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Regeln der Macht für Frauen – 2/8: Kooperation oder Karriere?



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Viele wissenschaftliche Studien warnen: Ihre Karrierestrategien führen Frauen nicht an die Spitze der Unternehmen, sondern in eine Falle. Einige dieser Untersuchungen möchte ich hier näher beleuchten.


Hier schreibt für Sie:

 

17Isabel Nitzsche ist Journalistin für TV und Zeitschriften und Expertin für Karrierethemen.

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Studie zu Karriereanforderungen in der Wissensökonomie

Eine Studie von Soziologen der Technischen Universität Berlin untersuchte die Karriereanforderungen in der neu strukturierten Arbeitswelt der Wissensökonomie für Frauen und Männer.

Eine von mehreren Widersprüchlichkeiten, die Professorin Christiane Funken und ihr Team aufdeckten, zeigt sich in der Projektarbeit, die zur Bewährungsprobe für den Aufstieg in der Wissensökonomie geworden ist.

Kooperation oder Karriere

In den Projekten wird in interdisziplinären Teams gearbeitet, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um den Globus verteilt und deren soziale wie kulturelle Prägungen höchst unterschiedlich sind.

Um ein Problem für das Unternehmen schnell und effizient zu lösen, ist Kooperationsfähigkeit gefragt. Die Fähigkeit, kooperieren zu können, kollidiert allerdings mit der Anforderung, im Team sichtbar zu werden, um sich für einen Karriereaufstieg zu empfehlen.

Fast alle Projektleiter sind Männer

Hervorstechen könne nur derjenige, der sich von anderen absetze, erklärt Funken: „Frauen setzen stark auf Kooperation, Männer dagegen ganz selbstverständlich und primär auf Konkurrenz“ – und erklimmen die oberste Sprosse der Karriereleiter.

Obwohl mindestens genauso viele Frauen wie Männer in Projekten arbeiten, seien fast alle Projektleiter Männer.

Studie der Uni Hamburg: Frauen müssen Stärker an ihre Karriere glauben

Seit 1986 erforscht Sonja Bischoff, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, das mittlere Management in Deutschland.

An der fünften Studie „Wer führt in (die) Zukunft?“ beteiligten sich 2008 knapp 370 männliche und weibliche Führungskräfte. Auch Bischoff ist davon überzeugt, dass Managerinnen stärker an ihre Karriere glauben und gezielter an ihr arbeiten müssen.

Wollen Frauen gar nicht führen?

Ein knappes Drittel der Frauen zieht den Gedanken an eine Führungsposition gar nicht in Erwägung, gegenüber knapp einem Fünftel der Männer.

Mit höherer hierarchischer Ebene wächst zunehmend der Anteil aufstiegsorientierter Männer. Es scheint also weiterhin zu gelten, dass Männer und Frauen sich an unterschiedlichen Hierarchie systemen orientieren.

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