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Kolumne in „DIE WELT“: Bei der Jobsuche auffallen um jeden Preis?


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Meine Job-Kolumne, die heute in „DIE WELT“ Print und auch Online erscheint, beschäftigt sich mit einem wichtigen Thema, das viele Menschen zu beschäftigen scheint: Wie viel Selbstdarstellerei ist bei der Jobsuche notwendig und nützlich – und wann kippt das ganze?

DIE WELT


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Selbstvermarktung – nervt das nicht?

Die Idee zu diesem Artikel kam mir, weil ich immer wieder danach gefragt werde, z.B. wenn ich Vorträge zur Selbstvermarktung mit Social Media halte. Viele Zuhörer wollen wissen, ob die ständige Selbstvermarkterei im Internet denn die Adressaten nicht nerve und ob nicht ein wenig Bescheidenheit angebrachter sei?

Die Vorsicht mit der diese Frage dann immer gestellt wird, auch die Regelmäßigkeit, mit der die Frage kommt, lassen für mich zwei Schlüsse zu: Zum einen ist die Frage vielen peinlich, weil sie schon voraussetzen, dass Selbstvermarktung eben heute dazu gehört, die Fragenden aber eigentlich keine Lust dazu haben.

Selbstanpreisung wie sauer Bier?

Zum anderen scheint die Frage doch viele Menschen zu beschäftigen. Bescheidenheit gilt eben immer noch als Tugend. Die neue Selbstvermarktung ist dagegen in Deutschland vielen suspekt.

Tatsächlich scheint es heutzutage auf den ersten Blick nötig, sich bei der Jobsuche anzupreisen wie sauer Bier, um aus der grauen Masse der Bewerber überhaupt herauszustechen.

Die hippen Kreativ-Beispiele aus der Szene

Schließlich sorgen immer wieder Beispiele kreativer Bewerbungen für Furore in der Recruiting-Szene:

Von der Social-Media-Süchtigen, die sich bei einem Automobilkonzern bewarb über peppige Lebensläufe diverser Grafik-Designer bis zu originellen Bewerber-Videos.

Dänen im Schaufenster

Vorläufiger Höhepunkt dieses Trends: In Dänemark stellten sich im Frühjahr Akademiker einen Monat lang in einem Schaufenster aus, mitorganisiert von der Gewerkschaft Djøf. Schilder und Broschüren wiesen darauf hin, dass hier hochqualifzierte Menschen einen Job suchen.

Eine erweiterte Form des Social Recruiting sozusagen, bei dem die Arbeitswilligen nicht mehr einfach ihr Profil in soziale Netzwerke stellten, sondern sich gleich selbst anboten.

Achtung Denkfehler: Es geht um Aktion, nicht um Auffallen!

Genau da liegt der Denkfehler: Wer nur um jeden Preis auffallen will, rennt leicht am Ziel vorbei. Dass in Dänemark von 15 Schaufenster-Sitzern gerade mal zwei einen Job fanden, hängt sicher auch damit zusammen, dass die Protagonisten letztendlich eher passiv blieben.

Arbeitgeber wollen sehen, dass Bewerber sich aktiv um einen Job bemühen. Eine ausgefallene Initiativbewerbung wirkt da deutlich zielgerichteter. Doch natürlich kommt es auch auf die richtige Qualifikation an – aber auch darauf, dass der Chef in spe davon erfährt.

Die Gratwanderung beherrschen

Genau deshalb ist übergroße Bescheidenheit genauso falsch wie pure Marktschreierei. Langfristig zählen bei der Jobsuche eben doch Qualifikationen, persönliches Engagement und ein langer Atem. Wer darüber hinaus noch die schmale Gratwanderung zwischen kreativer Selbstvermarktung und peinlicher Selbstdarstellerei beherrscht, dürfte am Arbeitsmarkt gute Karten haben.

Hier der Link zur Kolumne in der Welt: http://www.Welt.de/wirtschaft/karriere/article119971646/Ganz-leise-ist-mega-out-zu-laut-allerdings-auch.html

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