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Neue Perspektiven nach dem Studium: Von der Germanistin und Alt-Historikerin zur Redakteurin für Immobilien- und Finanzthemen


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Die Germanistik zählt mit zu den bestbesuchtesten Studiengängen in den Geisteswissenschaften. Jährlich schließen tausende Absolventen an den verschiedenen deutschlandweiten Universitäten ihr Germanistikstudium ab. Und dann?



Hier schreibt für Sie: Tanja Straub ist freie Online-Redakteurin.

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Und was machst du als Germanistin?

Mit Sicherheit hört ein jeder früher oder später die allseits beliebte Frage „Und was fängst du mit deinem Germanistikstudium an?“ Meine Standardantwort darauf war immer und das besonders bei blasierten Fragestellern: „Wenn ich es herausgefunden habe, erfährst du es als erster“. Was nicht heißen soll, dass ich keinen Plan hatte, nur zog ich es vor, ihn „im Geheimen“ auszuführen.

Aber der Reihe nach: Begonnen hat alles mit der Liebe zum geschriebenen Wort und dem Traum von Skripten und dem Verlegen von den zukünftigen Weltbestsellern. Daher entschloss ich mich zu einem oben bereits erwähnten Studium mit dem Schwerpunkt „Deutsche Literaturwissenschaft“ und als ausgleichendes zweites Hauptfach mein zweites Steckenpferd „Alte Geschichte“ mit dem damals noch üblichen Abschluss Magistra Artium.

Aus mehreren Gründen (Freund, Familie, Studienangebot und mögliche Fächerkombinationen) wählte ich die Universität Leipzig als den Ort meiner Studientätigkeit. Nicht ohne Stolz kann ich berichten, dass ich mein Studium sehr erfolgreich in der Regelstudienzeit von neun Semestern abschließen konnte und das obwohl ich einige Hürden in der Zuerkennung meines Latinums überwinden musste.

Umwege führen zum Ziel

Doch ebenfalls mit einem erfolgreichen Abschlusszeugnis der 600-jährigen Universität und mit dem Namenszusatz M.A. fing der Kampf um eine Arbeitsstelle erst an. Auch mit diversen absolvierten Praktika beim Rundfunk und in Redaktionen als erste „Berufserfahrung“ fand ich nicht den richtgien Job. Um die Miete und das Katzenfutter für meine Mietzen zahlen zu können, nahm ich kurzentschlossen eine Aushilfestelle in einem Maklerbüro für Immobilien an und bevor ich mich versah, war ich die Assistentin eines Immobilienmaklers. Nicht unbedingt die passende Stelle für einen Geisteswissenschaftler möchte man meinen, ich sage: doch.

Auch wenn das Immobilienwesen zugegebenermaßen nicht viel mit Goethe, Schiller und der Literaturtheorie zu tun hat, konnte ich dennoch verschiedene während des Studiums angeeignete Kenntnisse und Fertigkeiten bei der Arbeit in einem Maklerbüro anwenden. Dazu zählten neben Zeitmanagement und der Koordinierung der unterschiedlichsten Bereiche und Aufgaben auch unterschiedliche Rechercheanwendungen bei der Einsicht in Akten, Bauunterlagen und Ähnlichem sowie die Fähigkeit, effizient und ergebnisorientiert zu arbeiten.

Durch meine Arbeit in der Immobilienbranche begann ich mit der Zeit themenspezifische Artikel für verschiedene Immobilienmagazine und ähnliches zu verfassen und konnte mir somit einen ersten Stand als Online-Redakteurin aufbauen. Mit der Zeit wurde die Tätigkeit als Online-Redakteurin immer umfangreicher, sodass ich meine Tätigkeit im Immobilienwesen aufgeben konnte und nun als freischaffende Online-Redakteurin in Frankfurt tätig bin.

Fazit: Praktika nutzen

Ich kann allen Studierenden der Germanistik oder einer anderen Geisteswissenschaft, die kurz vor ihren Abschluss stehen nur raten, in den Semesterpausen sich je nach Interessengebiet in Praktika und Volontariaten zu versuchen und alles an möglichen Weiterbildungen mitzunehmen. Das hilft nicht nur, den Horizont und die eigenen Fertigkeiten zu erweitern, es befähigt auch eine Nische im späteren Berufsleben zu finden.

Dass Germanisten oder Geisteswissenschaftler nur in den kulturellen oder sozialen Arbeitsbereich gehen, ist schon längst nicht mehr die Regel, auch in der Wirtschaft und vor allen Dingen im Online-Bereich bieten sich die vielfältigsten Möglichkeiten für Germanistikabsolventen und den zahlreich anderen vielseitig geschulten Geisteswissenschaftlern.

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