EnglishGerman

Microsoft oder wie man Sparmaßnahmen positiv verkauft: Arbeitet doch, wo Ihr wollt!


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Als Yahoo das Home Office verbot, ging ein Aufschrei des Entsetzens durch die Welt. Nun macht Microsoft das genaue Gegenteil. Doch hinter der vermeintlichen Liberalität steckt eine PR-technisch gut inszenierte Einspar-Maßnahme.

home-office


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Weitere Infos & Leistungen? Werden Sie Mitglied oder profitieren Sie von unserem regelmäßigen Newsletter!

Arbeitet doch, wo Ihr wollt!

Wie die FAZ vergangene Woche meldete, hat Microsoft verkündet, dass seine Mitarbeiter von nun an arbeiten dürften, wo sie wollten - zu Hause oder an einem der Standorte. Damit will Microsoft, so die offizielle Begründung, „die eigenen Regelwerke den Lebenswirklichkeiten“ anpassen.

Das klingt liberal. Gleichzeitig will Microsoft aber drei Standorte schließen und die drei übrigen Standorte München, Köln und Berlin dahingehend umbauen, dass "in erster Linie auf die Begegnung mit Kunden, Partnern und anderen Gästen ausgerichtet" sind.

PR-technisch gut getarnte, euphemistische Sparmaßnahme

Damit entlarvt Microsoft seine Liberalisierung als PR-technisch gut getarnte, euphemistische Einsparmaßnahme - und liegt damit auch noch voll im aktuellen Trend:

Denn das IT-Unternehmen Citrix Systems hatte in einer Befragung von 1.900 hochrangigen IT-Entscheidern in 19 Ländern herausgefunden, dass diese bis zum Jahr 2020 ihre Büroflächen um rund 14 Prozent reduzieren wollen. Für einen Mitarbeiter stehen dann nur noch zwei Drittel Schreibtisch zur Verfügung.

Gegenstück zu Yahoo

Und Microsoft springt damit geschickt auf den Zug der Home-Office-Befürworter auf, die in der Diskussion um Yahoo-Chefin Marissa Mayer Stellung bezogen hatten.

Die Ankündigung Mayers, Mitarbeitern von Yahoo, immerhin eines der führenden IT-Unternehmen, das zu-Hause-Arbeiten zu verbieten, hatte im vergangenen Frühjahr einen wahren Feuersturm der Entrüstung ausgelöst.

Home-Office mit negativen Folgen?

Geschickt gemacht, Microsoft!

Doch langfristig könnte sich die Maßnahme auch negativ auswirken. Denn wie AECOM-Geschäftsführer Axel Praus in einem Gastbeitrag hier auf Berufebilder gerade festgestellt hat, ist für das Home Office gar nicht jeder und jedes Arbeitsverhältnis geeignet.

Nur feste Vereinbarungen schaffen Vertrauen

Außerdem reicht es laut Prauß nicht, den Leuten die Freiheit bei der Wahl des Arbeitsplatzes zu geben. Viel mehr müssen die Bedingungen klar abgesprochen und vor allem durch ein professionelles Change-Management begleitet werden.

Dadurch soll sicher gestellt werden, dass der Mitarbeiter einerseits seine Privatsphäre wahrt, aber andererseits sich auch nicht von Firma und Kollegen vollständig isoliert.

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere E-Kurse & persönliche Beratung


E-Kurse Beratungberufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. Pingback: Meine aktuelle Kolumne in “Die Welt”: Karriere im Home-Office? | B E R U F E B I L D E R

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.