Unterschiede zwischen Genossenschaften und AG



Voriger TeilNächster Teil



Uns bewegt, die Arbeitswelt menschlicher zu gestalten – ohne ständigen Effizienzdruck, Stress und Angst. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit Podcast, eLearning-on-Demand-Angebot und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin und Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
Bildrechte: Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Warum aber sind Genossenschaften wieder gefragt? Die Antwort: Unternehmen sind heute gezwungen, ihre Geschäftsstrategien zu überdenken: Bislang war aufgrund des hohen Produktionsaufwandes bei vergleichsweise geringer Reichweite Massenproduktion gefragt. Nun sind Nischenmärkte im Kommen – Kooperationen.

Unterschiede zwischen Genossenschaften und AG eCommerce

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!


Mehr Wissen - Podcast, PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung

Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Selbstherliche Unternehmer machen Massenprodukte

Zur Übersicht

Bislang zielte die Marketingstrategie vieler Unternehmen vor allem darauf ab, möglichst viele Menschen anzulocken und die Massen zu kontrollieren. Dabei sehen sie sich viele Unternehmer als Nabel der Welt:

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Zu ihnen möge der Kunde doch bitte kommen, so er etwas kaufen will. Ungefähr derart selbstherrlich ist in Deutschland auch die Rechtsform der GmbH angelegt: Oben der Chef, und alle tun, was er sagt.

Die neue Wirtschaft funktioniert anders, wie der amerikanische Medienexperte Jeff Jarvis in seinem Buch am Beispiel von Google, einem der erfolgreichsten Unternehmen unserer Zeit, deutlich macht. Ein Beispiel, das sich ohne weiteres auch auf andere Unternehmen übertragen lässt.

Das Internet ist kein Massenmarkt

Zur Übersicht

Jarvis‘ These: Das Internet ist kein Massenmarkt, sondern ermöglicht – im Gegenteil – eine Masse von Märkten, weil es eine preiswerte, dezentrale Produktion erleichtert und einen zielgerichteten Vertrieb ermöglicht.

Auf diese Weise bietet das Web Raum für die Anbieter von Nischenprodukten, ganz egal, ob das jetzt seltene Klaviernoten, Maßkleider für Übergrößen oder spezielle Kaffeesorten sind. Dennoch erreichen die Hersteller nicht selten einen Weltmarkt mit Kunden aus allen Kontinenten, ganz einfach, weil ihnen eine gute Platzierung bei Google oft schon reicht, um permanent neue Kunden zu gewinnen.

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Kooperation und Kommunikation schaffen Vertrauen

Zur Übersicht

Entscheidend dabei ist allerdings die Vernetzung und Kommunikation mit aktiven wie auch potenziellen Kunden, aber auch mit Konkurrenten. Darauf basiert im Wesentlichen die ganze Werbestrategie: Da die Unternehmen kleine, überschaubare Zielgruppen haben, können sie diese viel genauer ansprechen.

Zum Beispiel über Fachmedien und bei Fachveranstaltungen, aber vor allem auch im direkten Dialog: Gerade weil der Nischenanbieter Spezialist auf seinem Gebiet ist, kann er maßgeschneiderte Leistung in sehr guter Qualität, mit überzeugendem Service und fachlich hervorragenden Know-how anbieten. Dadurch gewinnt er schnell das Vertrauen der Kunden in seine Kompetenz.

Kunden helfen Unternehmen

Zur Übersicht

Und mehr noch: Die Kunden helfen dem Unternehmen auch, Produkte und Service zu optimieren, weil sie auf Fehler aufmerksam machen und Verbesserungsvorschläge einbringen. Ein System des offenen Austauschs und gesunden Miteinanders also, von dem alle profitieren.

Übrigens gilt das auch für die so genannten Konkurrenten: Denn wer sich durch spezialisierte Produkte oder Dienstleistungen von anderen absetzt, braucht Konkurrenz nicht zu fürchten, sondern kann mit Mitbewerbern kooperieren, um neue Kunden zu gewinnen oder gemeinsam zu agieren.

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Wie funktionieren Genossenschaften

Zur Übersicht

Genossenschaften funktionieren anders – wie, das ist im Genossenschaftsgesetz genau festgelegt: Mehrere Menschen beteiligen sich finanziell an einem Unternehmen; jeder zahlt eine Einlage, deren Höhe durch die Satzung festgelegt wird. Dafür ist kein Notar notwendig, nur eine Beitrittserklärung. Die Geschäftsanteile der Genossenschaften werden nicht gehandelt.

Eine Genossenschaft ist damit so gut wie unverkäuflich. Wer kein Mitglied mehr sein will, erhält, sofern es keine Verluste gab, nach einer Austrittserklärung sein Geld wieder. Außerdem gilt der Grundsatz, dass jedes Mitglied eine Stimme hat, unabhängig von der Höhe der finanziellen Beteiligung.

Möglichkeit der Mitwirkung

Zur Übersicht

Wie keine andere Rechtsform bieten genossenschaftliche Unternehmen daher die Möglichkeit der Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitverantwortung, sie gehören ihren Mitgliedern. Darin liegt auch der Grund für das besonders positive Image, das Genossenschaften genießen.

Sie gelten gemeinhin als solide, seriös und bodenständig. Die Zahlen untermauern das noch: Die Insolvenzquote liegt bei sensationellen 0,4 Prozent.

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

weltfremde Idealisten?

Zur Übersicht

Aber Genossenschaften sind kein Geschäftsmodell für Weltfremde Idealisten: Sie sind zwar ähnlich demokratisch strukturiert wie Vereine, im Gegensatz zu diesen arbeiten sie aber in der Regel weder gemeinwirtschaftlich, noch sind sie gemeinnützig tätig. Sie dienen den eigenen wirtschaftlichen Interessen.

Als einzige Unternehmensform hat die Genossenschaft einen klar umrissenen gesetzlichen Auftrag, nämlich die Förderung ihrer Mitglieder. Es geht nicht um reine Geldvermehrung und möglichst hohe Renditen. Vielmehr ist das Ziel, im Zusammenschluss mit anderen etwas zu bewirken und eine gewisse Marktmacht aufzubauen.

Dank dieser Strukturen könnte die als altmodisch verschriene eG bald eine Renaissance erleben: Denn auch wenn sie ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat und viele zunächst an ihre Großeltern denken, wenn sie Genossenschaft hören – eigentlich ist die eG die ideale Rechtsform für das Internetzeitalter.

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!


Mehr Wissen - Podcast, PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung

Zur Übersicht


Offline-Download: Diesen Text als PDF herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Da wir den Titel dieses Textes aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist. Nach dem Kauf Text ausschließlich unter dieser URL herunterladen (bitte abspeichern).

3,35 Jetzt buchen


Podcast hören & MP3 downloaden: Sie können diesen Text kostenlos anhören, als Mitglied auch ohne störendes Popup, oder das MP3 gegen Bezahlung herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Nach dem Kauf Seite aktualisieren, dann finden Sie hier den Downloadlink. Da wir den Titel dieses Podcast aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist.

3,35 Jetzt buchen


Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung und Zertifikat – alle weiteren Informationen!

16,20 Jetzt buchen


Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgeber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) – zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

149,99 Jetzt buchen


berufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. Simone Janson

    Hall Frau Grötsch,
    ich hatte ja zu Beginn der Serie über die Jeriva-Genossenschaft berichtet, die es seit 2004 gibt:

    Aber die Towerbyte eG sieht ist auch ein tolles Beispiel, Danke!

  2. Nadia Grötsch

    In Jena gibt es eine IT-Genossenschaft schon: Die Towerbyte eG ist die erste Softwaregenossenschaft (seit 2005), sie setzt sich aus mittlerweile 28 E-Commerce-Unternehmen (mit ca. 350 Mitarbeitern) zusammen und hat deren Förderung und vor allem die Förderung von Neugründungen in dem Bereich zum Ziel. Bisher sehr erfolgreich. Offensichtlich sind wir Vorreiter :)

  3. BewerberBlog

    Mein Essay bei changeX Genossenschaften als Rechtsform für das Internetzeitalter – Teil 3: Unter…

  4. KompetenzPartner

    Mein Essay bei changeX Genossenschaften als Rechtsform für das Internetzeitalter – Teil 3: Unter…

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.