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Ein Hintergrund-Bericht von den Universum-Awards: Die Bescheidenheit der Top-Arbeitgeber


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
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Universum hat diese Woche wieder seine Top-Arbeitgeber-Rankings veröffentlicht, vergangene Woche wurden die dazu passenden Awards in München verliehen - und ich habe mir bei der Gala live die glücklichen Gewinner angesehen. Universum Awards


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Im Süden nichts Neues

Um eines gleich vorweg zu sagen: Wirklich Überraschendes passierte nicht. Die Autobauer hatten gleich zweimal, bei den Wirtschaftswissenschaftlern und den Naturwissenschaften die Nase vorn, wenn  auch Oliver Ferschke, Leiter des Personalmarketings der BMW Group, Antje Maas von Audi und Christoph Welz von Porsche zu einem munteren Wechselspiel auf die Bühne kamen:

Für Studierende der Wirtschaftswissenschaften ist erstmals BMW der attraktivste Arbeitgeber, auf den weiteren Plätzen folgen Audi, Porsche, Google und Volkswagen. Bei den angehenden Ingenieuren kann Audi seinen Spitzenplatz vom Vorjahr verteidigen und sich gegen BMW, Porsche, Volkswagen und Daimler/Mercedes-Benz durchsetzen, die die Plätze zwei bis fünf einnehmen.

Die Bescheidenheit der Arbeitgeber

Die Naturwissenschaftler ziehen Forschungseinrichtungen wie die Frauenhofer Gesellschaft und das Max-Planck-Institut der Industrie vor. Und auch die Gewinner im Bereich IT sind erwartbar: Auf den ersten Plätzen liegen die drei großen US-Unternehmen Google, Microsoft & Apple. SAP als einziges originär deutsches Unternehmen landete erst auf Platz 5.

Überraschungen gab es allenfalls bei den höchsten Neu- und Aufsteigern, die aber allenfalls auf Platz 50 zu finden waren. An Sendungsbewusstsein mangelte es indes den Gewinnern auch nicht: Mitarbeiter seien daran beteiligt, die Daten der ganzen Welt auszuwerten - ließ Google als Begründung für seinen Spitzenplatz verlauten. Eine Nummer kleiner scheint es nicht zu gehen.

Zur Studie

Das internationale Forschungs- und Beratungsunternehmen Universum unterstützt Unternehmen beim Aufbau ihrer Arbeitgebermarke und arbeitet mit weltweit über 1700 Kunden und 2000 Universitäten zusammen.

Für die Studie befragte Universum mehr als 34 000 Studierende in Deutschland zur Wahrnehmung und Attraktivität von Arbeitgebern sowie zu ihren langfristigen Karrierezielen und wertet diese Zahlen zweimal pro Jahr, jeweils einmal für Studierende und einmal für Young Professionals, aus.

Woher kommen die Zahlen?

Wie aber kommen die Ergebnisse zustande? Was macht Arbeitgeber attraktiv? Der Universum Student Survey 2015 zufolge sollte der ideale Arbeitgeber ein attraktives Grundgehalt, ein freundliches Arbeitsumfeld und ein hohes Einkommen in der Zukunft bieten.

Glaubt man den Statements der Preisträger, kommt es auch stark auf Employer-Branding- und Marketing-Strategien der Unternehmen an - und auf das Image, um nicht zu sagen das Klischee und der Bekanntheitsgrad.

Wenn man sich nämlich die Namen der Gewinner so anschaut, haben exakt die Unternehmen mit dem größten Bekanntheitsgrad gewonnen, besonders augenfällig etwa bei IT und Autobauern.

Coolness-Faktor als Entscheidungkriterium

Und man sollte nicht vergessen, dass hier Studierende gewählt haben - also diejenigen, die vom realen Arbeitsalltag noch wenig Ahnung haben. Sie gehen natürlich nach dem Coolness-Faktor, etwa im Bereich IT, oder nach den Branchen, die besonders sicher und renommiert erscheinen, wie etwas die Automobilbranche. Und auch dass viele Naturwissenschaftler lieber in reinen Forschungseinrichtungen statt in der Industrie arbeiten, erstaunt ebenfalls nicht.

Wer dem entgegenwirken möchte, sollte sich lieber mal Gedanken um Klischeevorstellungen in unserer Gesellschaft machen; im kleinen das eigene Employer Brandig zu verbessern dürfte nur bedingt helfen, dem entgegenzuwirken.

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  1. Jakob Schulz

    In diesem Kontext wäre eine andere Studie sehr interessant, die sich nicht mit dem Bekanntheitsgrad und der (vermeintlichen) Attraktivität befasst, sondern mit der Qualität des Recruitings.
    http://www.bestrecruiters.eu/

    • Simone Janson

      Hallo Herr Schulz,
      danke für den Hinweis! Ich werde mir das mal ansehen. Letztendlich sorgt aber ein gutes Recruiting eben auch für Attraktivität und Bekanntheit.

  2. KompetenzPartner

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