28.000 Menschen in 25 Ländern nach ihrem Vertrauen in Berufe befragt wurden.

Krisensicherheit als Kriterium

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich schon mit dem Imageproblem der Verkäufer und habe, selbst leidenschaftliche Verkäuferin, eines festgestellt: Wie gefragt ein Beruf ist, hängt nach Aussage der Marktforscher vor allem auch von seiner Zukunftsfähigkeit ab.

Legt man als Beliebtheitskriterium “Krisensicherheit” zugrunde, so gehört meiner Meinung nach ein weiterer Beruf ganz weit vorne auf die Liste der Job Hitparade: der des Verkäufers!

Verkäufer als Wegweiser und Berater

Im Zeitalter des Internets ist faktisch jedes Gut für jeden zugänglich. Es herrscht ein Überangebot an Produkten und Informationen. Potentielle Käufer verlieren schnell den Überblick und dadurch die Kaufmotivation. Jetzt kommt der Verkäufer oder auch Vertreter ins Spiel.

Er hat heute eine noch wichtigere Rolle als in der Vergangenheit. Er fungiert als Wegweiser, als Guide im Angebotsdschungel. Wie ein Pfadfinder hilft er dem Kunden dabei, für seinen Bedarf das richtige Produkt und die richtige Dienstleistung zu finden. Das gilt zumindest für den Verkäufer, der seinen Berufsethos ernst nimmt und neben seinem eigenen Verdienst vor allem das Wohl seines Kunden im Sinn hat.

Mit den richtigen Werten zum glücklichen Verkäufer

Auf der Basis der richtigen Werte ist der Verkäuferjob nicht nur krisensicher, er macht auch richtig glücklich. Warum? Die Einsicht des Evangelisten Lukas, dass “Geben seliger als nehmen ist”, ist Jahrtausende alt und gilt heute mehr denn je. Denn als Verkäufer seinen Kunden Freude zu bereiten und echten Sinn zu stiften, macht nicht nur richtig Spaß, es macht auch dauerhaft glücklich und zwar sowohl die Kunden als auch den Verkäufer selbst.

Neben der Zukunftssicherheit und der Möglichkeit Sinn zu stiften, hat der Verkäuferberuf noch weitere attraktive Seiten zu bieten: Selten ist ein Angestellter in der Ausführung seines Berufes so frei wie ein Mitarbeiter im Vertrieb oder im Außendienst. Immer vorausgesetzt, die Zahlen stimmen, so ist der Verkaufsmitarbeiter meist Herr über seine eigene Zeit und frei in der Planung seiner Aktivitäten. Er entscheidet selbst, welche und wie viele Kunden er wann und wo besucht. Diese Selbstbestimmtheit ist ein wesentlicher und andauernder Zufriedenheitsfaktor für den beruflichen Alltag.

Glücksfaktor Wohlstand und Fülle

Muss ein Verkäufer um glücklich zu sein auch selbstlos sein? Nein, keineswegs.
Die Möglichkeit Wohlstand und Fülle für sich zu erreichen, ist ein hoher Motivator und damit ein weiterer wesentlicher Glücksfaktor.

Im Vergleich zu anderen Professionen bietet der Verkäuferberuf überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten, natürlich meist verbunden mit einem hohen Zeiteinsatz. Auch hier ist der Verkäufer seines eigenen Glückes Schmied, denn meist erntet er auch die Früchte für sein eigenes Engagement und bestimmt selbst, wie reichhaltig die Ernte für ihn am Ende des Jahres ausfallen soll.

Sich des eigenen Glücks als Verkäufer bewusst sein

Die positiven Eigenschaften des Verkäuferberufs auf den Punkt gebracht:
Zukunftssicherheit, Gestaltungsfreiheit, Sinnhaftigkeit und die Möglichkeit zu dauerhaftem materiellen und immateriellen Wohlstand zu kommen.

Mein Tipp Nr 1: Vor Augen führen

Egal ob Sie bereits Verkäufer sind oder darüber nachdenken einer zu werden, führen Sie sich diese Glücksfaktoren immer wieder vor Augen und Sie haben beste Chancen in ihrem Traumberuf dauerhaft glücklich zu werden.

Mein Tipp Nr 2: Traumberufe?

Berufe, die Ihnen immer wieder als Traumberuf verkauft werden, sind es oft in der Realität nicht. Deshalb Vorsicht vor Vergleichen, denn “Das Vergleichen ist das Ende des Glücks, und der Anfang der Unzufriedenheit!”, das wusste schon der dänische Philosoph Sören Kierkegaard, oder vereinfacht ausgedrückt: “Machen Sie doch einfach, was Sie wollen!”