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Mit der Kraft der Stimme zum Erfolg – 2/4: Hauptsache persönlich!



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Im ersten Teil des Beitrags haben wir darüber berichtet, wie wichtig Assoziationen sind, um Inhalte erfolgreich rüberbringen zu können. Aber noch etwas anderes ist wichtig: Persönliche Beteiligung und Emotionen. speech


Hier schreibt für Sie:

 

hoffmann-stimmeGottfried Hoffmann ist Kommunikations- und Sprechexperte und unterrichtet an zahlreichen Hochschulen.

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Bilder mit persönlichen Erfahrungen verknüpfen

Daher folgt nun ein krönender weiterer Schritt: Sie verknüpfen die Begriffe mit Ihren persönlichen Erfahrungen und/oder Ihrem persönlichen Erleben. Das gelingt nicht sofort bei jedem Begriff, insbesondere, wenn es sich um technische oder wissenschaftliche Begriffe handelt.

Aber gehen Sie auf die Suche. Vielleicht finden Sie eine Erinnerung oder eine Story, die diesen Begriffen Persönlichkeit mitgibt. Am schönsten ist es natürlich, wenn hier Ihr Humor zum Tragen kommt.

Auf die bildliche & emotionale Qualität kommt es an

Nun gehen Sie die Begriffe noch einmal durch und sprechen Sie dann, wenn sich das Bild, die Qualität und die persönliche Beziehung absolut klar vor Ihrem inneren Auge darstellen.

Das müssen Sie üben! Die bildliche, emotionale und persönliche Qualität eines jeden Begriffes in kürzester Zeit präsent werden zu lassen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Sprechen mit Präsenz

Nun sprechen Sie Ihren gesamten Vortrag, beginnen aber einen Sinnabschnitt um eines dieser betrachteten Schlüsselworte nicht, bevor nicht die drei Qualitäten des Schlüsselbegriffes in Ihrem inneren Erleben präsent sind.

Hatten Sie die erste Fassung Ihres Vortrages aufgenommen und nun die letzte? Es dürfte spannend sein, welch großer Unterschied zwischen beiden Varianten besteht.

Plastisch präsentieren

Kompakt: Sprechen Sie plastisch! Begriffe und Themen, die uns nicht liegen, beleben wir, indem wir ein farbiges lebendiges Bild vor Augen haben, Qualitäten wie Gerüche, Geräusche und Stimmungen dazu empfinden und sie mit persönlichem Erleben verbinden.

Haben Sie Spaß daran bekommen, sich den Themen Ihrer Negativliste anzunähern? Ich wünsche es Ihnen, denn wir können uns nicht davor drücken.

Was tun, wenn das Thema nicht unseres ist

Früher oder später sind wir mit einem Thema konfrontiert, dass nun absolut nicht das unsere ist. Also, freuen Sie sich darüber, wenn sich Ihnen ein Thema im ersten Moment verweigern will.

Es braucht nur ein wenig mehr Zuwendung als Ihre Lieblingsthemen, um schließlich auch zu einem solchen werden zu können!

Beispiel: Plastische Sprache einer Dozentin

Melanie ist Dozentin. Sie unterrichtet Erwachsene, die im Berufsleben stehen. Wie ihre Kollegen auch, ist sie fachlich gut ausgebildet. Trotzdem fühlt sie sich in vielen Punkten unsicher. Sie hat das Empfinden, noch nicht genug zu wissen. Für sie ist es fraglich, ob der Unterricht den Ansprüchen ihrer Schüler genügt. Melanies Empfinden steht im Gegensatz zu den Rückmeldungen, die sie von Schülern und Kollegen bekommt. Sie gilt als engagiert und kompetent. Dennoch konzentriert sie sich bei ihrer Selbsteinschätzung auf kritische Unterrichtsmomente.

Woher kommt das Selbstbild

Wie jede Legende hat auch das Selbstbild von Melanie einen wahren Kern. Geprägt durch den hohen Anspruch, den ihre Eltern an sie stellten, genügt sie sich selbst nicht und überträgt dieses Ungenügen auf ihre Unterrichtssituation.

Deshalb beginnt die Arbeit in diesem Fall direkt im Kopf. Melanie betrachtet ihre Situation aus einem neuen Blickwinkel.

Lebenserfahrung teilen

Diejenigen, die zu ihr in den Unterricht kommen, wollen etwas lernen. Sie wünschen sich konkrete Hilfen, damit sie im Alltag besser zurechtkommen. Diese Hilfen kann Melanie am besten dadurch vermitteln, dass sie persönliche Lebenserfahrungen mit ihren Zuhörern teilt.

Diesem ersten Schritt folgt ein zweiter, der mit der Vermittlung des Unterrichtsstoffes zu tun hat. Melanie – sie lehrt Psychologie – assoziiert nun mit jedem Lehrinhalt einen Begriff, den sie als plastisches farbiges Bild vor dem inneren Auge entstehen lässt.

Mit Humor

In einem dritten Schritt verknüpft sie nun den Stoff mit einer möglichst humorvollen Situation, die sie persönlich erlebt hat. Zwischen jedem einzelnen Schritt trägt sie erneut einige Sätze aus dem Unterrichtsstoff vor. Die Veränderung am Klang ihrer Stimme ist frappierend.

Der neu eingenommene Blickwinkel bewirkt, dass ihre Stimme von Vortragssequenz zu Vortragssequenz sonorer, klangvoller und im Wortsinne ansprechender wird. Die Veränderung ist auch für Melanie selbst deutlich spürbar. Die Begegnung mit den Schülern klappt nun.

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