Ihr Licht unter den Scheffel stellen: Psychologie & mentales Selbstmanagement
Ihr Licht unter den Scheffel zu stellen, kann schwere Folgen haben: Denn wer Everybody’s Darling ist, ist auch Everybody’s Depp.

- Everybody’s Darling – ein praktisches Verhaltensmuster
- Lächelnd immer für andere da?
- Die Bühne des Everybody’s Darling: Die anderen
- Wer alles mit sich machen lässt, ist unsexy
- Wer für Harmonie sorgen will, wird verbrannt
- „Ich tue alles für den Laden“
- Plötzlich zickig?
- Was würde passieren wenn…?
- Der Wunsch, gemocht zu werden
- Wissen, was man selbst will
- Scham und Selbstkritik
- Die Gründe des Verhaltens erkennen
- Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel
- Top Bücher zum Thema
- Text als PDF lesen
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- Individuelles eBook nach Wunsch
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Everybody’s Darling – ein praktisches Verhaltensmuster
Um anderen ein guter Kollege oder Freund zu sein, brauche ich Mitgefühl und Empathie, aber auch klare Grenzen und Selbst-Bewusstheit. Ich muss wissen, wer ich bin, was ich will und brauche. Wer immer es allen recht machen will, hat hier ein Problem.
Kennen Sie Everybody’s Darling? Everybody’s Darling hat ein großes Ohr für unausgesprochene Aufforderungen. Obwohl er weiß, dass man ihn ausnutzt, lächelt er stets, sagt zu allem Ja und Amen und lässt sich seine Wut – die er durchaus spürt – nicht anmerken.
Und er hofft insgeheim, dass doch jemandem auffallen müsse, wieviel Mühe er sich gibt und wie ungerecht es zugeht. Dabei übersieht er aber, wie praktisch sein Verhaltensmuster für alle Beteiligten ist.
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Lächelnd immer für andere da?
Sein Lächeln und seine stets gute Laune machenes auch seinem Chef leicht, ihn gewähren zu lassen. Schließlich organisiert ein Everybody’s Darling ganz nebenbei auch noch jede Betriebsfeier, bringt ständig Kuchen mit und sorgt für Geburtstagsgeschenke.
Außerdem fungiert er als Sorgenonkel / -tante für jeden, der Kummer hat. Wer sollte sich wünschen, dass sich daran etwas ändert? Und wer will schon so genau wissen, wie unglücklich der Betroffene ist? Er will’s doch nicht anders.
Die Bühne des Everybody’s Darling: Die anderen
Privat läuft es womöglich ähnlich. Ein Everybody’s Darling dreht sich um die Familie, den Partner, die Kinder, die Freunde im Kegelverein – jeder andere ist selbstverständlich wichtiger als er selbst. Insgeheim fühlt er sich zwar ungesehen und vernachlässigt, aber er zeigt niemandem seine Wut und Traurigkeit.
Auf der Ich-Bühne des Everybody’s Darling ist der Alles-allen-Recht macher die dominante Figur. Wahrscheinlich hat er schon in seiner Kindheit gelernt, dass nur der geliebt wird, wer niemals aufmüpfig und immer freundlich ist und seine Wünsche stets zurückstellt.
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Das Tragische ist: Sein Verhalten wird zwar von seinem Bedürfnis nach Zuneigung bestimmt, aber Zuneigung wird man für ihn kaum empfinden.
Ganz im Gegenteil. Jemanden, der immer nur nett und folgsam ist und keine Ecken und Kanten zeigt, findet man eher langweilig. Wer alles mit sich machen lässt, ist unsexy. Dabei hat das ganze tieferliegende psychologische Ursachen.
Wer für Harmonie sorgen will, wird verbrannt
Als Vera mich damals kontaktierte, wollte sie lediglich einen psy- chologischen Rat, um den Familienkonflikt zu lösen. Dabei hatte sie sich in ähnliche Helferrollen von Freunden und Kollegen schon häufiger drängen lassen.
Ihr Impuls, um jeden Preis für Harmonie sorgen zu müssen, zeigte, dass ihr Selbstmanagement in so einer Situation nicht funktionierte. Mit der Konsequenz, sich gegen den eigenen Willen und ohne für das eigene Wohlbefinden zu sorgen, leicht instrumentalisieren zu lassen.
Jemand, der auf Teufel komm raus für Harmonie sorgen will, hat die besten Chancen, dabei zerrieben und verbrannt zu werden. Und ob ihm für sein Helfen wirklich gedankt wird, steht auf einem anderen Blatt.
„Ich tue alles für den Laden“
„Ich tue wirklich alles für den Laden, bin morgens der Erste und ma- che meistens abends das Licht aus. Aber meinen Sie, das wird mir ge- dankt? Jeder lädt nur seine Arbeit bei mir ab. ›Kannst Du mal eben…‹, höre ich ständig. Ich mag mein Büro schon gar nicht mehr verlassen. Weil ich garantiert vor der Tür von jemandem angesprochen werde, der etwas von mir will.“
„Und Sie tun dann, was man von Ihnen verlangt?“
(leise) „Meistens schon. Das ist nicht so gut, oder? Aber was soll ich denn machen? Alle sind ja nett zu mir und ich will doch auch niemandem vor den Kopf stoßen.“
„Sie meinen, Sie würden Ihre Kollegen vor den Kopf stoßen, wenn Sie auch mal Nein sagen?“
Plötzlich zickig?
„Na ja, die kennen mich doch nur so. Was würde man denken, wenn ich plötzlich zickig bin und nur noch an mich denke?“
„Zickig?“
„Es wäre doch egoistisch, wenn ich mich weigere, anderen zu helfen, oder?“
„Ich finde Ihre Sichtweise ziemlich schwarz-weiß. Bisher, sagen Sie, lassen Sie sich alles gefallen. Und die Alternative wäre, keinem mehr zu helfen? Gibt es da nicht vielleicht einen Mittelweg?“
„Aber dann müsste ich doch häufiger Nein sagen. Und das kann ich überhaupt nicht! Konnte ich noch nie. Oder jemandem tatsächlich ins Gesicht zu sagen, dass ich keine Lust habe, seine Arbeit mitzumachen? Oh Gott!“
„Allein der Gedanke macht Ihnen richtig Stress?“
„Oh ja, ich merke schon, dass ich rot werde.“ (leise) „… Und ich will ja auch keine Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung bekommen. In meinem Alter finde ich doch nirgendwo mehr einen Job.“
Was würde passieren wenn…?
„Denken Sie denn wirklich, dass man Ihnen eine Abmahnung ge- ben könnte, wenn Sie nicht mehr ganz so fügsam wären?“
„Na ja, könnte doch sein.“ (schweigt eine Weile) „Nein, wohl nicht. Mein Chef weiß ganz sicher, was er an mir hat. Er lobt mich immer wieder für meinen Einsatz. Meistens, um sofort so etwas hinterher zu schieben wie: ›Können Sie sich vielleicht möglichst bald mal diese Unterlagen durchschauen?‹“
„Was möchten Sie denn verändern?“
„Es wäre schon gut, wenn ich nicht immer so schnell Ja und Amen zu allem sage. Jemand hat mir mal den Tipp gegeben, öfter zu antworten: ›Ich habe gerade keinen freien Kopf. Ich denke darüber nach und komme später nochmal auf Sie zu.‹“
„Das wäre keine schlechte Antwort, oder?“
„Und ich könnte auch mal sagen: ›Das schaffe ich im Moment leider nicht.‹“
„Genau.“
Der Wunsch, gemocht zu werden
„Ach nein, so bin ich einfach nicht. Das kann ich nicht. Ich bin eben ein ›Everybody’s Darling‹. Ich möchte von allen gemocht werden, und dafür tue ich alles.“
„Und Sie meinen, das können Sie nicht ändern?“
(ganz leise) „Vielleicht. Ich weiß ja gar nicht wie.“ (lauter) „Ach nein, Sie wissen doch, wie es um mein Selbstbewusstsein steht. Am liebsten wäre mir, wenn SIE mal mit meinen Kollegen und dem Chef sprechen und sie bitten, mich nicht mehr so mit Arbeit zu überschütten…“ (seufzt tief) „Aber das geht ja auch nicht. Ich hab eben selber schuld. Ich bin ein Feigling. Und total konfliktscheu. Da kann man eben nichts machen…“
Vera war offensichtlich ihrem Helfersyndrom auf den Leim gegangen. Nachdem wir das festgestellt hatten, nahm sie sich vor, sich ab sofort herauszuhalten und das Spiel nicht weiter mitzuspielen.
Wissen, was man selbst will
Wer dies versteht und keine Lust mehr hat, Everybody’s Darling zu sein, steht vor einer großen Aufgabe. Denn lange hat man sich ausschließlich daran orientiert, was andere denken und von einem wollen.
Um nach seinem eigenen Kompass navigieren zu können, muss man erst einmal herausfinden, was man selbst denkt, fühlt und sich wünscht. Und das wird wahrscheinlich einige Zeit und viel Aufmerksamkeit brauchen.
Scham und Selbstkritik
Manche Everybody’s Darlings, die ihr Problem erkannt haben, verfallen erst einmal in eine Phase der Selbstkritik. Wie konnte ich nur so blöd sein?!
Es ist doch schrecklich peinlich, so sehr um die Zuneigung anderer zu buhlen. So hart mit sich ins Gericht zu gehen, hilft natürlich niemandem. Es verunsichert höchstens und führt dazu, sich gar nicht mehr selbst über den Weg zu trauen.
Die Gründe des Verhaltens erkennen
Deutlich klüger als sich zu schämen und anzuklagen ist es, sich mit den Wurzeln seiner Skripte zu befassen. Wenn man versteht, welchen Sinn das Alles-allen-Rechtmachen einmal für einen selbst und seine Umgebung hatte, wird es leichter, diesen Persönlichkeitsanteil zu akzeptieren.
Es steckt ja keine böse Absicht dahinter, sondern wahrscheinlich der kindliche Versuch, sich vor Ablehnung und Entwertung zu schützen.
Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel
Vor allem, wer in der Arbeitswelt bestehen will, sollte die dumme Gewohnheit aufgeben, sein Licht unter den Scheffel zu stellen und anderen das Steuer zu überlassen. Das Motto dabei:
„Du bist du, und ich bin ich. (…) Ich tu das Meine; und Du tust das Deine. Ich bin nicht auf dieser Welt, um Deine Erwartungen zu erfüllen. Und Du bist nicht auf dieser Welt, um meine zu erfüllen.
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Hier schreibt für Sie
Tom Diesbrock ist Psychologe, Berater, Teamentwickler und Buchautor.Tom Diesbrock hat selbst eine kurvenreiche Karriere hinter sich: Angefangen mit einem Medizinstudium über die Arbeit in einem Musikprojekt und als Fotoredakteur, studierte er Psychologie und gründete eine Praxis für Psychotherapie. Heute arbeitet er in Hamburg als Coach und psychologischer Berater. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Begleitung von Menschen bei ihrer beruflichen Neuorientierung. Sein Buch „Ihr Pferd ist tot? Steigen Sie ab!“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt, im Oktober erscheint sein neues Buch „Jetzt mal Butter bei die Fische!“. Mehr Informationen unter tomdiesbrock.de Alle Texte von Tom Diesbrock.
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5 Antworten zu „Ihr Licht unter den Scheffel stellen: Psychologie & mentales Selbstmanagement“
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RT @BEGIS_GmbH: Mentales Selbstmanagement in Alltag & Job – Teil 3: Stellen Sie Ihr Licht nicht unter… via B E R U F E B I L D E R https:/…
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Wer in der Arbeitswelt bestehen will, sollte aufhören, sein Licht unter den Scheffel zu stellen – Empfehlenswerter Beitrag QKEXBeel0g von @Berufebilder
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Mentales Selbstmanagement in Alltag & Job – Teil 3: Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Sc… – Empfehlenswerter Beitrag sxTxYyqQVG #Beruf #Bildung
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Mentales Selbstmanagement in Alltag & Job – Teil 3: Stellen Sie Ihr Licht nicht unter… via B E R U F E B I L D E R – Empfehlenswerter Beitrag ZQKUvH0NoD
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