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Gesundheitsreform & Krankenversicherung – 2/9: Zusatzleistungen in der GKV



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Sie können grundsätzlich zwischen allen gesetzlichen Krankenkassen wählen. Ein Wechsel der Kasse ist eigentlich jederzeit mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten möglich.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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Bedingungen für den Wechsel

Wenn Sie aber gerade in eine neue Kasse gewechselt haben, müssen Sie mit einem weiteren Wechsel erst einmal wieder 18 Monate lang warten.

Wenn Ihre Krankenkasse die Beiträge erhöht, können Sie auch vor Ablauf der 18 Monate wechseln, allerdings auch wieder nur zwei Monate lang. Danach verstreicht diese Sonderkündigungsfrist.

Welche Krankenkassen stehen zur Wahl?

Sie haben grundsätzlich die freie Wahl zwischen regionalen Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), Ersatzkassen (etwa Barmer, DAK, Techniker), Betriebskrankenkassen (BKK) und Innungskrankenkassen (IKK). Aber: Nicht alle Betriebskrankenkassen stehen für alle Bundesländer offen. Auch die Innungskrankenkassen sind offiziell nicht für alle offen, doch erkundigen Sie sich: Sie nehmen manchmal auch Außenstehende auf.

Achten Sie jedoch bei der Auswahl der Kasse nicht nur auf den günstigsten Tarif, sondern auch auf die Leistungen. Zwar sind 95 Prozent der Leistungen einer Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben, dennoch kann es abhängig von den Satzungen der Krankenkassen einige wichtige Unterschiede geben. Im Folgenden finden Sie die Regelleistungen und Zusatzleistungen der GKV im Überblick:

Checkliste: Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

  • Ärztliche Behandlung, Krebsvorsorge, Krebsfrüherkennung, Gesundheitsvorsorge
  • Fahr- und Transportkosten zur Behandlung
  • Zahnärztliche Behandlung, Kieferorthopädische Behandlung, Zahnersatz
  • Brillen
  • Soziotherapie
  • Heilpädagogische, psychologische und psychosoziale Maßnahmen für Kinder
  • Stationäre Krankenhausbehandlung, Versorgung in stationären Hospizen
  • Mitaufnahme der Eltern beim Krankenhausaufenthalt eines Kindes
  • Häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe, Kinderbetreuungskosten
  • Arznei- und Verbandmittel, Heilmittel, Hilfsmittel
  • Empfängnisregelung und -verhütung, Schwangerschaftsabbruch, Künstliche Befruchtung, Schwangerschaftsvorsorge, Schwangerschaft und Entbindung
  • Vorsorge im Säuglings- und Kindesalter, Jugend-Gesundheitsuntersuchung, Zahnvorsorge bei Kindern und Jugendlichen
  • Schutzimpfungen
  • Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit, Krankengeld bei Pflege eines Kindes
  • Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes für Schwangere ab dem 4Tag vor der Entbindung maximal 14 Wochen lang
  • Familienversicherung
  • Krankenversicherungsschutz im Ausland

Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Auch die Gesetzliche Krankenversicherung bietet eine Reihe von Zusatzleistungen. Darauf sollten Sie achten:

  • Behandlungsarten: Erkundigen Sie sich vor einem Wechsel, ob die Kasse z.B. alternative Heilverfahren und homöopathische Behandlungen, Rehabilitationskuren, ambulante Vorsorgekuren oder Zusatzimpfungen übernimmt.
  • Zuschüsse: Auch Höhe des Zuschusses bei Zahnersatz kann variieren. Bei Brillen lassen manche Kassen Brille und Kontaktlinsen parallel zu.
  • Prävention: Seit 2004 dürfen die Krankenkassen gesundheitsbewusstes Verhalten mit günstigeren Tarifen oder reduzierten Zuzahlungen belohnen. Die Bedingungen werden von jeder Kasse individuell festgelegt. Für freiwillig Versicherte sind sogar Beitragsrückerstattungen und niedrigere Beiträge mit Selbstbehalt erlaubt. Genaues Hinsehen lohnt sich!
  • Service: Wenn Sie häufig mit der Krankenversicherung kommunizieren und zahlreiche Belege einreichen müssen, ist eine Krankenkasse mit einer Niederlassung vor Ort sinnvoll. Vor allem kleinere Betriebskrankenkassen können hier problematisch sein: Sie haben zwar billige Beiträge, aber häufig auch nur eine Geschäftsstelle, manche sogar nur ein ständig besetztes Telefon.
  • Krankengeld: Selbständige können von Ihrer Kasse im Krankheitsfall 70 Prozent ihres Einkommens der letzten zwölf Monate bekommen (mehr zur Berechnung der Beiträge im entsprechenden Kapitel unten). Das Krankengeld wird bei derselben Krankheit in drei Jahren maximal 78 Wochen lang gezahlt. Wer zum normalen Tarif versichert ist, hat Anspruch auf Krankengeld ab der siebten Krankheitswoche. Beim ermäßigten Beitragssatz besteht kein Anspruch. Wer jedoch Krankengeld ab der dritten oder vierten Krankheitswoche erhalten will, muss einen erhöhten Beitrag von bis zu 18,8 Prozent zahlen. Beiträge und Leistungen sind hier sehr unterschiedlich und müssen individuell nachgefragt werden.
  • Eine Einschränkung des Leistungsumfangs gibt es durch die Gesundheitsreform bei der Behandlung von Folgeerkrankungen aufgrund nicht notwendiger medizinischer Eingriffe – zum Beispiel bei Komplikationen in Folge von Schönheitsoperationen oder Piercing.

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