Leistungsschutzrecht-Debatte Springer vs. Google: Der 1-Euro-Streit?


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Diesen Donnerstag diskutierten bei UDL-Digital im Base Camp Christoph Keese von Axel Springer und Kay Oberbeck von Google ihre höchst gegensätzlichen Positionen zum Leistungsschutzrecht. Moderiert wurde das ganze von Cherno Jobatey die Frage stellte, ob es bei der ganzen Diskussion am Ende nur um 1 Euro geht. Sie können die Diskussion nun exklusiv hier nachhören.


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Wichtiger Hinweis

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.

Leistungsschutzrecht: Worum gehte ss?

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Anders als Jobateys lockere Äußerung und die Überschrift dieses Artikels nahelegen und als die "Handreichung" oben auf dem Foto vermuten lässt, ist das Thema ziemlich ernst.

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Google soll per Gesetz dazu verpflichtet werden, Verlagen Lizenzgebühren für die Verwendung von Teasern (also kurze Texte) in den Suchergebnissen zu zahlen.

Leistungsschutzrecht Pro und Contra

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Die Begründung dafür lautet, es handele sich um eine Schutzlücke, da andere Verwerter wie z. B. Tonträgerhersteller schon ein Leistungsschutzrecht hätten. Das Leistungsschutzrecht sei zudem nötig, um Presseverlage vor einem unlauteren Ausbeuten ihrer Leistung durch Suchmaschinen zu schützen.

Gegen dieses Gesetz formiert sich im Internet seit Jahren Widerstand, kürzlich hat nun auch Google als Hauptzielscheibe der Verlage eine Anti-LSR-Kampagne gestartet, die im Netz mit einiger Ambivalenz diskutiert wird.

Argumente der Gegner sind u.a., dass Presseverleger schon durch das Urheberrecht hinreichend geschützt seien. Zudem könne jeder Verleger seine Informationsangebote sichern, indem er diese nicht gratis ins Internet stellt. Daneben könne die Indizierung durch Suchmaschine blockiert werden.

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Springer vs. Google

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In der Diskussion um das Leistungsschutzrecht habeb sich im Wesentlichen zwei gegensätzliche Pole herausgebildet: Die Axel-Springer-AG als Hauptbefürworter des Gesetzesvorhabens und Google.

Und genau die trafen am Nikolaustag 2012 nun bei UDL-Digital aufeinander in Gestalt von Director, Communication und Public Affairs, Google DACH, Nordics, Benelux und Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG.

Der 1-Euro-Streit?

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Spannend fand ich vor allem drei Schlaglichter der Diskussion: Cherno Jobatey, der an Christoph Keese gerichtet die Fraga aufwar, um welche Summe es denn ginge.

Und Keese der nach einigem Hin- und Her schließlich eine (willkürliche) Summe für die Snippets aus allen deutschen Presseerzeugnissen nannte, nämlich 1 Euro pro Halbjahr. "Das ist ja nun Wirklich günstig" witzelte Jobatey. Wird sich hier etwa um einen 1 gestritten.

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Ist das LSR technisch machbar?

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Spannend für mich auch die Diskussion zwischen Matthias Schindler aka @pressroi und Keese. Schindler fragte ganz direkt, ob Keese eine Ahnung habe, wie man gemäß dem Leistungsschutzrecht per Algorithmus Presseerzeugnisse von Nicht-Presseerzeugnissen trennen wolle,

M.E. eine fundamentale Frage, weil es zeigt, dass das LSR so wie geplant technisch gar nicht korrekt durchführbar ist. Christoph Keese hingegen verstand die Frage nicht und tat den Aspekt als nicht wichtig ist.

Keese: "Ich bin nicht dumm und lüge nicht"

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Allerdings ging Keese daraufhin Schindler mehr oder minder direkt an: Er habe es satt, im Internet ständig als jemand hingestellt zu werden, der entweder dumm ist oder lügt.

Hinweis: Die ausgesprochen interessante, knapp einstündige Diskussion hatte ich zunächst aufgezeichnet, habe diese Audio-Datei jedoch mittlerweile aufgrund der schlechten Tonqualität durch den 20-Minuten-Video-Zusammenschnitt von UDL-Digital (siehe oben) ersetzt.

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  1. Pingback: Leistungsschutzrecht: Einig in der Uneinigkeit | UdL-Digital

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