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Interview mit Milliardär & Shutterstock-Gründer Jon Oringer – 3/4: Ideenfindung per Hackathon



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Bildrechte:Bildmaterial von unserem Interviewpartner.

Jon Oringer ist Gründer & Geschäftsführer von Shutterstock, eine Stock-Photo-Agentur mit Sitz in New York. Im dritten Teil des Interviews erzählt er, wie man Innovation & Ideenfindung im Unternehmen organisiert.

jon oringer Jon Oringer stammt aus New York. Er studierte Mathematik und Computer Science an der Stony Brook University und machte seinen Master in Computer Science an der Columbia Universität. 2003 gründete er Shutterstock mit dem Ziel lizenzfreies Bildmaterial zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Laut Bloomberg Businessweek ist er Silicon Alley’s erster Milliardär.


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Mitarbeiter mit Unternehmergeist klingt super – aber achten Sie auch darauf, dass die Zusammensetzung im Team stimmt?

Natürlich denken wir darüber nach, wer welche Stärken besitzt, und stellen gezielt Mitarbeiter mit Expertise in unterschiedlichen Bereichen ein.

Ein Unternehmen von Generalisten, die alle alles können, aber nichts richtig gut, das würde vermutlich nicht klappen. Wir brauchen aber auch keine Vollblut-Spezialisten mit Scheuklappen. Unsere Mitarbeiter sind neugierig und immer auf der Suche nach Inspiration.

Wie läuft dann die Entwicklung neuer Ideen im Team ab?

Um sicherzustellen, dass neue Ideen konstant vorgestellt, getestet und umgesetzt werden, pflegen wir eine kreative Gründerkultur. Einmal im Jahr nehmen beispielsweise alle Mitarbeiter an einem 24-Stunden-Hackathon teil.

Dort entscheidet eine Jury aus Mitarbeitern verschiedener Abteilungen und Fotografen über die Idee. Die Gewinner-Idee wird dann auch umgesetzt. Der letzte Hackathon fand im Juli dieses Jahres statt und erstmals nahmen Mitarbeiter aus sieben Büros und fünf Zeitzonen teil.

Entstehen aus diesen Events tatsächlich neue Produkte?

Ja klar. Aus den Hackathons sind im Laufe der Jahre viele Produktinnovationen entstanden wie Spectrum, ein Suchtool, mit dem man nach Farbe der Bilder filtern kann und das in diesem Jahr über die Webseite zugänglich sein soll.

Die Tech-Teams haben darüber hinaus mehrere eigene, kleine Hackathons im Jahr, so genannte „Code Rages”. Hier geht es vor allem um Code-Innovationen und Effizienzsteigerung.

Wie läuft die Arbeitsorganisation in Teams genau ab?

Insgesamt ist Shutterstock ein sehr agiles Unternehmen und wir versuchen, möglichst in kleinen Gruppen zu arbeiten, damit Ideen besser miteinander geteilt werden. Zusätzlich testen wir alles, was auf der Webseite passiert, und stellen diese Daten allen Mitarbeitern zur Verfügung. So können sie jeden Tag neue Ideen und Lösungen entwickeln.

Für unsere Unternehmenskultur und unseren Erfolg ist es sehr wichtig, dass jeder Mitarbeiter weiß, seine Ideen sind bei uns willkommen, weil wir Shutterstock gemeinsam noch besser machen wollen – für die Kunden und Mitarbeiter.

Das hört sich etwas schwammig an – wie genau sind die Abläufe bei der der Produktentwicklung?

Wir planen pro Quartal etwa zwei bis drei neue Projekte. Produktentwicklung und Innovationen sind bei uns ein sehr organischer Prozess, der völlig transparent abläuft und alle Produktbereiche zusammenführt. Wichtig ist dabei nur, dass die Erfolge am Ende messbar sind.

Unser Führungsteam gibt pro Quartal eine Strategie vor, ein bestimmtes Thema, das uns wichtig ist. Das sind meist sehr allgemeine Themen wie „Neue Contenttypen“, „Globalisierung“ oder „Direktvertrieb“. Auf Grundlage dieser Vorgaben entwickeln dann die Produktentwicklungsteams, die für verschiedene Bereiche wie Entwicklung, Design, Acquise oder Qualitätskontrolle verantwortlich sind, unter der Leitung eines Produktmanagers ihre Ideen für den jeweiligen Bereich und präsentieren sie am Ende dem ganzen Unternehmen. Nur wenn die Ideen zu sehr von den Vorgaben abweichen, schreitet das Management wieder ein.

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