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Interview mit Milliardär & Shutterstock-Gründer Jon Oringer – 4/4: Vernetztes Arbeiten in globalen Teams



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Bildrechte: Bildmaterial von unserem Interviewpartner.

Jon Oringer ist Gründer & Geschäftsführer von Shutterstock, eine Stock-Photo-Agentur mit Sitz in New York. Im vierten und letzten Teil des Interviews geht es schließlich um vernetztes Arbeiten in globalen Teams.

jon oringer Jon Oringer stammt aus New York. Er studierte Mathematik und Computer Science an der Stony Brook University und machte seinen Master in Computer Science an der Columbia Universität. 2003 gründete er Shutterstock mit dem Ziel lizenzfreies Bildmaterial zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Laut Bloomberg Businessweek ist er Silicon Alley’s erster Milliardär.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil


Im letzten Teil des Interviews haben Sie bereits angesprochen, das Ihre Mitarbeiter in verschiedenen Ländern sitzen: Wie sieht die Zusammenarbeit in internationalen Teams aus?

Ja, wir haben zurzeit Büros in New York, Chicago, Denver, San Francisco, San Mateo, London und Berlin und es sind weitere geplant. Viele unserer Mitarbeiter arbeiten aber auch im Home Office.

In der Praxis ist das natürlich von der einzelnen Position abhängig. Wir haben z.B. zahlreiche Mitarbeiter im Direkvertrieb. Die müssen von zu Hause arbeiten können, weil sie in ständigem direkten Kontakt zu den Kunden vor Ort stehen. Und sie brauchen auch nur einen Internetzugang, mit dem sie sich in unser System einloggen können.

Verschiedene Arbeitsorte in verschiedenen Zeitzonen – das hört sich sehr kompliziert an. Wie genau kann man sich die Kommunikation vorstellen?

Gerade unser Managementteam ist unglaublich viel unterwegs auf der ganzen Welt. Wir mailen sehr viel. Ich selbst bekomme täglich im Schnitt 300 bis 400 E-Mails. Auf diesem Weg gehen Informationen aber manchmal leider unter oder werden nicht verstanden.

Die E-Mail kann ein Gespräch nicht ersetzen und deshalb telefonieren und skypen wir zusätzlich regelmäßig oder nutzen Google Hangouts. Je digitaler DIE WELT, desto wichtiger wird das persönliche Gespräch. Und gerade bei einem schnell wachsenden Unternehmen wie unserem passieren sehr viele Dinge auf dem Gang. Der Flurfunk ist immer noch ein wichtiges Kommunikationsmittel.

Das kann bei einzelnen Mitarbeitern gut funktionieren. Wie sieht es aber aus, wenn ein Team an einem gemeinsamen Projekt arbeitet?

Richtig, bei uns arbeitet nicht nur das Management, sondern auch einzelne Teams über die Landesgrenzen hinweg zusammen an gemeinsamen Projekten und mit Dienstleistern. Hier nutzen wir Collaboration-Tools wie Google Drive, damit alle zu jeder Zeit den aktuellen Status einsehen können. Das ist zudem sehr praktisch, weil es Cloud-basiert ist und daher von überall aus, selbst mobil, zur Verfügung steht.

Das funktioniert auch bei unseren Produktentwicklern, bei denen es wichtig ist, zusammenzusitzen und zu reden. Auch hier haben wir eine Lösung gefunden: Sie arbeiten zwar von zu Hause aus, sind aber via iPad-Robot den ganzen Tag über mit ihrem Team verbunden. Quasi als würden sie im Büro zusammensitzen.

Entspricht das auch Ihrer persönlichen Arbeitsweise?

Ich finde, Produktivität hängt nicht vom Ort ab. Manchmal bin ich produktiv im Büro, aber manchmal bin ich auch sehr produktiv an Orten, von denen ich das gar nicht erwartet hätte.

Es ist auch schwierig, regelmäßig zu einer bestimmten Uhrzeit produktiv zu sein. Wichtig ist daher für mich, nicht an Ort oder Zeit gebunden zu sein, um arbeiten zu können.

Leidet unter so viel Kommunikationsaufwand nicht die Agilität? Würden Sie sagen, Sie sind noch immer so flexibel wie ein Start-up?

Von der Unternehmensgröße her sind wir kein Start-up mehr, sondern wachsen sehr schnell, das muss man ganz klar sagen. Die Unternehmenskultur eines Start-ups haben wir aber bisher beibehalten können und werden auch weiterhin versuchen, Konzernstrukturen zu vermeiden.

Wir haben eine unglaubliche Frequenz an neuen Angeboten und ein Team aus kreativen Querdenkern, die Neues schaffen wollen. Das ist aus meiner Sicht unser Erfolgsrezept, das wir hegen und pflegen.

Was ist in Ihren Augen das Wichtigste, um eine gewisse Flexibilität beizubehalten?

Mut und Disziplin! Den Mut ungewöhnliche Ideen zuzulassen, auszuprobieren und damit vielleicht auch zu scheitern. Und die Disziplin, flexible Strukturen aufrecht zu halten. Es erfordert weit weniger Aufwand den Standardweg zu gehen oder gar sein eigenes Ding zu machen, als andere und deren Ideen einzubeziehen.

Was hat sich denn durch den Börsengang verändert?

Wir sind noch flexibler und agiler geworden. Das liegt vor allem daran, dass wir durch den Börsengang mehr finanziellen Spielraum gewonnen haben und mehr Kunden sowie Medien auf uns aufmerksam geworden sind.

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