Lebenslanges Lernen für den Arbeitsmarkt: Zielstrebigkeit & Motivation



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Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die einzelnen Lerncoaching-Sitzungen als Prozess zu betrachten sind, da jeweils Denkanstöße erfolgen, die auch über die eigentliche Sitzung hinaus zum weiteren Reflektieren und Nachdenken animieren. Lebenslanges Lernen für den Arbeitsmarkt: Zielstrebigkeit & Motivation Lebenslanges Lernen für den Arbeitsmarkt: Zielstrebigkeit & Motivation


Hier schreibt für Sie: Hanna Hardeland ist studierte Lehrerin. Als Lerncoach, Coach und Trainerin leitet sie ihr eigenes Institut. Profil

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Grundsätzliches zum Thema Lernen

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Bevor ich in den nächsten Teilen meiner Beitragsreihe deutlich mehr über die Methoden von Lerncoaching schreibe, möchte ich noch einmal kurz klar machen, dass grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von den Zielen von Lerncoaching existieren.

Im Einzelnen lässt sich der Kompetenzerwerb des Lernenden durch Lerncoaching in die Bereiche Fach-, Personal-, Methoden- und sozial-kommunikative Kompetenz unterteilen.

Die Ziele von Lerncoaching

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Lerncoaching kann dabei ganz unterschiedliche Ziele verfolgen  - wie etwa:

  • die Lernkompetenz des Lernenden zu fördern,
  • lernspezifische Handlungen zu optimieren,
  • die bestehenden Fähigkeiten, Ressourcen und Potenziale des Lernenden zu nutzen und weiterzuentwickeln sowie
  • die Autonomie/Verantwortung des Lernenden für sich und sein Handeln zu stärken.

Die Ausführungen in den folgenden Teilen dieser Serie beruhen auf meinen Erfahrungen aus der praktischen Lerncoaching-Arbeit – sie weisen daher einen hohen Evidenzgrad auf.


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Verknüpfte Kompetenz-Förderung

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An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der Kompetenz-Zuwachs des Lernenden durch Lerncoaching nicht so starr und getrennt voneinander – wie hier dargestellt – gefördert wird, sondern dabei findet jeweils ein Zusammenspiel, d. h. eine verknüpfte Kompetenzförderung, statt.

Konkreter: Wird durch Lerncoaching die Kommunikationsfähigkeit des Lernenden gefördert, so findet zugleich eine Förderung der Selbstwahrnehmung und der Reflexionsfähigkeit statt, da der Lernende, während er auf Nachfrage des Lerncoaches sein Befinden artikuliert, auch auf seine Körperreaktionen, seine Gedanken und sein Handeln achtet sowie dies reflektiert.

In den folgenden Teilen dieser Serie wird nun auf die wesentlichen Aspekte im Bereich der Kompetenzförderung durch Lerncoaching eingegangen.

Denkanstöße als Hausaufgaben

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Demnach kann und will der Lerncoach oftmals keine direkte Antwort oder Statements des Lernenden hören, sondern es wird zunehmend die Reflexion in der Zeit zwischen den jeweiligen Lerncoaching-Terminen angeregt.

Dazu werden beim Lerncoaching verschiedene Fragentypen etwa konstruktive W-Fragen oder zirkuläre Fragen verwendet. Des Weiteren bieten Haus- bzw. Selbstbeobachtungsaufgaben die Möglichkeit, die Selbstreflexion des Lernenden auch zwischen den einzelnen Lerncoaching-Terminen zu fördern.

Wie können Sie am besten lernen

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Ein Auszubildender kam beispielsweise zum zweiten Lerncoaching-Termin zu mir und sagte:


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„Ich habe noch mal über Ihre Frage nachgedacht, wo und wann ich mich eigentlich gut konzentrieren kann. Da ist mir etwas eingefallen: Wenn mir meine Kollegin auf der Arbeit etwas erklärt, dann sagt sie zu mir, ich soll gut zuhören, sie erklärt mir das jetzt ausführlich aber nur einmal. Ich weiß, dass sie mir viel zutraut, aber sie erwartet dann auch viel von mir. Ihr will ich beweisen, dass ich es kann. Deswegen bin ich dann immer richtig konzentriert.“

Zielstrebigkeit & Motivation fördern

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Lerncoaching trägt dazu bei, dass die Zielstrebigkeit und die Motivation des Lernenden gefördert werden. Der Lernende plant sein Handeln und sein weiteres Vorgehen selbst und setzt sich möglichst motivierende sowie erreichbare Ziele.

Diese Wahlmöglichkeiten, d. h. die Autonomie, die ihm übertragen wird, führt in der Regel dazu, dass die Motivation des Lernenden gefördert wird. Lerncoaching kann sich überaus positiv auf die Motivation der Lernenden auswirken, da sich Lernende dadurch häufig ganz konkret unterstützt fühlen.

Autonomie fördert Motivation

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Ein Beispiel aus meiner Lerncoaching-Praxis: Zum Ende einer Lerncoaching-Sitzung schlug ich einer vorher sehr unmotivierten Schülerin vor, unseren nächsten Termin erst nach den Schulferien zu planen, da sie dann die im Lerncoaching besprochenen Maßnahmen gezielt im Schulalltag anwenden könne.

Daraufhin sagte sie zu mir: „Nein, wenn es Ihnen passt, dann würde ich gern nächste Woche, zu Ferienbeginn, zu Ihnen kommen. Dann können wir besprechen, wie ich in den Ferien lernen kann!“

Den Weg in überschaubare Abschnitte gliedern

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Häufig wird dem Lernenden sein Weg zum angestrebten Lernziel lang, unübersichtlich und (daher) demotivierend vorkommen. In der praktischen Lerncoaching-Arbeit wird der Weg in überschaubare Abschnitte untergliedert, sodass bereits kleine Schritte und minimale Erfolge ersichtlich werden.


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Dadurch werden Situationen in den Blick genommen, in denen der Lernende bereits kleine Unterschiede, Erfolge oder Veränderungen erzielt hat, z. B. mittels der Methode Ausnahmen suchen. Durch die eindeutige Zielformulierung weiß der Lernende, welches Ziel er erreichen möchte.

Klarheit über die eigenen Ziele gewinnen

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Die gemeinsame Planung der Handlungsstrategie trägt dazu bei, dass der Lernende Klarheit darüber gewinnt, was er wie und womit tun wird bzw. will, um sein Ziel zu erreichen.

Im Lerncoaching äußerte sich eine Studentin mir gegenüber folgendermaßen: „Wieso bin ich eigentlich nicht von allein darauf gekommen, in Zukunft so zu lernen? Da hätte ich ja auch mal selbst drauf kommen können!“

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  1. Jens

    Ich habe jetzt die ersten beiden Teile zum Lernen für den Arbeitsmarkt gelesen - glauben Sie nicht, dass jeder selbst aus einer instrinsischen Motivation heraus lebenslanges Lernen praktizieren sollte?

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