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Interkulturelles Management & Führung: Mehr Diversity fürs Employer Branding


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.

International arbeiten und führen geht ganz einfach. Glauben Sie nicht? Doch - zumindest wenn man dieses Buch gelesen hat. Denn die erklärt leicht verständlich wie es klappt mit der interkulturellen Diversität - übrigens nicht zu Unterschätzen auch als Employer Branding Faktor.

Übrigens: Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerscheinungen & Bücher im Bereich Karriere finden Sie in unserer Rubrik Business-Bestseller!


Hier schreibt für Sie: Stephan Lamprecht ist Journalist & Redakteur bei Management-Journal.de Profil

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Kulturelle Diversität

Andere Länder, andere Sitten – diesen fast schon zum Allgemeinplatz gewordenen Spruch kennt quasi jeder. Er gilt aber auch gerade für das internationale Business, in dem Diversity und die Zusammenarbeit in verschieden Ländern groß geschrieben werden. Ja man kann sagen: Die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg gehört heute längst auch zum Alltag selbst in vielen mittelständischen Unternehmen.

Die reibungslose Verständigung und Zusammenarbeit auf internationaler Ebene hat indes nicht nur etwas mit Sprachkenntnissen zu tun. Es geht auch darum, die Kultur von Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern aus dem Ausland zu verstehen.

Ein Kompass für das gemeinsame Verständnis

Über die Unterschiede von Kulturen, sprachlichen Missverständnissen oder verschiedenen Verhaltensweisen im Geschäftsleben könnte man auf Basis empirischer Studie referieren.

Oder man macht es wie Erin Meyer und schreibt ein unterhaltsames und erlebnisreiches Buch. Ihre Arbeit führte die Professorin nach Afrika und Europa, und die Begegnung mit vielen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise legte die Grundlage für ihr Studium von Kommunikationsmustern.

8 Skalen als Schlüssel zum interkulturellen Erfolg

Die Autorin hat ein Modell aus acht Schlüsselbereichen erarbeitet. Und auf diese Skalen müssen Manager besonders achten. Die Unterschiede zwischen den Kulturen schwanken zwischen den jeweiligen Extremwerten der einzelnen Skalen. Die Bereiche sind:

  1. Kommunikation von kontextarm bis kontextreich.
  2. Beurteilung Negatives Feedback wird direkt erteilt. Die Gegenposition bildet indirektes negatives Feedback.
  3. Überzeugung Prinzipien vs Anwendungsfälle
  4. Führung Egalitär vs. Hierarchien.
  5. Entscheidung im Konsens gegenüber von oben nach unten.
  6. Vertrauen auf der Arbeit beruhend oder auch Beziehungen basierend.
  7. Widerspruch Die Konfrontation suchen oder den Konflikt vermeiden.
  8. Termintreue zeitlich linear gegenüber zeitlich flexiblen Modellen.

Im Geschäftsleben hängt der Erfolg davon ab, dass die Führungskraft weiß, wo sich ein Teammitglied oder Mitarbeiter aus anderen Kulturen auf diesen Skalen wiederfindet. Denn dann kann gezielt darauf eingegangen und gesteuert werden.

Nett ist nicht immer nett gemeint

Die acht Skalen bilden auch die Gliederung für die Culture Map. Es gibt aber keine tiefenpsychologische Analyse der verschiedenen Kulturkreise. Erin Meyer liefert viele Geschichten und Beispiele, aus denen der Leser unmittelbar lernen kann. Denn oft gibt es Missverständnisse, etwa bei Hierarchien und netten Kommentaren, die gar nicht so gemeint sind.

Das erleichtert später nicht nur das Verständnis in der Zusammenarbeit, etwa wenn man weiß, dass amerikanische Kollegen gern ihre Kritik erst nach einigen sehr positiv klingenden Bemerkungen abfeuern, sondern verhindert auch, dass Projekte aus dem Ruder laufen.

Pünktlichkeit als Tugend?

Denn unterschiedliche Zeitwahrnehmung in den Kulturkreisen führen gerade bei uns Deutschen immer wieder zu Aufregung, da wir alle ein anderes Verständnis in Hinblick auf die Verbindlichkeit von zeitlichen Aussagen haben. Die sprichwörtliche preußische Pünktlichkeit lässt hier grüßen.

Was das Buch neben den vielen Beispielen noch wertvoller macht, sind die Strategieempfehlungen in jedem einzelnen Kapitel. Sie liefern in komprimierter Form das Rüstzeug, um mit dem jeweiligen Extrem zurechtzukommen, aber zeigen auch einen Weg, wie sich die verschiedenen Extreme in einem Team unter einen Hut bringen lassen.

Fazit

Das Buch von Erin Meyer ist Lesevergnügen pur, ein Dank für die hervorragende Übersetzung. Ihre Beispiele sind glasklar und nachvollziehbar geschrieben. “Die Culture Map” sollte Pflichtlektüre für alle Manager und Führungskräfte sein, die international arbeiten.

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  1. Rolf

    Ausländische Märkte werden immer wichtiger, daher sehr cooles Thema hier.

  2. Katharina


    Diversity-Management ist ein großes Thema nach Außen, im Inneren von viele Unternehmen muss noch viel Umdenken erfolgen. Mit Freude habe ich daher gesehen, dass dieses wichtige Thema hier endlich Beachtung findet.

  3. Paz

    Super Seite, ich bin wirklich immer gerne hier.

  4. Change-Management

    Wenn alle Blogger ähnlich gute Inhalte ins Netz stellen würden, wäre das Internet viel nützlicher.

    • Simone Janson

      Vielen Dank!

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