Mit Mediation günstig Konflikte beilegen & Gerichtsverfahren vermeiden: 7 Grundprinzipien der Mediation



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Damit eine Mediation überhaupt gelingen kann, müssen 7 Grundprinzipien berücksichtigt werden - zum Beispiel die Freiwilligkeit der Teilnahme oder die Neutralität des Mediators. Ein Überblick:

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1. Prinzip: Es darf keiner zur Teilnahme gezwungen werden

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Alle Parteien nehmen freiwillig an dem Mediationsverfahren teil. Das ist schön gesagt, aber wie sieht es aus, wenn zum Beispiel der Arbeitgeber möchte, dass seine Mitarbeiter an einem Mediationsverfahren teilnehmen? Wie weit nimmt ein Arbeitnehmer an dem Verfahren dann freiwillig teil? In dem Fall sollte der Chef zumindest während der ersten Sitzung präsent sein und seine Hoffnungen mit dem Verfahren artikulieren.

Wichtig beim Verfahren ist, dass die ranghöchste teilnehmende Person zuerst Ihre Interessen kundtut, damit der Rahmen für die Mitarbeiter und die Mediatoren leichter überschaubar ist!

2. Prinzip: Das Verfahren wird ergebnisoffen durchgeführt

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Was ist darunter zu verstehen?

Es gibt im Vorfeld kein definiertes Ziel.


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Der Arbeitgeber, um zum Beispiel vom ersten Prinzip zurückzukommen, kann jetzt nicht seine Wünsche äußern, wie das Mediationsverfahren endet. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Mediationsverfahren zwischen zwei Parteien durchgeführt wird, um eine engere Zusammenarbeit auszuloten und stattdessen finden sich die Parteien nach dem Verfahren total getrennt wieder.

Das kann natürlich auch in die andere Richtung gehen. Eine Mediation zur Trennung mündet in einem engeren Zusammenschluss. Es gibt kein richtiges oder falsches Ergebnis, es kann in jede Richtung gehen.

3. Prinzip: Der Mediator ist neutral und Allparteilich

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Das ist eines der Kernstücke der Mediation. Der Mediator hat absolut neutral und muss gegenüber allen Parteien offen aufzutreten, unabhängig davon wer sein Honorar bezahlt. Ohne diese Neutralität könnten die Konfliktparteien kein Vertrauen zum Mediator und dem Verfahren bekommen.

Jeder fühlt sich „über den Tisch gezogen“. Dieser Neutralitätsgrundsatz ist im Mediationsgesetz auch aufgenommen worden. Es ist dem Mediator untersagt, ein Verfahren über eine Sache durchzuführen in dem er zuvor bereits für eine der Parteien tätig war.

Das trifft zum Beispiel für Steuerberater zu, die bei ihren Mandanten ein Mediationsverfahren durchführen. Von dem Grundsatz kann nur abgewichen werden, wenn beide bzw. alle Konfliktparteien damit einverstanden sind.

4. Prinzip: Lösungsbereitschaft/ Eigenverantwortung

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Die Lösung wird nicht durch den Mediator „verkündet“. Das ist auch ein wesentlicher Unterschied zu einer sogenannten Schlichtung. Ein Schlichtungsverfahren endet immer mit einem Schlichtungsspruch, das also fachlich die verschiedenen Seiten, das Für und Wider abgewogen wird und am Ende wird ein Ergebnis verkündet.


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Das ist hier absolut nicht der Fall! Die Konfliktparteien selbst müssen die Lösung erarbeiten. Selbst wenn keine Lösung gefunden werden kann - aus den unterschiedlichsten Gründen wird sich der Mediator nie einmischen. Keine Lösung ist dann eine von vielen Lösungsmöglichkeiten.

5. Prinzip: Die Rückkopplung

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Dieses Prinzip baut auf das vierte Prinzip auf. Der Mediator wird sich immer wieder bei den Parteien vergewissern, ob diese mit seiner Gesprächsführung einverstanden sind, ob Sie ihn noch als neutral einstufen, oder ob sich jemand zurückgesetzt fühlt.

6. Prinzip: Vertraulichkeit

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Damit das Mediationsverfahren erfolgreich durchgeführt werden kann, muss die absolute Vertraulichkeit der Informationen sichergestellt sein. Die Parteien müssen sich absolut sicher fühlen (und das natürlich zu Recht), dass niemand etwas außerhalb des Raumes erfährt, es sei denn, dass ist von Beiden so gewollt.

7. Prinzip: Informiertheit

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Der Mediator hat sicherzustellen, dass alle Parteien über dasselbe Informationslevel verfügen. Er wird also auch darauf drängen, dass jeder die getroffenen Vereinbarungen vor Unterzeichnung, noch einmal rechtlich prüfen lässt.

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  1. Eberhardt D.

    Mediation ist eine ganz tolle Methode!

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