Gesundheitsreform & Krankenversicherung - 1/9: Gesetzliche Krankenkasse



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Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom November 2005 einigten sich die Koalitionsparteien auf eine Reform der Krankenversicherung, die den steigenden Kosten der Gesundheitsversorgung durch medizinischen Fortschritt und demografischen Wandel Rechnung tragen solle. Gesundheitsreform & Krankenversicherung - 1/9: Gesetzliche Krankenkasse Gesundheitsreform & Krankenversicherung - 1/9: Gesetzliche Krankenkasse


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Wichtiger Hinweis

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.


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Kompromisse finden

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Dabei galt es, einen Kompromiss zwischen den im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005 formulierten Modellen der Gesundheitsprämie der Unionsparteien und dem der Solidarischen Bürgerversicherung der SPD zu formulieren.

Demnach wird "für den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung in 2006 ein umfassendes Zukunftskonzept entwickelt, das auch darauf angelegt ist, die Beiträge zu gesetzlichen Krankenversicherung mindestens stabil zu halten und möglichst zu senken."

Was passiert?

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Im einzelnen einigten sich die Parteien darauf, dass das Gesundheitssystem in Bezug auf das Zusammenwirken von privaten Krankenversicherungen und öffentlichen Krankenkassen eine verstärkt wettbewerbliche Ausrichtung erhalten solle. Am Juli 2006 einigten sich die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD auf die Eckpunkte zur Gesundheitsreform.

Zum April 2007 trat die erste Stufe dieser Gesundheitsreform in Kraft. In den kommenden Jahren nun soll unser Gesundheitssystem wesentlich reformiert werden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Regelungen und Informationen zur Krankenversicherung vor.


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Das Solidaritätsprinzip

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Die gesetzliche Krankenversicherung ist und bleibt solidarisch organisiert: Die Beiträge sind nach dem Einkommen gestaffelt, aber alle Mitglieder haben Anspruch auf die selben Leistungen.

Wer viel verdient, zahlt für die gleichen Leistungen mehr und finanziert so die Leistungen für schlechter Verdienende und große Familien mit.

Anders als in der privaten Krankenversicherung gibt es keine Gesundheitsprüfung, keine Risiko- oder Alterszuschläge; gesetzliche Kassen sind viel mehr verpflichtet, jeden aufzunehmen, der die gesetzlichen Vorgaben, wie die Vorversicherungszeit, erfüllt. Aber: Auch jeder, der

Checkliste: Für wen ist die gesetzliche Krankenversicherung sinnvoll?

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  • Für Familien, in denen nur einer verdient: Alle Familienmitglieder sind kostenlos mitversichert.
  • Für alle, die öfter krank sind, da Beiträge davon unabhängig berechnet werden und man hier außerdem ein Krankengeld bekommt.
  • Für ältere Versicherte, da die Beiträge vom Alter unabhängig sind.
  • Für Frauen, da die Beiträge vom Geschlecht unabhängig sind. Frauen können bei Schwangerschaft zudem ein Mutterschaftsgeld erhalten.

Wie können Sie eintreten

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Die gesetzliche Krankenversicherung ist für viele die günstigste Form der Krankenversicherung. Wenn Sie Arbeitnehmer sind, sind Sie grundsätzlich in der GKV pflichtversichert und können nur unter bestimmten Bedingungen (dazu mehr unten bei privater Krankenversicherung) austreten. Wenn Sie allerdings kein Arbeitnehmer sind, können Sie nur in die GKV eintreten, wenn Sie die Vorversicherungszeit erfüllen.

Das bedeutet: Wenn Sie vor Beginn Ihrer Selbständigkeit mindestens zwölf Monate ununterbrochen oder in den letzten fünf Jahren insgesamt mindestens 24 Monate lang gesetzlich krankenversichert waren, können Sie sich in einer gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin freiwillig versichern. Dazu müssen Sie die freiwillige Weiterversicherung aber spätestens drei Monate nach Ende der Versicherungspflicht beantragen. Zur Vorversicherungzeit zählen neben Arbeitsverhältnissen auch Zeiten, in denen Sie über die Arbeitsagentur, über die studentische Krankenversicherung oder über die Familienversicherung der Eltern pflichtversichert waren.

Die Frist ist wichtig

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Versäumen Sie diese Drei-Monats-Frist nicht! Sie kommen später nur noch in die gesetzliche Krankenkasse zurück, wenn Sie zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer mit einem bestimmten Jahresverdienst (derzeit liegt die obere Grenze bei 47.700 Euro) werden - und das, bevor Sie 55 sind!


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Mit dieser Regelung will der Gesetzgeber dafür sorgen, dass auch gut verdienende, junge Selbständige in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen.

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