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Ein Kommentar zur Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungswachstum „(Keine) Lust auf Kinder?“ – 2/2: Management versus Sachbearbeiter



Voriger Teil



Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
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Das Top-Management, so berichtet der Focus in seiner aktuellen Titelstory zum Gehaltsreport, hat den größten Vergütungssprung mit einem Plus von 30 Prozent erreicht. Gleichzeitig werden hier übrigens gesteckte Firmenziele - einhergehend mit entsprechenden Boni – nicht nur erreicht, sondern oft auch überschritten. Die Sachbearbeiter-Ebenen hingegen erfüllen tendenziell Zielvorgaben eher nicht vollumfänglich.

Ein Kommentar zur Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungswachstum „(Keine) Lust auf Kinder?“ – 2/2: Management  versus Sachbearbeiter Ein Kommentar zur Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungswachstum „(Keine) Lust auf Kinder?“ – 2/2: Management  versus Sachbearbeiter


Hier schreibt für Sie: Marie-Luise Mähler arbeitete u.a. bei MTV oder im Pressereferat der Deutschen Botschaft in Brüssel. Profil


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Raus aus dem Hamsterrad

Leider lässt der Artikel mögliche Gründe hierfür im Dunkeln. Kann man hier eine Überlastung und eine zu hohe Aufgabenbündelung auf einzelne Sachbearbeiter als Ursache für diese deutliche Diskrepanz sehen?

Der Spiegel konstatiert jedenfalls eine zunehmenden Attitüde der Karriereverweigerung seitens der Arbeitnehmer. In seinem Artikel „Aufstiegsverweigerer: Karriere? Ohne mich!“ macht er deutlich, dass gerade die MitarbeiterInnen mit hohem Potential nicht mehr bereit sind, um jeden Preis im firmeninternen Hamsterrad auf der Stelle zu laufen.

Stabil statt flexibel

Ein deutlicher Trend zeigt sich in der Teilzeitbeschäftigung: Diese nimmt laut IWH seit einigen Jahren stetig zu (und führt wiederum zu wachsenden Gehaltsunterschieden).

Die jahrelange Politik der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes scheint an seine Grenzen gekommen zu sein: Zuviel Flexibilität fördert keinen Babyboom, sondern sorgt für prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse: befristete Zeitverträge, (geringer entlohnte) Zeitarbeit und hohe Distanzen, die zugunsten eines Jobs auf sich genommen werden, unterminieren die Familienplanung. Es fehlt nämlich dafür ein wesentlicher Faktor: die Stabilität.

Gleich statt ungleich

Frauen wollen außerdem auch etwas vom Karriere-Kuchen abhaben. Sie stehen eigentlich sogar doppelt schlecht da, denn noch immer bleibt gleiches Gehalt für gleiche Leistung eine Frage des Geschlechts – wie der Focus mit einer genauen Gehaltstabelle für 150 Berufe in seiner aktuellen Ausgabe entschlüsselt.

Außerdem haben Frauen mit Kindern erst recht keine lückenlose Berufs-Vita. Das kann ein Problem sein, wenn sie in befristeten Arbeitsverhältnissen sind, diese nicht verlängert werden und nach der Babypause zwangsläufig eine neue Jobsuche ansteht.

Die Arbeitgeber sind gefragt

So bleibt Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft ein Wunschdenken, es sei denn die Flexibilisierung bezieht sich auch auf die Arbeitgeber.

Im Monitor Familienleben 2011 des Instituts für Demoskopie sehen 84% der Befragten die Notwendigkeit, dass Unternehmen mehr dafür tun müssen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

Die Lösung: job sharing, Homeoffice, Firmen-KITA

Flexible Arbeitszeiten, job sharing, Homeoffice oder firmeneigene KITA: Hier ist die Lösung zu suchen. Eine familienfreundliche Politik funktioniert meiner Meinung nach nicht besser mit zusätzlichem Betreuungsgeld für Privathaushalte. Sondern muss in investiert werden, wo Menschen auch wirtschaftlich mitbeteiligt sind – nämlich am Arbeitsplatz.

Vom Kinderbetreuungsnetz – so ein weiteres Ergebnis der Studie zum Geburtenrückgang – profitieren westdeutsche Eltern jedenfalls nur geringfügig: Nur 28% stimmen der Äußerung zu, dass KITAs zur Alltagsentlastung beitragen.

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