Meine "Märchenprinzstrategie" für Frauen in MINT-Fächer: Emanzipation durch die Hintertür?


Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
Bildmaterial erstellt von Simone Janson | Best of HR - Berufebilder.de®

Manchmal bekommt man über Twitter lustige Anregungen, die zu dem passen, was man sonst schon geschrieben hat. Und daraus formt man dann neue Ideen. So wie diese hier. Meine

Mehr Wissen - PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung


Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin & Beraterin für HR-Kommunikation. Profil


Mehr Wissen? Diesen Text herunterladen oder eKurs zum Thema buchen. Insider-News per Newsletter oder für Mitglieder!

Sexy Berufe?

Zur Übersicht

In der vergangenen Woche habe ich, übrigens nicht ganz Ironiefrei, einen Beitrag über die Umfrage einer Partneragentur gepostet; kurz gesagt ging es darum, wie sich der Beruf auf die sexuelle Attraktivität auswirkt.

Dazu gab es vor allem via Twitter einige Reaktionen - u.a. von meiner Kollegin Meike Nordmeyer, die als Kommentar dazu twitterte:

"guck an, guck an.... wenn man mir nun auch noch die entsprechende Verehrung zuteil kommen ließe - das wär' was. ;-)" (siehe:

Technische Fachkräfte fehlen - was tun?

Zur Übersicht

Genau diese Entgegnung hat mich dazu gebracht, das Thema etwas weiter zu denken: Denn nach besagter Umfrage rangieren IT-Berufe ganz hinten auf der Rangliste der attraktivsten Berufe. Genau das aber ist wirtschaftlich gesehen ein Problem: Denn in Deutschland fehlen die Fachkräfte. Daher sollen auch verstärkt Frauen davon überzeugt werden, einen technischen Beruf zu ergreifen, wie dieser Beitrag zeigt.


Tipp: Text als PDF (Anleitung lesen!) - oder eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Tüftlerfächer sind nicht Sexy...

Zur Übersicht

Da gibt es allerdings ein Dilemma: Die Mädels wollen nicht so richtig. Sie studieren nach wie vor lieber irgendwas mit Medien, aber nicht technisches - denn die Tüftlerfächer gelten einfach als unsexy, wie auch der Spiegel in einer Absolventenbefragung feststellte: . Der Mangel an MINT-Studentinnen  - ein reines Imageproblem also? (MINT ist übrigens die abkürzung für Mathe-Informatik-Naturwissenschaften-Technik)

Wenn das so ist, dann wäre es zu lösen. Inititativen, die Frauen von der Qualität technischer Fächer überzeugen sollen wie gibt es ja bereit. Jetzt müssten die nur noch Ihre Taktik ändern:

Bislang versuchte man nämlich immer, die Mädels mit Geld, Karrierechancen und vielleicht noch dem Spaßfaktor zu ködern. Völlig falsche Strategie: Man muss den Mädels erzählen, dass ihre Chancen, einen Kerl abzukriegen, in technischen Fächern viel höher liegen als in Fächern wie Germanistik und Kunstgeschichte und in Berufen, die "irgendwas mit Medien" zu tun haben.

...aber es gibt mehr Märchenprinzen!

Zur Übersicht

Denn mit einem Argument, auf das mich Frau Nordmeyer mit ihrem Kommentar gebracht hat, relativiert sich die oben erwähnte Umfrage recht schnell: Der Männerüberhang ist in technischen Berufen einfach so groß, dass auf jede Frau im Schnitt geschätzte 5-10 Verehrer kommen. Wohingegen in anderen Berufen die Verehrer schon aufgrund der hohen Konkurrenz ausbleiben...

Wie wäre es also, wenn man einfach mal dieses Argument in den Vordergrund stellt, um Frauen für technische Berufe zu gewinnen? Statt "Ihr verdient fett Kohle" also "Ihr findet bestimmt Euren Märchenprinzen"?

Emanzipation durch die Hintertür?

Zur Übersicht

Naürlich mag der eine oder andere jetzt einwenden, dass junge Frauen ja heutzutage emanzipiert sind und man ihnen mit diesem Argument nicht kommen kann - aber sieht die Realität wirklich so aus?


Tipp: Text als PDF (Anleitung lesen!) - oder eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Diverse Medienberichte legen nahe, dass die Kombination "Frau & Geld" mit Hinblick auf die Partnerwahl kein sehr positives Image hat ), ja dass es im Gegenteil für die Beziehunge sogar ein Problem darstellt, wenn Frauen viel verdienen: http://www.zeit.de/gesellschaft/2009-10/leserdebatte-sie-verdient-mehr

Wer kann in Anbetracht solcher Artikel und des dahinterstehenden Frauenbildes ernsthaft erwarten, dass junge Frauen ihre Berufswahl nach den Karriere- und Verdienstoptionen ausrichten? Und bietet bei diesem Problem nicht genau die "Märchenprinzstrategie" eine Lösung - sozusagen als Emanzipation durch die Hintertür?

Mehr Wissen - PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung

Zur Übersicht

Offline-Download: Diesen Text 24 Stunden lang als PDF herunterladen oder ausdrucken - keine Weitergabe oder Vervielfältigung! Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, nach dem Kauf  Text unter dieser URL herunterladen. Mehrere Texte in einem PDF kaufen: Dazu mehrfach buchen und nach dem Kauf per eMail genaue Titel mitteilen. Premium-Mitglieder downloaden 1 Jahr lang gratis.

2,39 Jetzt buchen



Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung & Zertifikat - alle weiteren Informationen!

16,20 Jetzt buchen



Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) - zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

149,99 Jetzt buchen

berufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. Olaf Töpfer

    Vlt wäre es wirtschaftlicher die Jungs entsprechend zu fördern um den Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Denn so wie es nun mal aussieht wollen die Damen einfach nicht. Außerdem ist es einfach nicht nachvollziehbar inwiefern ein erwünschter Anteil von je 50% bezogen auf die Absolventen ein Maß für eine ausgewogene Förderung beider(!) Geschlechter sein soll.
    Meines Erachtens sollte man sein Studium, bzw seinen Berufswunsch auf eigenen Interessen begründen und nicht auf dem Wunsch der Menschheit die Fähigkeit(en) des eigenen Geschlechts zu demonstrieren. Jeder tut gut daran für sich selbst zu wählen und nur weil einigen nicht gefällt, dass Frauen andere Prioritäten bei der Berufswahl zu setzen scheinen als Männer bedeutet das keineswegs automatisch ein unfaires System, welches massiver einseitiger Fördermaßnahmen bedarf.

    • Simone Janson

      Hallo Herr Töpfer,
      Andersrum wird ein Schuh draus: Ich habe ausführlich zu dem Thema Frauen in Mint-Fächern recherchiert und das Ergebnis zeigt, dass Frauen auch deshalb solche Berufe nicht ergreifen, weil ihnen zum Beispiel Rollenvorbilder fehlen, ihnen in Schule und Elternhaus nicht genug Mut dazu gemacht wird usw. Statt also jetzt Rückschrittlich zu argumentieren nach dem Motto "Dann lassen wir die Förderung nun ganz sein" würde ich eher ein noch progressiveres Vorgehen empfehlen. Da muss sich gesellschaftlich noch ganz viel tun, damit eine völlige Gleichberechtigung erzielt wird. Auf halbem Weg aufhören, ist keine Lösung!

  2. Simone Janson

    Inspiriert v. @MeikeNordmeyer: #Emanzipation durch d.Hintertür?Meine Märchenprinzstrategie f."Frauen-in-#MINT-Fächer" #fb

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.