Lücken im Lebenslauf: So wird Ihr Werdegang stimmig


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Auf die Frage nach einer Lücke im Lebenslauf sollte man beim Bewerbungsgespräch keinesfalls mit "Ja, war super!" antworten. Dennoch müssen Lücken kein "No-Go" in der Bewerbung sein. Wie Sie diese in ein positives Licht rücken, erklärt Dr. Job. Lücken im Lebenslauf: So wird Ihr Werdegang stimmig Selbswirsamkeit-Erfolg001

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Wie mit Lücken im Lebenslauf umgehen?

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Lücken im Lebenslauf sind bei Personalern nicht gern gesehen, doch können vorkommen. Sei es durch den Abbruch eines Studiums, eine Zeit der Arbeitslosigkeit, einen Auslandsaufenthalt oder eine längere Krankheit verbunden mit Arbeitsunfähigkeit.

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Doch wie sollen wir mit diesen Tatsachen im Lebenslauf umgehen? Beschönigen, lügen oder erst gar nicht nennen? An sich sind Lücken im Lebenslauf kein Problem, sie sollten nur nicht zu negativen Spekulationen beim potenziellen Arbeitgeber führen. Dr. Job gibt vier Tipps für einen lückenlosen Lebenslauf.

Vier Tipps für Bewerber: Lücken im Lebenslauf positiv verkaufen

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1. Notlügen vermeiden

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Einen einjährigen Surferurlaub in Australien als Aufenthalt in einer Sprachschule zu bezeichnen, könnte ohne Nachweis nach hinten losgehen. Personalverantwortliche sind Experten beim Lebenslauf-Check und erkennen Unwahrheiten sofort. Eine Notlüge wirft kein gutes Licht auf den Bewerber und lässt sie an seiner Glaubwürdigkeit und Authentizität zweifeln.

Ebenso fällt es auf, wenn Jahresangaben anstatt genauen Monatsangaben aufgelistet werden. Dies ist keine Lösung für das Verstecken von Lücken. Generell gilt: Alles was über zwei Monate hinausgeht, bedarf einer ehrlichen Erklärung mit glaubwürdigen Fakten. Bei Jobeinsteigern hingegen werden Lücken über einem halben Jahr eher einmal toleriert, da sie meist länger für den Berufseinstieg brauchen oder nach ihrem Studium nochmal eine kurze Auszeit nehmen.

2. Irren bei der Wahl des Studiums ist menschlich

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Vor dem Studium weiß kaum jemand, was einen erwartet. Oftmals stellt sich der Traumberuf doch als Reinfall heraus und ein Wechsel in eine andere Richtung ist der nächste Schritt. Eine Neuorientierung nimmt kein Arbeitgeber seinem Bewerber übel, es kann sogar positiv bewertet werden, wenn man zeigt, wie man mit so einer "Krise" umgegangen ist. Wird das Abbrechen von Studiengängen aber zur Regel, fragt sich der Personaler, ob der Bewerber auch das nötige Durchhaltevermögen und Ehrgeiz besitzt.

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Deshalb sollten Bewerber Lücken zwischen zwei Studiengängen unbedingt mit berufsbezogenen Qualifizierungen wie Praktika füllen. Bei abgebrochenen Studiengängen können Tätigkeiten aufgelistet werden, um einen Einblick in das Erlernte zu geben. Kaum ein Studium ist umsonst und fachliches Wissen oder Fertigkeiten einer anderen Branche können nützlich sein. Bei einer Umschulung in seinem Tätigkeitsfeld, beispielsweise durch ein zweites Studium, ist es am besten dieses gemeinsam mit seiner bisherigen beruflichen Erfahrung in einem Block zu nennen. Denn sobald der Personaler den Anschein einer Lücke im Berufsleben erahnt, könnte er fälschlicherweise die zweite Seite der Bewerbung mit ihrer Auflistung der Ausbildung außer Acht lassen.

3. Kündigung muss kein Minuspunkt sein

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Viele Arbeitssuchende haben Angst, dass die Kündigung aus ihrem vorherigen Job ein schlechtes Licht auf sie wirft. Das muss nicht sein, wenn die Kündigung unverschuldet ist. Kündigungen sollte man in solchen Fällen neutral erläutern, z.B. kann  die Firma insolvent gegangen oder die Kündigung betriebsbedingt gewesen sein.

Denn das zeigt, dass Sie schuldlos Ihre Arbeit verloren haben. Ebenso sollte das Wort arbeitslos in arbeitssuchend umgewandelt werden. Formulierungen wie "Berufliche Neuorientierung mit dem Ziel einer Positionierung im Bereich XY" erzeugen einen ehrgeizigen und motivierten Eindruck beim Recruiter. Zeigen Sie, dass Sie um eine neue Jobanstellung bemüht sind und lassen Sie den Verdacht ‚arbeitslos aus gutem Grund‘ zu sein nicht aufkommen!

4. Auszeiten aufwerten

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Falls es zu einer längeren Auszeit mit triftigem Grund kommt, diesen immer ehrlich nennen. Bei einer Auszeit aus gesundheitlichen Gründen oder wegen eines Pflegefalls innerhalb der Familie kann dies auf jeden Fall erwähnt werden. Wichtig ist aber, zu betonen, dass die Auszeit überwunden ist und man ganz und gar einsatzbereit ist. Ist dies nicht so, sollte auch dies proaktiv angesprochen werden.

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Ein Erziehungsurlaub sollte als Elternzeit oder Familiengründungsphase genannt werden. Wenn Sie diese mit Mini-Jobs, PC-Kursen oder Weiterbildungen aufwerten, weiß der Arbeitgeber, dass Sie trotz der Auszeit immer noch auf dem neuesten Stand sind. Längere Auslandsaufenthalte müssen nicht unbedingt nur Spaß und Halli Galli bedeuten. Das Erlernen einer Fremdsprache oder kultureller Austausch kann sich durchaus vorteilhaft auswirken und sollte positiv dargestellt werden.


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