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Kreative Kommunikation im Marketing – 2/2: Spinnen - aber richtig!



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Warum aber entstehen so viele Missverständnisse in der Kommunikation und im Geschäftsleben? Weil jeder Mensch andere Wertvorstellungen, Erfahrungen und Ideen in die Kommunikation einbringt - und das vielen nicht einmal bewusst ist. Wie vermeidet man, dass diese spinnerten Ideen kollidieren? Kreative Kommunikation im Marketing – 2/2: Spinnen - aber richtig!


Hier schreibt für Sie: Wolfgang Traub ist kreativer Kommunikator, Akademie-Dozent, Cartoonist & Illustrator. Profil

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Sind Leser & Zuhörer zu blöd?

Die naheliegende Vermutung, dass unsere geschätzten Zuhörer oder Leser zu blöde sind, um unsere Eingaben zu verstehen, ist ähnlich unwahrscheinlich wie die – eher etwas entfernter angesiedelte – Vermutung, wir selbst seien zu blöde zum Kommunizieren. Nein, vergessen Sie’s …

Tipp: Wenn Sie schon im „kreativen Modus“ sind, dann zögern Sie gegebenenfalls nicht, Ihre Kommunikation noch mit ein paar ungewöhnlichen Ideen, unverfänglichen Gags, überraschenden Details und anderen Gimmicks zu tunen – Ihr Publikum wird es Ihnen danken.

Seien Sie originell

Wenn die Umstände es zulassen, müssen Sie nicht alles so machen wie die anderen – Sie dürfen es gerne besser machen.

Eine originelle, kurzweilige Ansprache wird fast immer punkten und ein origineller und dabei vernünftiger Verhandlungspartner bleibt unvergessen.

Warum man Deutschen keine Komplimente machen sollte

Menschen sind eben nicht identisch, unterscheiden sich in ihren Erfahrungen, Werten und ihrer Bildung – anders gesagt: jeder spinnt, so gut er kann. Und jeder hat unterschiedliche Vorstellungen.

Was dem einen völlig logisch und nachvollziehbar erscheint, muss dem anderen nicht automatisch verständlich sein.

Kommunikation funktioniert emotional besser

Auch das, was man nackte Tatsachen nennt, beruht auf individuellen Erfahrungen, Werten, dem Stand der Bildung und den vorhandenen Informationen.

Daher vorsicht: Nur auf Systematik und Logik sollten Sie Kommunikation nicht aufbauen.

Einfühlungsvermögen und Informationen

Erst neulich las ich in einem Interview, dass indische Geschäftsleute über Europa lernen, französischen Geschäftspartnerinnen unbedingt Komplimente zu machen – deutschen aber auf keinen Fall ...

Um persönliche Akzeptanz vonseiten Ihrer Zuhörer, Leser oder Verhandlungspartner zu gewinnen, benötigen Sie ein gewisses Einfühlungsvermögen und möglichst zuverlässige Informationen über deren Erwartungen, Gepflogenheiten und zu beachtende Umgangsformen. Daraus erzeugen Sie ein Bild, eine Vorstellung, wie Sie die Distanz verringern oder abbauen können.

Kommunikationsfähigkeit steigern, Grundlage für Erfolg schaffen

Wenn Ihnen das gelingt, steigern Sie Ihre Kommunikationsfähigkeit immens und schaffen damit eine wichtige Grundlage für gesellschaftlichen Erfolg. Ein solches Bild Ihres Gegenübers oder Ihrer Zielgruppe ist die Voraussetzung dafür, diese persönlich anzusprechen. Was in der Werbung offensichtlich ist, gilt hier ebenso:

Sie sind umso erfolgreicher, je mehr es Ihnen gelingt, ein überzeugendes Bild von sich und Ihrem Anliegen zu kreieren, in welchem sich Ihre Verhandlungspartner, Zuhörer oder Leser wiederfinden können. Persönlich wiederfinden, mit ihren jeweiligen persönlichen Zielen, Wünschen und Bedürfnissen.

Beteiligte fühlen sich gesehen und wahrgenommen

In einer gelungenen Kommunikation fühlen sich die Beteiligten auch persönlich gesehen und wahrgenommen.

Im Klartext: Wenn Sie einen noch so gut aufgebauten und ausformulierten Text einfach herunterleiern, dann erzeugen Sie kaum Akzeptanz – eher Mitleid oder Aggression. Wir kennen das ja zur Genüge von der Telefonwerbung.

Was denken Ihre Gesprächspartner?

Sprechen Sie Menschen so an, dass diese sich auch persönlich angesprochen fühlen!

Dazu brauchen Sie nun einmal ein Bild Ihres Gegenübers, Ihrer Leser, Zuhörer oder Verhandlungspartner. Wie denken diese Menschen? In welchem Umfeld leben sie, und wie wirkt sich das auf ihre Sicht der Dinge aus?

3 Schritte, um sich ein Bild zu machen

Und versuchen Sie, sich ein Bild zu machen, wie diese Menschen wiederum Sie persönlich sehen, wo sie voreingenommen sein könnten, wo sie offen für Ihr Anliegen sein könnten und wo sie sich angegriffen fühlen könnten.

Das bewältigen Sie am besten in drei Schritten:

  • sammeln Sie Ihre Wahrnehmungen,
  • stellen Sie Assoziationen mit Ihren Erfahrungen her und
  • machen Sie sich ein Bild der Situation.

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