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Junge Führungskräfte auf dem steinigen Weg zum Respekt: Tipps für angehende Chefs


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Bildrechte: Bildmaterial erstellt von Simone Janson | Best of HR - Berufebilder.de

„Na, gab es ein Chef-Coaching für Dich?“ fragte mich ein ehemaliger Teamkollege dreist als wir uns vor dem Büro meiner Vorgesetzten begegneten. Ich war extrem angespannt und kurz davor, ihm gehörig die Meinung zu sagen. Da ich aber gerade erst zur Führungskraft befördert worden war – sicherlich nicht die beste Taktik.

Junge Führungskräfte auf dem steinigen Weg zum Respekt: Tipps für angehende Chefs


Hier schreibt für Sie: Henryk Lüderitz war u.a. junge Führungskraft bei Vodafone und ist heute selbständiger Trainer. Profil

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Nachgeben oder standfest bleiben?

Der Grund für meinen Beinahe-Ausraster: Besagter ehemaliger Teamkollege hatte sich bei meiner Chefin über mich beschwert. Das war mir allerdings bis zu jenem Aufeinandertreffen im Gang nicht bewusst. Wie sollte ich mich nun verhalten? Nachgeben und die Sache auf sich beruhen lassen oder in die Offensive gehen?

Wer führt, muss in jeder Situation die richtige Balance beherrschen – vor allem für junge Führungskräfte anfangs ungewohnt und heikel: Wann ist es sinnvoll, nachzugeben? An welchen Stellen ist hingegen eher autoritäres Durchgreifen zielführend? Junge Führungskräfte befinden sich permanent in einem inneren Konflikt.

Zwischen Durchsetzungsfähigkeit und Empathie

Beschweren sich Kollegen hinter dem Rücken der Führungskraft bei ihrem Vorgesetzten, lässt das den nötigen Anstand und Respekt vermissen. Wenn schon Beschwerden, dann von Angesicht zu Angesicht.

An dieser Stelle klein beigeben und den Rückzug antreten, würde das falsche Signal senden. Deshalb: ruhig aber bestimmt das Gespräch suchen.

Klare Grenzen ziehen

Ziel der Unterhaltung sollte sein, das Problem auf fachlicher Ebene auszuräumen. Deshalb kurz und knapp nach dem fachlichen Grund für die Beschwerde fragen, dabei aber immer wertschätzend bleiben.

Zudem sollte man klar zu verstehen geben, dass diese Vorgehensweise in keinster Weise angemessen ist und auch nicht weiter geduldet wird. Im Anschluss ist es an der Führungskraft, den eigenen Vorgesetzten über das Gespräch zu informieren.

3 Tipps für angehende Führungskräfte

  1. Reagieren Sie emphatisch – solange die Beschwerden bei Ihnen bzw. beim Verantwortlichen persönlich vorgebracht werden. Sprechen Sie die Gefühle Ihres Gesprächspartners an und versetzen Sie sich in seine Lage: „Ich kann nachvollziehen, dass Sie jetzt enttäuscht oder verärgert sind.“ Ihr Gegenüber fühlt sich verstanden und ist offener für eine sachliche Darstellung der Ereignisse und eine konstruktive Lösungssuche.
  2. Fahren Sie Ihre Ellbogen aus, wenn Sie über- oder hintergangen werden. In einem kurzen (!) Vier-Augen-Gespräch mit dem Kollegen sollten Sie sachlich Ihren Standpunkt verdeutlichen: Sie sind der erste Ansprechpartner für Probleme und Themen, die ihren Verantwortungsbereich betreffen. Ihre Körpersprache und Ihr Blickkontakt müssen dabei die Dringlichkeit unterstreichen, ohne bedrohlich zu wirken. Sollte sich Ihr Kollege zukünftig nicht an diesen Ablauf halten, werden Sie mit seinem Chef sprechen – auch dies sollten Sie klar kommunizieren.
  3. Reagieren Sie energisch, wenn Beschwerden oder Kritik öffentlich erfolgen. Sollten Sie in einem Meeting unsachlich oder überzogen kritisiert werden, verweisen Sie höflich aber bestimmt darauf, das Thema zu einem anderen Zeitpunkt zu zweit zu besprechen. Hitzige Diskussionen gehören nicht in die Öffentlichkeit!

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  1. Pingback: 8 Tipps, wie Sie Respekt & Anerkennung bekommen: Bitte recht freundlich! | B E R U F E B I L D E R

  2. Simone Janson

    Hallo Pia, danke für den Hinweis. Vor allem authentisch sollte Führung meiner Meinung nach sein.

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