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Gleichberechtigung & Diversity als Employer-Branding-Strategie: 7 Gründe für mehr Frauen in der IT


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Bei der Frage „Was willst du denn mal werden wenn du groß bist?“, stand in Kindertagen Ballerina oder Prinzessin hoch im Kurs. Obwohl sich Berufswünsche im Laufe des Erwachsenwerdens ändern, bleibt die Tendenz der Berufswahl zu typischen Frauenberufen gleich. IT-Consultant oder Front-End Developerin steht bei Mädchen nur selten auf der Liste; doch das soll sich in Zukunft ändern. Was sollten Unternehmen hier tun?


Hier schreibt für Sie:

 

Dr. JobDr. Job ist Karriere-Berater bei Monster.de.

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IT-Unternehmen sind eine Männerdomäne

Wenn Sie ein IT-Unternehmen betreten, finden Sie eines mit Sicherheit: Männer. Frauen ergreifen immer noch selten einen Beruf in einer bisher hauptsächlichen Männerdomäne. Bisweilen gehen nur durchschnittlich 15 Prozent aller Bewerbungen für IT-Jobs auf das Konto von Frauen. Gründe dafür gibt es viele. Häufig werden die fehlenden weiblichen Vorbilder genannt.

Zudem wählen Studien zufolge Frauen zunächst schon andere Berufsfelder aufgrund kindlicher Prägungen. Auch wenn man sich an die Schulzeit erinnert, wurden Mädchen damals in den Nähkurs geschickt und Jungs für Werken eingeteilt. Dazu passt der mit ironischem Unterton von den Herren der Schöpfung dramatisch untermalte Spruch „Frauen und Technik“ thematisch sehr gut zur Problematik.

Arbeitgeber: Zu wenig Einsatz für die Gleichberechtigung

Das Themenspecial “Women in IT“ der Studienreihe* „Recruiting Trends 2017“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg, die in Zusammenarbeit mit dem Karriereportal Monster entstand, beschäftigte sich mit diesem Thema.

Circa 60 Prozent der befragten Bewerber gaben an, dass Arbeitgeber noch zu wenig Einsatz zeigen, um Frauen langfristig an sich binden zu können und 42 Prozent bemängelten, dass zu wenig Einsatz gezeigt wird, um IT-Expertinnen überhaupt erst zu rekrutieren.  Rund 44 Prozent der befragten IT-Expertinnen sind sogar der Meinung, dass Unternehmen nur für Frauen in der IT-Branche werben, um sich selbst positiv in der Öffentlichkeit darzustellen.

Gleichberechtigung & Diversity: Das können Sie sofort tun

Dabei gibt es bereits Maßnahmen von Unternehmen aus der IT-Branche mit denen versucht wird, Frauen langfristig für sich zu gewinnen. Strategien, die sich besonders bewähren, finden Sie im Folgenden:

  1. Rekrutierung & Veranstaltungen von und für Frauen: Viele Unternehmen veranstalten eigens auf Mädchen und junge Frauen ausgerichtete Informationstage zur Nachwuchsförderung wie beispielsweise den Girls´ Day und präsentieren eigene Mitarbeiterinnen als Vorbilder. Eine klare Kommunikation ist bei der Rekrutierung seitens des potentiellen Arbeitgebers das A & O: Welche Angebote gibt es zur Verbesserung der Work & Life Balance? Welche Unterstützungsprogramme gibt es für neue Mitarbeiterinnen?
  2. Gezielte Ansprach von Frauen: Gezieltes Ansprechen von Frauen auf Karrieremessen oder geschlechterneutral formulierte Stellenanzeigen sind dabei gute Möglichkeiten, um die Vorteile einer Anstellung in der IT-Branche zu vermitteln. Auch Jobbörsen oder die Nutzung von Karrierenetzwerken zur zielgerichteten Ansprache an weibliche Fachkräfte sind gut geeignet, Kandidatinnen anzuwerben.
  3. Gestaltung des Bewerbungsprozesses: Sobald Bewerberinnen für die neue Stelle gefunden sind, ist der nächste Schritt, sie den männlichen Bewerbern gleichzustellen. Der Aufbau von Talent-Pools mit Fokus auf Frauen, oder die Anonymisierung von Bewerbungsunterlagen durch die Personalabteilung für die erste Auswahlrunde sind gute Ansätze, um ein gerechteres Bewerbungsverfahren zu ermöglichen. Ganze 37 Prozent von befragten IT-Expertinnen ziehen ein anonymes Bewerbungsverfahren vor, dies ist ein deutliches Signal, wenn man die Zahl mit den nur 26 Prozent von befragten Frauen aus anderen Tätigkeitsbereichen vergleicht.
  4. Das eigene Image verbessern: Ein Blick in die Zukunft fällt positiv aus, da es attraktive Gründe für Frauen in der IT gibt, sowohl für die Bewerberinnen als auch für den Arbeitgeber selbst. Dem Fachkräftemangel wird entgegengewirkt, das Arbeitsklima wird verbessert und neue Sichtweisen und Ideen werden in den Job eingebracht. Und ganz nebenbei kann man auch noch das Image des eigenen Unternehmens durch eine vergleichsweise hohe Frauenquote aufpolieren.
  5. Betriebsklima verbessern: Ein weiterer Grund, der für mehr Frauen in der IT-Branche spricht, ist das Verhältnis der Teammitglieder untereinander. Denn Frauen sorgen für ein besseres Betriebsklima: 71 Prozent der befragten IT-Expertinnen bewerteten ihr Verhältnis zu Kollegen als positiv. Das verbessert auch die Stimmung und Motivation im Unternehmen insgesamt.
  6. Verbessern Sie die Gehaltsmöglichkeiten: Ein großer Pluspunkt sind auch die Verdienstmöglichkeiten. Folgt man dem Gehaltsreport 2017, herausgegeben vom Marktforschungsunternehmen Compensation Partner, können Frauen in der IT mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Euro rechnen, wobei die Lohnlücke zu den männlichen Kollegen mehrheitlich unter zehn Prozent liegt.
  7. Dem Fachkräftemangel entgegenwirken: Durch die positive Wirtschaftslage und dem Fachkräftemangel, sind über 80 Prozent der deutschen IT-Unternehmer besorgt, ihre Mitarbeiter an andere Unternehmen zu verlieren – qualifizierte Fachkräfte können oftmals zwischen mehreren Jobangeboten auswählen. Zudem sind IT-Spezialisten/innen häufig in einer vorteilhaften Position, wenn es um die Karriereplanung geht.

#WomenInTech bringt viele Vorteile

Von allen befragten IT-Expertinnen waren 49 Prozent positiv eingestellt hinsichtlich der Arbeitsmarktentwicklung für sie selbst, 50 Prozent sehen große Chancen einen Job zu finden der den eigenen Anforderungen genügt und  33 Prozent sahen gar gute Chancen ihren Traumjob zu finden. 42 Prozent bewerten ihren Arbeitsplatz als angenehm und ganze 82 Prozent  sind zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen.

Insgesamt ist also eine berufliche Laufbahn in der IT für Frauen sehr vielversprechend. In diesem Sinne kann es nicht schaden als Frau aus der typischen Geschlechterrolle auszubrechen und in Zukunft bei der Karrierewahl auch einmal in Richtung IT auszuschwenken. Und es schadet für Arbeitgeber nicht, sie dabei zu unterstützen!

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