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Kommunikation im Alltag 1/3: Mühelos im Dialog



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Der Alltag bestimmt unser Leben, auch im Geschäft. Im Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden stellt sich immer wieder die Frage: Wie kommuniziere ich richtig? Kommt das, was ich meinem Gegenüber sagen will, bei diesem auch so an wie ich es meine?

Mühelos im Dialog


Hier schreibt für Sie:

 

Stefan Häseli Portrait 1_quadrStefan Häseli ist Berater für Organisationsentwicklung.

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Kommunikation im Alltag: Ganz-normal-und-einfach-so

Alltagskommunikation findet überall dort statt, wo formlos Informationen ausgetauscht werden. Zu einem großen Teil erfolgt auch der Umgang mit Kunden über diese Alltagskommunikation.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Im Gegensatz zur austarierten Schriftsprache gibt es für die Alltagssprache keine allgemeingültige Definition. Der Alltag an sich ist ebenso vielfältig und vielschichtig wie die Kommunikation.

Was kennzeichnet die Alltagssprache?

Sie wird vom Sprechen geprägt. Formuliert wird nicht in wohl abgewogenen Worten, wie in vorbereiteten Vorträgen oder geschriebenen Texten, sondern spontan aus dem Moment heraus. Der unmittelbar genutzte Wortschatz der Alltagssprache ist knapper und die Satzlänge kürzer.

Dagegen ist die Breite der Emotionen durch die Übernahme der unmittelbaren Stimmung größer als beim kalkulierten Dialog. Tendenziell wirkt sie etwas nachlässiger, salopper, ohne aber weniger präzise zu sein.

Teil-Informationen

Auch in der Alltagskommunikation werden Inhalte vermittelt – artikuliert durch das gesprochene Wort – im Vorbeigehen, am Telefon, bei einer gemeinsamen Fahrt, etc. Und nicht anders als bei einem Vortrag oder einer Präsentation macht diese meist mühelos formulierte Information nur einen Bruchteil dessen aus, was beim Gesprächspartner ankommt. Den großen „Rest“ übernehmen andere Einflussfaktoren:

Das Milieu als prägender Faktor

Das Milieu ist der prägende Faktor. Wo findet die Kommunikation statt? Auf einer Verkaufsmesse, im Forschungslabor, auf der Baustelle? Mit ihren oft versteckten Codes schaffen Milieufaktoren eine Aura der Zugehörigkeit.

Verkäufer haben ihre eigene Sprache, unabhängig von Branche und Betrieb, Manager haben sie, ebenso Hausmeister, Controller oder IT-Spezialisten. Sie alle pflegen “ihre“ Sprache. Aussagen wie „typisch Chefetage“, „typisch IT-ler“ oder „typisch Verkäufer“ unterstreichen, dass es innerberufsspezifisch oder innerbetrieblich milieugeprägte Sprachvarianten gibt, die sich im Laufe der Zeit deutlich weiterentwickelt haben.

Die Rolle als etablierendes Element

Unsere Sprache variiert je nachdem mit welchen Personen wir im Dialog stehen, also welche Rolle wir gerade einnehmen. Jede Kommunikation etabliert sich mit der Rollenfindung. Bei einem Gespräch mit den Stammkunden ist die Rolle eine andere wie bei der Unterhaltung mit dem Chef.

Aus geregelten Rollenmustern heraus entstehen Alltagsdialoge sehr schnell. Sind die Rollen unklar oder müssen sie sich erst entwickeln, kostet das zunächst einmal Energie. Wer ist wer? Welche Rolle ist mir zugedacht? Bin ich „nur die Vertretung“ oder „der kompetente Berater“?

Die Präsenz als Paradedisziplin

Ohne Präsenz kann niemand punkten. Sie ist in jedem Dialog die Paradedisziplin. Präsent sein bedeutet, sich auf den Moment zu konzentrieren, den Reklamationspartner am Telefon ernst zu nehmen, nur vage signalisiertes Interesse zu erkennen.

Wer in seiner individuellen Persönlichkeit offen auf den Gesprächspartner eingeht, wirkt glaubhaft und überzeugend. Bloßes Verstellen dagegen funktioniert nicht und wird schnell als Heuchelei wahrgenommen.

Der ganze Körper spricht

Kommuniziert unser Körper etwas anderes als gesagt wird, verkommt das Gesprochene zum belanglosen Gerede ohne Botschaft, ohne Impuls. Alltagskommunikation hat keinen Vorlauf. Da jeder in verschiedenen Situationen anders reagiert, entsteht der Dialog aus fortwährenden Impulsen – von innen und außen. Die Aussage des anderen wird über die Sinne als Impuls aufgenommen und erhält den Dialog am Leben.

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