{Studie} Geplantes Gesetz zur Familienpflegezeit: Skepsis und erste Umsetzungen


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Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Am 1. Januar 2012 soll das neue Gesetz zur Familienpflegezeit in Kraft treten. Das öffentliche Interesse ist groß, die Akzeptanz innerhalb der Unternehmen uneinheitlich.Das bestätigt auch eine aktuelle Umfrage unter den Partnerunternehmen der Online-Stellenbörse JobStairs.

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Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.

Finanzielle Vorleistung als Problem

Befragt wurden 51 der größten und attraktivsten deutschen Arbeitgeber. Zwar bemerken 50 Prozent der Befragten derzeit eine verstärkte Nachfrage nach Pflegezeitangeboten bei ihren Mitarbeitern, aber nur 31 Prozent befürworten die Rahmenbedingungen des neuen Modells von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

„Insbesondere der Aspekt der finanziellen Vorleistungen durch den Arbeitgeber führt derzeit zu Unsicherheit und daraus resultierender Zurückhaltung bei den Unternehmen„, meint Anja Seng, Professorin für Personalmanagement an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Düsseldorf.

Denn laut gesetzlicher Regelung können Arbeitnehmer, wenn sie einen Angehörigen pflegen, ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 50 Prozent reduzieren. In dieser Zeit beziehen sie aber 75 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens.

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Mehr Information wäre besser

„Viele Arbeitgeber wurden allerdings nicht darüber informiert, dass der Bund sie für die Aufstockung des Gehalts mit einem zinslosen Darlehen der staatlichen KfW-Bankengruppe unterstützt“, erklärt Seng. Würde dies breiter kommuniziert, könne man aktuelle Widerstände abbauen.

Die Hochschulprofessorin ist daher trotz derzeitiger Akzeptanzschwierigkeiten sicher, dass sich das Konzept der Bundesregierung – auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung – mittelfristig durchsetzen wird: „Unternehmen, die die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf auf ihre Fahnen schreiben, werden auch ein Familienpflegezeitmodell darin implementieren.“

Erste Unternehmen bereits bei Umsetzung

Den Anfang hat jetzt Roche gemacht. Als erstes deutsches Unternehmen setzt der Gesundheits-Konzern seit Anfang April das Familienpflegezeitmodell der Bundesregierung um. „Das Konzept passt gut zu unseren Vorstellungen von Verantwortung“, erklärt Thomas Schmid, Sprecher der Geschäftsführung, Roche Diagnostics GmbH.

Auch weitere JobStairs Partnerunternehmen sind bereits aktiv: Laut Umfrage bieten 43 Prozent Ihren Mitarbeitern bereits unabhängig von der gesetzlichen Neuregelung individuelle Familienpflege-zeitlösungen an oder planen diese in Kürze.

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