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Karriere der Zukunft: Macht Euren Lebenslauf selbst!


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Halb zehn in Deutschland. In der Realität weit weniger idyllisch als die erfüllte Arbeitswelt im Werbespot. Halb zehn in Deutschland – und jeder Dritte träumt von einem anderen Job in einem anderen Unternehmen. Wie konnte es zu dieser Beziehungskiste zwischen Unternehmen und Mitarbeiter kommen – und wie kommen wir da wieder raus?Mosaikkarriere_2


Hier schreibt für Sie:

 

Caterine_Schwierz_Porträt_PrintversionCaterine Schwierz, vormals u.a. Intrapreneur in einem Unternehmen der Fortune Global 500, ist Mitglied der Geschäftsleitung bei v. Rundstedt & Partner.

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Alles nur noch einen Mausklick entfernt

Globalisierung, Digitalisierung – alles ist nur noch einen Mausklick entfernt: der billigere Lieferant, das nächste Produkt, der kompetente Mitarbeiter.

Deutsche Unternehmen erwachen aus ihrer „Halb zehn in Deutschland“-Idylle und wandeln sich von beständigen Pyramiden-Organisationen zu schnellen und agilen Netzwerken.

Mosaikkarriere löst klassische Karriereleiter ab

Es liegt auf der Hand, dass das Karrieren verändert. Die Regel wird nicht mehr die klassische Karriereleiter, steil oder zumindest stetig nach oben, erst recht nicht die lebenslange Festanstellung bei ein- und demselben Arbeitgeber sein.

Stattdessen wird es ein Neben- und Nacheinander von Festanstellung und Projektarbeit, von selbstständiger Arbeit, bewusst gewählten Auszeiten und befristeten Engagements geben. Wie ein Mosaik, das sich ausgehend von einem ersten Stein ausbreitet, werden sich Karrieren aufbauen.

Sicherheit ist passé

Wie verändert das das Leben unserer Mitarbeiter? Sicherheit ist passé. Vorruhestand ist ein Auslaufmodell. Unternehmen haben schon vor einiger Zeit den psychologischen Vertrag gekündigt, der da hieß: Treue und Angepasstheit gegen lebenslange Beschäftigung.

Die längere Lebensarbeitszeit führt dazu, dass junge Mitarbeiter sich heute für Karrieren rüsten, die eine Laufzeit von 45 oder 50 Jahren haben werden.

Die Suche nach Sinn und Selbstverwirklichung

Und die Mitarbeiter haben schnell gelernt. Statt Sicherheit suchen sie Sinn und Selbstverwirklichung. Viele sagen sich: Wenn sowieso alles unsicher ist, tue ich doch gleich, was mir Spaß macht. Leider klappt das noch nicht so gut. Von zehn Mitarbeitern machen sechs Dienst nach Vorschrift. Den Unternehmen geht so unglaublich viel Potenzial verloren.

Arbeit und Karrieren verändern sich dramatisch. Altes funktioniert nicht mehr. Neues hat sich noch nicht etabliert. Wir haben es mit einem Vakuum zu tun, was Karriere betrifft. Das klingt bedrohlich? Das ist es auch, wenn wir nicht handeln.

Karriereleiter bereitet immer noch Phantomschmerzen

Angesichts des Handlungsdrucks tut sich leider erstaunlich wenig. Einerseits lesen wir über eine neue Generation Y oder Z, die in die Unternehmen mit neuen Werten und Wünschen drängt.

Aber: binnen zwei Jahren haben diese Menschen die herrschende Karrierekultur adaptiert. Und die heißt immer noch: Leiter ist schick. Diese Karriereleiter, die eigentlich schon auf dem Sperrmüll gelandet ist, bereitet immer noch Phantomschmerzen!

Bei der Karrierekultur anfangen

Die alte, tradierte Karrierekultur beinhaltet: Unternehmen sorgen für ihre Mitarbeiter, managen Talente und machen Karrieren. Mitarbeiter lassen sich entwickeln und warten wie der Frosch, bis die Prinzessin sie küsst. Wir wissen, dass das nicht mehr funktioniert. Es hilft nichts, wir müssen uns dem Thema Karrierekultur stellen.

Wir müssen viel weiter kommen als bis zu dem Statement: Mitarbeiter sind unser wichtigstes Potenzial. Wir müssen die Bedürfnisse unserer wichtigsten Ressource und die Bedürfnisse unserer Daseinsberechtigung, nämlich des Marktes, zusammenbringen. Zwei der wichtigsten Aufgaben auf dem Weg dahin sind: Mitarbeiter in den Fahrersitz ihrer Karriere zu setzen und Abschied von der Standardisierung zu nehmen.

  1. Gebt den Mitarbeitern die Verantwortung für ihre Karriere und bringt ihnen bei, wie sie diese Verantwortung wahrnehmen. Raus aus der Opferrolle, rein in die Gestaltung des eigenen Werdegangs. Das ist keine Rocket Science und macht den meisten Menschen große Freude. Oder ist es keine sinnstiftende und befriedigende Beschäftigung herauszufinden, was ich richtig gut kann, wo mein Herzblut ist und wo das was ich kann und wofür mein Herz schlägt gebraucht wird? Der Lohn dieser Arbeit ist nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Unternehmen reich: Dort wo Können, Leidenschaft und die passende Aufgabe zusammentreffen, sind wir im Bereich unserer höchsten Leistungsfähigkeit. Welcher Geschäftsführer sagt dazu nein?
  2. Nehmt Abschied von der Standardisierung. Unternehmen müssen Voraussetzungen für individuelle Mosaikkarrieren schaffen. Heute pressen wir Menschen noch in standardisierte Anforderungsprofile und Stellenbeschreibungen. Alle sollen gleich sein und das Gleiche können. Hier brauchen wir eine grundsätzliche Umkehr in der Personalarbeit. „One size fits all“ wird weder Mitarbeitern noch Unternehmen heute noch gerecht. Konsequente Stärkenorientierung statt Mittelmaß. Individuelle Karrieren statt Planwirtschaft – eine „Wende“ im wahrsten Sinne.

Mittelmaß ist Zeitverschwendung

Madonna bringt es auf den Punkt: Es ist Zeitverschwendung, etwas Mittelmäßiges zu machen. Sowohl Unternehmen, als auch Mitarbeiter sollten nur die Karriere akzeptieren, die das Beste im Mitarbeiter zum Leuchten bringt.

Dann ist Karriere nicht nur Synonym für Unternehmenserfolg und Mitarbeiterbindung, sondern auch für Glück im Job. Nach den Sternen greifen? Die Zeit dafür ist gekommen!

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