TALK | Milliardär und Shutterstock-Gründer Jon Oringer: Innere Überzeugung Kreativität und ausreichend schlafen


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Bildrechte:  Bildmaterial von unserem Talk-Gast.

jon oringer

Jon Oringer ist Gründer und Geschäftsführer von Shutterstock, eine Stock-Photo-Agentur mit Sitz in New York. Im ersten Teil des Interviews erzählt er, was für eine erfolgreiche Existenzgründung nötig ist und wie man seine ersten Mitarbeiter findet.

Jon Oringer stammt aus New York. Er studierte Mathematik und Computer Science an der Stony Brook University und machte seinen Master in Computer Science an der Columbia Universität. 2003 gründete er Shutterstock mit dem Ziel lizenzfreies Bildmaterial zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Er begann dabei mit 30’000 seiner eigenen Fotos. Heute fimiert das Unternehmen als globaler Marktplatz für visuelle Inhalte mit Sitz in New York, hat 250 Mitarbeiter, ist an der Börse und vertreibt über 30 Millionen Fotos, Illustrationen, Vektorgrafiken und Videos. Laut Forbes und Bloomberg Businessweek ist er Silicon Alley’s erster Milliardär.




Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

  Profil

Was tun Sie als Erstes, wenn Sie Ihren Arbeitstag – zuhause oder im Büro – starten?

Keine Frage: eMails. Ich habe leider das Smartphone direkt neben dem Bett liegen, sodass ich jederzeit auf Anrufe oder eMails reagieren kann. Was auch neben dem Bett liegt, ist ein Notizblock für neue Ideen.

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Wie haben Sie Shutterstock gegründet?

Ich war schon immer IT-begeistert. Mit fünf Jahren habe ich die ersten Programmierschritte gemacht und mir dann als Teenager ein paar Dollar mit der Reparatur von Computern dazu verdient.

Mit diesem Business wäre ich aber nicht weit gekommen, das war mir früh klar. Es war aber auch nicht weiter schlimm, denn ich hatte sehr viele andere Ideen. Vor allem aber hatte ich schon immer den Mut, Neues zu starten. Vor Shutterstock habe ich bereits zehn andere Firmen gegründet – mehr oder weniger erfolgreich.

Und so ist Shutterstock entstanden?

Als es mit Shutterstock losging, war ich gerade Ende Zwanzig und hatte einen Pop-up-Blocker entwickelt. Und stellte fest:

Egal, über welchen Weg ich neue Kunden ansprechen wollte, ich brauchte immer wieder Bildmaterial, hatte aber nur wenig Budget. So müsste es auch anderen gehen, dachte ich, und daraus ist dann die Geschäftsidee Shutterstock erwachsen.

Nach 10 Firmengründungen: Was hat Sie motiviert, so ein Projekt wie Shutterstock durchzuziehen?

Genau wie bei den vorherigen Gründungen war ich sehr überzeugt von meiner Idee. Ob Shutterstock erfolgreich werden würde, wusste ich natürlich nicht.

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Was ich aber wusste, ist, dass ich etwas Erfolgreiches schaffen wollte. Hätte sich das Ganze anders entwickelt, hätte ich vermutlich bald eine neue Idee verwirklicht. Zum Glück lief das Geschäft aber schon nach sechs Monaten sehr gut und die Nachfrage nach Shutterstock-Bildern war von Anfang an groß.

Ist diese starke innere Überzeugung für den Erfolg von Shutterstock verantwortlich?

Ich versuche mich ständig neu herauszufordern. Es ist wichtig, nicht auf der Stelle zu treten, sondern sich immer weiterzuentwickeln. Lernen ist ist ein Prozess ständiger kleiner Veränderungen. Man macht Fehler, lernt daraus und macht dann weiter.

Auch der Erfolg von Shutterstock ist letztlich das Ergebnis vorheriger Fehler. Und auch jetzt suche ich ständig Verbesserungsmöglichkeiten im Unternehmen. Zum Beispiel versuche ich herauszufinden, wie wir schneller neue Entwicklungen auf den Markt bringen, das Marketing verbessern können usw.

Wodurch zeichnet sich Ihr Arbeitsstil aus?

Ich arbeite sehr methodisch, schnell und effizient. Meine Arbeit ist ein integraler Bestandteil meines Lebens; ich trenne die Arbeit nicht vom Rest.

Das gehört eben dazu, wenn man eine eigene Firma hat. Ich kenne das auch gar nicht anders: Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich schon immer mein eigenes Ding gemacht und nie anders gearbeitet habe.

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Gibt es Momente, in denen Sie nicht arbeiten?

Ja. Wenn ich schlafe beispielsweise. Ich mache auch Pausen und gehe z.B. mehrmals in der Woche ins Fitness-Studio.

Oder ich gehe spazieren oder mache Fotos. Reisen ist auch etwas, das meine Kreativität sehr beflügelt.

Wie viele Stunden schlafen Sie pro Nacht?

Im Schnitt 7 Stunden pro Nacht. Es wäre phantastisch, mit weniger auszukommen, aber das gelingt mir leider nicht.

Aber wenn ich merke, dass meine Produktivität nachlässt, mache ich ein Power Nap.

Gab es in der Unternehmensentwicklung auch Rückschläge, aus denen Sie gelernt haben?

Die zehn vorherigen Unternehmen, die ich gegründet habe, sind alle im Sand verlaufen, aber es ist etwas Gutes daraus entstanden, nämlich Shutterstock.

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Wer waren die ersten Mitarbeiter, die Sie eingestellt haben?

Als erstes habe ich weitere Programmierer eingestellt. Shutterstock ist als Knotenpunkt zwischen Künstlern, die ihre Werke über die Plattform verkaufen, und Kunden, die nach neuem Bildmaterial suchen, konzipiert.

Ich wusste, dass ich vor allem den Marktplatz optimieren und ausbauen muss, damit beide Seiten gerne mit Shutterstock arbeiten. Einige dieser Mitarbeiter der ersten Stunde sind auch immer noch im Unternehmen – David Chester, unser Chief Architect, und Dan McCormick, SVP Technology. Noch heute sind wir sehr Technologiegetrieben und verbessern beispielsweise kontinuierlich die Suchmöglichkeiten.

Wie ging es dann weiter mit der Entwicklung von Shutterstock?

Bereits im ersten Jahr stellte ich Mitarbeiter ein, die mir bei der technologischen Weiterentwicklung helfen sollten. Zudem arbeitete ich auch mit ersten externen Fotografen.

Sie müssen sich vorstellen, ich habe am Anfang alles selber gemacht, bin durch die Straßen New Yorks gelaufen, auf der Suche nach geeigneten Motiven, habe die Bilder bearbeitet und hochgeladen und gleichzeitig noch alle anderen Aufgaben übernommen.

Da wusste ich einerseits, dass ich es alleine nicht länger schaffe, aber auch, dass ich mit meiner Idee richtig lag und aus Shutterstock was ganz Großes werden kann.

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Wie ist Ihr Unternehmen strukturiert und was hat sich im Laufe der Zeit verändert?

Vom One-Man-Shop sind wir mittlerweile zu einem über 470 Mitarbeiter starken Unternehmen gewachsen. Wir beschäftigen immer noch sehr viele Programmierer mit unterschiedlichen Schwerpunkten, um die Technologie hinter Shutterstock kontinuierlich zu verbessern und neue Angebote zu entwickeln, die das Finden von Bildmaterial einfacher und spannender machen.

Die Struktur hat sich mit dem Wachstum des Unternehmens stark verändert, und am schwierigsten war es trotz der Größe die ursprüngliche Kultur beizubehalten und effektive Kommunikationsstrukturen zu pflegen.


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  1. ballograf

    Start Ups können nur Erfolg haben, wenn man sich 100% dahinter klemmt. Ein bisschen Glück und die richtigen Leute zu kennen, schaden natürlich auch nicht :)

    • Simone Janson

      Danke für den Kommentar, das sehe ich auch so. Und man sollte bereit sein, aus seinen Fehlern zu lernen, wie das Beispiel zeigt.

  2. Sybille Hubig

    RT @Berufebilder: Interview mit Milliardär & Shutterstock-Gründer Jon Oringer – 1/4: “Ich war überzeugt von d … –

  3. Berufebilder

    Interview mit Milliardär & Shutterstock-Gründer Jon Oringer – 1/4: “Ich war überzeugt von d … –

  4. Simone Janson

    Interview mit Milliardär & Shutterstock-Gründer Jon Oringer – 1/4: “Ich war überzeugt von d … –

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