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Als Germanist ins Ausland, als Hochschulmanager zurück: "Interkulturelle Zusammenarbeit ist eine ständige Herausforderung - aber man darf den Humor nicht verlieren!"


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Bildrechte: Bildmaterial von unserem Interviewpartner. Bild-Location: Ghana.

Ich habe interkulturelle Germanistik und Geschichte an der Universität Bayreuth studiert. Nach meinem Magister promovierte ich über den Bedeutungswandel des Toleranzbegriffes in der alten Bundesrepublik. Heute bin ich Kanzler der H:G Hochschule für Gesundheit und Sport. Wie kam das?

http://www.my-campus-berlin.com/


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Wertvolle Erfahrungen in interkultureller Zusammenarbeit

Bereits während meiner Promotion war ich Leiter des Career Service an der Universität Bayreuth. Im Jahre 2000 ging ich als Lektor des DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) nach Accra in Ghana (Afrika), um dort das erste DAAD-Informationszentrum in Afrika aufzubauen. Nach dreijähriger Tätigkeit in Ghana wechselte ich 2003 nach Sydney, Australien, um dort ebenfalls ein DAAD-Informationszentrum aufzubauen, und war zugleich als Dozent am Department of Germanic Studies der University of Sydney tätig.

Bei der Neueinrichtung und dem Betrieb von DAAD-Informationszentren an zwei so unterschiedlichen Standorten habe ich wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Arbeitsbereichen gesammelt, angefangen von den klassischen DAAD-Aufgabengebieten wie Studien- und Stipendienberatung, Alumnibetreuung, Hochschulmarketing und Entwicklung landesspezifischer Online- und Printangebote, bis hin zu Tätigkeitsfeldern, welche die Bereiche Quality Assurance/ Benchmarking, Higher Education Financing und Internationalisation of Higher Education umfassten.

Global Learning als permanente Aufgabe

Vor allem meine Zeit als DAAD-Lektor in Ghana meinen Blick für die Begriffe geschärft, mit denen wir heute immer wieder operieren: Worthülsen wie etwa 'Kulturmittler' und 'global player' haben sich mit Leben gefüllt, sie haben Kontur gewonnen und sind fest assoziiert mit bestimmten Erlebnissen. So wenig 'Kulturmittler' ein Attribut bezeichnet, das man sich erlesen oder erschreiben kann, so wenig scheint es mir darum zu gehen, ein 'player' zu sein.

In beiden Fällen geht es um Arbeit, um die Anstrengung eines Lernprozesses. Als ein solcher 'global learner' sieht man sich mit der permanenten Aufgabe konfrontiert, sich mit seinem Gastland auch dort zu arrangieren, wo es aufgrund des unterschiedlichen kulturellen Hintergrundes eigentlich keinen Konsens geben kann, wiederholte Erfahrungen des Scheiterns auszuhalten und trotz allem einen Neuanlauf zu unternehmen. Und die vielleicht größte Anstrengung besteht darin, den Humor nicht zu verlieren ...

Neue Herausforderungen in Deutschland

Im Juli 2005 kehrte ich nach Deutschland zurück und war zunächst im Internationalen Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung tätig, bevor ich 2006 an die Ludwig-Maximilians-Universität München wechselte. Dort war ich in der Stabsstelle Strategie und Entwicklung als Bologna-Koordinator für die Umstellung der Diplom- und Magisterstudiengänge auf das gestufte Studiensystem verantwortlich.

Heute bin ich Kanzler der H:G Hochschule für Gesundheit und Sport. Die Möglichkeit, in dieser Position an einer Hochschule zu arbeiten, ergab sich durch Kontakte aus meinem langjährigen Netzwerk, das ich systematisch aufgebaut hatte. Meine Aufgaben umfassen die Leitung der Hochschulverwaltung, die Sicherstellung der technischen Rahmenbedingungen des Hochschulbetriebs sowie das Facility Management. Weiterhin bin ich für die Planung und organisatorische Durchführung der Akkreditierung verantwortlich.

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  1. Simone Janson

    Passend zu #WM :Prof.Dr.R.Haarbusch,Kanzler d.Hochschule Sport&Gesundheit ü.seine interkulturellen Erfahrungen i. #Afrika

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