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Das Kreuz mit der Social-Media-Praxis: HS Anhalt setzt neues Masterkonzept um


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Hochschulabsolventen haben in der Regel ein breites Fachwissen, aber zu wenig Praxisbezug. Auch im Social-Media-Bereich ist das so. Ein neuer Studiengang an der Hochschule Anhalt will Abhilfe schaffen. Was genau läuft da anders? Das Kreuz mit der Social-Media-Praxis: HS Anhalt setzt neues Masterkonzept um graduate-master


Hier schreibt für Sie: Katharina Heder ist Digital Media Manager & Consultant. Profil


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Zu viel Fachwissen, zu wenig Praxisbezug

Fragt man in Werbeagenturen, wie sie die Fähigkeiten von Absolventen einschätzen, so hört man im Regelfall zunächst ein lautes Stöhnen und nicht selten dann die Aussage, dass die tatsächliche Ausbildung für die Studenten erst im Arbeitsalltag beginne.

Bolognareform zum Trotz bringen die Studenten zu wenig Praxis, zu viel Fachwissen und am wenigstens das wichtigste Gut - nämlich Kreativität - mit. Dabei ist es egal, ob es um Kommunikationswissenschaftler, Betriebswirte oder artverwandte Abschlüsse geht.

Praxis vom ersten Tag an: Die Reaktion auf die Kritik?

Unlängst berichtete ich vom neuen Studiengang der Hochschule Anhalt, der sich aktuell einem großen Medieninteresse erfreut: U.a. hat Spiegel Online das Thema aufgegriffen und die Hochschule Anhalt hat meinen Beitrag empfohlen.

In der gängigen Berichterstattung kommt jedoch ein Fakt stetig zu kurz: Die Praxisveranlagung des Studiengangs. So werden die Studenten an ihrem ersten Tag an der Uni schon darauf hingewiesen, dass sie für die Hauptfächer in Projektform für reale Auftragegeber Arbeiten anzufertigen haben.

Sitzscheine: Fehlanzeige

Wer noch die guten alten Sitzscheine, d.h. Scheine für die reine Anwesenheit in Vorlesungen, Übungen und Seminaren, kennt, wird sich wundern: Diese gibt es an der Hochschule nicht.

Anstelle dessen müssen Belege in Form von Projektarbeiten angefertigt werden. Diese beinhalten immer die Verknüpfung theoretischer Grundlagen mit der Aufgabe des realen Auftraggebers.

Vorbereitung auf den realen Arbeitsalltag

Dieses Vorgehen sichert Studierenden und Unternehmen gleichermaßen einen verbesserten Berufseinstieg, da schon während der Lehrjahre die künftigen Aufgaben geübt werden.

Werbeagenturen und Unternehmen mit dem Bedarf an Fachpersonal sollten es deshalb in keinem Fall die Chance versäumen, den Werdegang von Absolventen und Studenten sorgfältig zu verfolgen: Die bestehende Kritik wird der Vergangenheit angehören und ähnlich gelagerte Angebote müssen durch diesen Ausbildungsstandard erst einmal bestehen.

Mobilitätssemester als Schmankerl für Unternehmen und Studierende

Möglichkeit für einen Test bietet das Mobilitätssemester, welches entweder im Ausland oder in Praktikumsform angeleistet werden kann. Damit haben Unternehmen und Student über sechs Monate bereits während des Studiums die Chance einander kennenzulernen.

Diese Chance kann den Unterschied zu den bisherigen Studienfächern schnell an den Tag bringen: So sind die Praktikanten dann zB in der Lage eigene Marketingkonzepte zu erstellen und Onlineaktivitäten unter der Berücksichtigung abstrakter Ziele zu planen und umzusetzen - ein absoluter Mehrwert für beide Seiten.

Weniger Abbrecherquoten + Ausbildung qualifizierter Spezialisten

Für Studenten birgt dieses Vorgehen vor allem eins: Die Sicherheit schon im Studium zu wissen, ob das Arbeitsfeld zu einem selbst passt. Die Kritik von der ewigen Theorie dürfte in keinem Fall aufkommen, sodass auch die Abbrecherquoten sehr niedrig sein werden.

Wer in die Provinz Sachsen Anhalts geht, findet einen idyllischen Campus, der auf höchstem Niveau ausbildet - und das sollte Grund genug sein, sich mit dem Lehrangebot auseinanderzusetzen.

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