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Serie – Hilfe bei der Karriere-Planung: Teil 8 – So helfen Qualitätskriterien weiter



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Leider kann man im Vorfeld nicht immer erkennen, ob ein Berater wirklich kompetent ist oder nicht, denn es gibt keine einheitliche Ausbildung. Helfen können hier festgelegte Qualitätsstandards im Weiterbildungsbereich. Wie sehen diese aus?

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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Spezial- und Zusatzausbildungen

Berufs- und Bildungsberater durchlaufen, anders als in anderen Ländern, in Deutschland keine einheitliche Ausbildung. Daher kann praktisch jeder als Karriereberater arbeiten, der will. Weder ist die entsprechende Berufsbezeichnung gesetzlich geschützt noch gibt es gesetzliche Richtlinien, wie so eine Beratung genau auszusehen hat.

Doch keine Angst: In der Praxis sind die meisten Berater speziell geschulte Leute, die eine Ausbildung in Psychologie, Personalwesen oder Pädagogik durchlaufen, zumindest aber ein Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen haben.

Dazu kommen häufig Zusatzausbildungen. Ein guter Berater sollte sich außerdem regelmäßig fortbilden, sein Fachwissen ständig aktualisieren und seine Methodik und sein Beratungsverfahren weiterentwickeln und verbessern.

Mitgliedschaft in Beraterverbänden

Auch die Mitgliedschaft in einem der Beraterverbände ist ein Qualitätskriterium. Verbände wie der Deutsche Verband für Berufs- und Bildungsberatung (DVB) oder die Internationale Vereinigung für Schul- und Berufsberatung (IVSBB) fordern von Ihren Mitgliedern die Einhaltung hoher Qualitätsstandards, über die man sich auf der entsprechenden Website informieren kann:

Dazu gehören Fachwissen im Bildungsbereich, Pädagogik, Psychologie und Wirtschaft, außerdem methodischen Kenntnissen z.B. in Gesprächsführung oder Didaktik und schließlich sozialen Fähigkeiten wie Toleranz, Empathie oder Interesse an anderen Menschen.

Evaluierte Beratung und Zertifikate

Daneben müssen beispielsweise die Mitglieder des DVB ihre Beratung regelmäßig evaluieren, d.h. Kunden nach ihrer Zufriedenheit befragen, durchschnittlich zwei Wochen im Jahr an Weiterbildungen teilnehmen und mindestens 20 Stunden im Jahr Supervision in Anspruch nehmen, um Ihre Beratungserfahrungen reflektieren.

Berater, die die entsprechenden Qualitätskriterien erfüllen, können sich außerdem ins BerufsBeratungsRegister des DVB eintragen lassen. Hier können Sie als Kunde dann qualifizierte Berater in Ihrer Region finden.

Bis Ende 2009 soll außerdem mit dem European Career Guidance Certificate ( ECGC) ein Zertifizierungssystem für Berufsberater zu Verfügung stehen, das internationale Vergleichbarkeit von Qualitätsstandards gewährleistet. Das ECGC wird zur Zeit im Rahmen eines EU-Projekts von neun Partnerorganisationen aus sieben Ländern entwickelt.

Checkliste: Erfüllt Ihr Berater diese Kriterien?

  • Kennt sich der Berater in der Branche oder dem Bereich aus?
  • Hat der Berater ein Hochschulstudium abgeschlossen? Unabhängig vom Studienfach ist dieser dann in der Lage, qualifiziert komplexe Problemstellungen zu bearbeiten.
  • Hat der Berater eine Ausbildung, z.B. in Eignungsdiagnostik, Coaching, Psychologie, Pädagogik, Personalwesen oder einem anderen relevanten Bereich?
  • Setzt sich der Berater sich regelmäßig mit seinem Schwerpunkt auseinander und ist das sein Wissen auf einem aktuellsten Stand?
  • Ist der Berater regelmäßig auf Messen zu treffen, engagiert er sich anderwertig, z.B. ehrenamtlich, oder gibt es regelmäßig in der Presse Beiträge über ihn?
  • Ist der Berater Mitglied in einem Netzwerk oder einem Verband, dessen Mitglieder bestimmte Qualitätsstandards erbringen müssen (z.B. BBV, IAEVG, Berufsberatungsregister)
  • Verwendet der Berater ein EDV-gestütztes Wissensmanagement?

Ausnahmen bestätigen die Regel

Neben vielen seriösen Anbietern gibt es auch Firmen, die nur das schnelle Geld machen wollen: Vorsicht ist zum Beispiel geboten, wenn Anbieter lediglich online einen Berufs- oder Studienwahltests und eine Auswertung nur gegen eine hohe Bezahlung anbieten.

Denn Test sollten eigentlich nur die Grundlage für ein Beratungsgespräch bilden, denn nur im persönlichen Gespräch kann ein Berater wirklich Aussagen zur Karriereplanung treffen.

Vorsicht bei kostenlosen Angeboten!

Vorsicht ist auch geboten bei kostenlosen Angeboten – oftmals sind die Kosten lediglich versteckt. Und auch das Label „Wissenschaftlicher Test“ schützt Sie nicht vor unseriösen Angeboten, den, diese Bezeichnung ist nicht geschützt und kann praktisch jedem Test „verliehen“ werden.

Neben unseriösen Angeboten gibt es jedoch fundierte Tests, gerade zur Berufs- und Studienwahl, etwa den kostenlosen BORAKEL der Universität Bochum oder den EXPLORIX, bei dem die Auswertung gegen eine noch vergleichsweise moderate Gebühr gegeben wird..

Tipp:

Wenn Sie sich über die Seriosität eines Online-Angebots unklar sind, sollten Sie den Anbieter am besten telefonisch kontaktieren und in genau nach der wissenschaftlichen Grundlage seines Tests befragen.

Wenn Sie für das Telefonat nur eine kostenpflichtige 0180- oder 0900-Nummer finden und dann noch minutenlang in der Wartschleife hängen, können Sie wirklich davon ausgehen, dass es sich um ein unseriöses Angebot handelt: Berater, die eine gute Beratung anbieten, sind telefonisch erreichbar und haben eine ordentliche Adresse.

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